Ein RFID-System besteht aus zwei Komponenten: dem Transponder und einem Schreib- bzw. Lesegerät. Hierbei ist der Transponder das wichtigste Element. Er wird auf dem zu identifizierenden Objekt angebracht und besteht – unabhängig von seiner Form – immer aus einem Mikrochip, einer Antenne, einem Träger oder Gehäuse und evtl. einer Energiequelle. Die Größe des Transponders richtet sich nach dem Anwendungsgebiet. Die Antennenlänge ist z.B. abhängig von der Frequenz bzw. der Wellenlänge; und das wirkt sich natürlich auch auf die Gesamtgröße aus. Der eigentliche Datenträger ist der Mikrochip. Er sendet seine Informationen an das Lesegerät. Die Informationen können reine Anwesenheitsmeldungen sein, aber auch umfangreiche Daten, wie man sie z.B. bei Mautsystemen benötigt. Für das Senden und Empfangen ist letztendlich die Antenne zuständig. Die Bauform und Größe des Schreib- bzw. Lesegeräts ist ebenso stark abhängig vom Einsatzgebiet. Hier gibt es tragbare Handgeräte und fest installierte Großgeräte. Die RFID-Systeme lassen sich flexibel an die Kundenwünsche anpassen. Lediglich die Frequenz oder der Funkwellenverkehr setzen hier Grenzen. Für RFID sind Frequenzen von 50kHz bis 5,8GHz nutzbar. Die bevorzugten Frequenzen bei uns liegen zurzeit im Niederfrequenzbereich (NF) 125kHz, im Hochfrequenzbereich (HF) 13,56MHz und im Ultrahochfrequenzbereich (UHF) 2,45GHz. Je nach angestrebter Reichweite variiert auch die Größe des Systems. Energieversorgung Betrachtet man die Energieversorgung, unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Systemen. Maßgeblich ist die Energieversorgung des Transponders und nicht des Lesegerätes. Passive RFID-Transponder verfügen über keine eigene Energiequelle und bekommen die Energie aus den empfangenen Funkwellen des Lesegerätes. Sie sind wesentlich kleiner und haben eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit. Die passiven Transponder benötigen aber einen stärkeren Leser, und die Reichweite ist geringer. Die Vorteile dieser Art von Transponder sind also das geringe Gewicht, die geringe Größe sowie die kostengünstige Herstellung. Die aktiven Transponder verfügen über eine eigene Batterie. Der Mikrochip wird hier nur mit Energie versorgt, wenn sich der Sender durch ein Signal aktiviert. In der restlichen Zeit wird die Energieversorgung durch die Batterie nicht belastet, da der Mikrochip im Stand-by-Modus wartet. Die aktiven RFID-Transponder haben größere Reichweiten, sind allerdings auch wesentlich teurer und größer. Sie sind Lese- und Schreib-Transponder, können also neu beschrieben oder verändert werden. Ihr Einsatzgebiet sind langlebige Projekte, wo auch größere Ausmaße des Gerätes nicht stören. Vorteile Informationen auf RFID-Datenträgern können jederzeit geändert, gelöscht oder ergänzt werden. Datenträger und Schreib-Lesesysteme sind unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie hohen und tiefen Temperaturen (z.B. -20 bis +70°C), Feuchtigkeit, Vibration, Stoß, Staub, Öl und Schmutz. Im Unterschied zur optischen Kennzeichnung, die bei Beschädigung oder unter einer Schmutzschicht nicht gelesen werden kann, ist zwischen Transponder und Lesegerät keine Sichtverbindung erforderlich. Durch Anbringung an geschützten Stellen lässt sich eine unsichtbare Kennzeichnung realisieren. Es ist möglich, gleichzeitig mehrere RFID-Tags zu erfassen (Pulkerfassung). Dies sind charakteristische Vorteile gegenüber optischen Systemen wie Barcodes oder 2D-Codes. Kritiker der RFID-Technik sehen Gefahren und Bedenken hauptsächlich in punkto Datenschutz, unausgereifter Sicherheit der Technik sowie der möglichen Belastung durch Elektrosmog. Trotz aller Bedenken wird die RFID-Technik immer häufiger eingesetzt, und mittlerweile gibt es bei den Datenträgern und Schreib-/Leseköpfen eine große Variantenvielfalt. Dies spiegelt sich auch in unserer Marktübersicht mit über 90 Einträgen wider. (hsc)
Marktübersicht: Identsysteme (nichtoptisch, Transpondertechnologie)
Die RFID-Technik (Radio Frequency Identification) findet in immer mehr Bereichen ihren Einsatz, z.B. in Fördertechnik, Produktion, Lager- und Kommissionstechnik oder Transport und Logistik. Aus diesem Grund gibt es bei den Datenträgern und Schreib-/ Leseköpfen eine große Variantenvielfalt.
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