Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau war 2005 ein erfolgreiches Jahr. Das hat der Präsident des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., Dr. Dieter Brucklacher, auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Frankfurt mitgeteilt. Die Produktion stieg laut Dr. Brucklacher preisbereinigt um voraussichtlich 4,4%. Das Produktionsvolumen belief sich demzufolge auf knapp 145Mrd.E. Der Branchenumsatz erreichte mehr als 151Mrd.E. 18 von 35 Fachsparten des Maschinenbaus verzeichneten im letzten Jahr Umsatzzuwächse. 17 Gruppen blieben indes auf dem Vorjahresniveau stehen oder fielen ins Minus. Die Kapazitätsauslastung lag bei 86,4% (2004: 87,7%). Gutes Exportgeschäft Die positive Entwicklung des Maschinenbaus beruhte 2005 abermals auf den Exporterfolgen. Die Exporte stiegen erstmals mit 107Mrd. E über die Hundert-Milliarden-Euro-Marke (2004: 97,8Mrd. E) und damit um real 7,7% im Vergleich zum Vorjahr. Dr. Brucklacher erklärte: \“Nahezu alle Regionen lieferten einen Wachstumsbeitrag. Lediglich die Maschinenausfuhr nach Ost- und Südostasien verfehlte ihr hohes Vorjahresniveau. Denn die Lieferungen in die VR China, die fast die Hälfte der gesamten Exporte in diese Region ausmacht, fielen um knapp 1%.\“ Er sieht die Drosselung der Bautätigkeit durch die chinesische Regierung als Grund für den beschränkten Absatz deutscher Maschinen in vielen Bereichen. Ein ungewöhnlich hohes Wachstum verzeichnete der Verband in Indien. Die deutschen Maschinenzulieferungen stiegen dort innerhalb eines Jahres um fast 50%. Damit schob sich Indien im Ranking der wichtigsten Kundenländer um vier Plätze nach vorn auf Rang 20. Inlandsbestellungen Nach Jahren des Investitionsstaus sendet das Inlandsgeschäft positive Signale. Im Vorjahresvergleich reichte es zwar noch nicht für ein Auftragsplus. Dr. Brucklacher fügte jedoch hinzu: \“Der Trend stimmt und lässt auf Wachstum hoffen. Dies ist notwendiger denn je. Denn Deutschland hat in den letzten Jahren definitiv zu wenig investiert.\“ Beschäftigung Der VDMA-Präsident bedauerte, dass der höhere Produktionsausstoß sowie der höhere Arbeitseinsatz der Branche sich bislang nicht in der Zahl der Beschäftigten widerspiegeln. Im Dezember 2005 verfügte die Branche über ein Stammpersonal von geschätzt 864.000 Personen. Das sind 2.000 Stellen weniger als 2004 und entspricht einem Minus von 0,2%. 2003 beschäftigte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Ausland rund 259.000 in Service, Vertrieb und Produktion. Ertragslage Dr. Brucklacher bestätigte, dass die Branche derzeit eine durchaus befriedigende Ertragslage vorweisen kann. Die Brutto-Umsatzrendite liegt im Durchschnitt bei 6%. Allerdings befindet sich hinter dieser Zahl eine große Ertragsstreuung. Denn zwischen 20 und 30% der VDMA-Mitgliedsunternehmen befanden sich nach Erhebungen des VDMA 2004 bzw. 2005 in oder nahe der Verlustzone. Ausblick 2006
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