Im idyllischen Städtchen Freyburg an der Unstrut, dem nördlichsten deutschen Weinbaugebiet, liegt die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH. Mit seiner traditionsreichen Marke Rotkäppchen hat das im Jahr 1856 gegründete Unternehmen schon mehrfach Sekt-Geschichte geschrieben: als Hoflieferant zu Kaisers Zeiten, als beliebter Sekt-Hersteller der DDR bis zum heutigen Anbieter namhafter Marken und Cuvées. Dazu gehören neben dem Prestigeprodukt Rotkäppchen Namen wie Mumm, Matheus Müller und Geldermann. Für jede Marke hat sich ein eigenständiges Image entwickelt, das nicht nur im Sektcharakter, sondern auch im Design der Sektkapseln und Etiketten zum Ausdruck kommen muss. Unübersehbar – und das schon seit 1894 – hat sich für das Erfolgsprodukt Rotkäppchen die rot leuchtende Kapsel als namengebendes Markenzeichen etabliert. Kein Stopp beim Chargenwechsel notwendig Aus diesen unterschiedlichen Merkmalen der Sektmarken ergeben sich entsprechende Anforderungen an die Produktion. Bei jedem Chargenwechsel von einer Marke zur anderen mussten die Verpackungsmaschinen bisher manuell umgestellt werden. Das war arbeitsaufwendig und nicht ohne Unterbrechung der Produktion möglich. Zur Kennzeichnung der Flaschen sind drei Arbeitsgänge erforderlich: das Aufsetzen und Falten der Kapsel, das Anbringen der Halsschleife sowie das Etikettieren der Front- und Rückseite. Ein weiteres Problem ist, dass das Logo auf der Sektkapsel immer senkrecht zwischen zwei Falten stehen muss. Daher ließen die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH von der Firma Kematec eine Kapsel-Aufsetz- und Faltmaschine mit elektronischer Ausrichtung installieren. Damit kann die Umstellung während der Produktion durch dynamisches Teach-in erfolgen. Auf jeder Sektkapsel ist eine Druckmarke angebracht, die von dem Steuersystem TL46-WLF von Datasensor erkannt wird. Das System gibt ein Signal an die Kapsel-Aufsetz- und Falt-Maschine. Dort wird ein Schrittmotor in Gang gesetzt, der die Flaschen auf dem Drehteller so ausrichtet, dass die Kapsel genau vertikal aufgesetzt und angefaltet wird. Mit dieser Neuerung wurden die Rüstzeiten verkürzt und die Fertigungskapazität auf 20.000 Flaschen pro Stunde erhöht. Kontrastsensoren mit Display und weiteren Funktionen Die digitalen Kontrastsensoren der TL46 Serie haben eine hohe Erfassungsauflösung, gut sichtbare, von einem RGB-LED-Sender abgegebene Lichtstrahlen, eine niedrige Ansprechzeit und hohe Schaltgeschwindigkeiten. Der in einem robusten Metallgehäuse mit Standardbefestigungen untergebrachte Sensor ist in drei verschiedenen Versionen erhältlich: Die Basisversion TL46-W hat nur eine Teach-in-Taste und zwei Anzeige-LEDs. Die Standardversion TL46-WL verfügt über drei Tasten und eine Bargraf-Anzeige zur manuellen und automatischen Einstellung der Schaltschwellen. Die in der Rotkäppchen-Mumm-Fertigung eingesetzte Version Enhanced TL46-WLF ist mit einem vierstelligen Display ausgerüstet, über das die weiteren Funktionen eingestellt werden können. Mit dem Sensor lassen sich hohe Leistungen erzielen, z.B. die Schaltfrequenz von 30kHz. Durch länger andauernden Tastendruck oder über den Eingang Remote/Dyn. können in Bewegung befindliche Markierungen erfasst werden. Die Sektproduktion von Rotkäppchen ist ein Beispiel dafür, wie Datasensor die Verpackungsprobleme löst. Das Unternehmen hat eine eigene Entwicklung und Fertigung von Optikkomponenten aus Glas oder Kunststoff. Dadurch kann Datasensor in Entwicklung und Produktion auf die Anforderungen reagieren, die von den automatisch betriebenen Maschinen und der industriellen Automation, insbesondere in der Förder- und Verpackungstechnik, gestellt werden.
Damit die rote Kappe richtig sitzt: Kontrastsensor prüft Ausrichtung der Flaschen für Rotkäppchen-Sekt
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