Mit über 72 Mio. Tonnen Jahresproduktion an Fleisch war China 2004 unangefochten an der Spitze, weit vor den USA mit 39 Mio. Tonnen und Brasilien mit 20 Mio. Tonnen. Erst danach folgten die europäischen Produzenten, angeführt von Deutschland mit 6,8 Mio. Tonnen. (Quelle: Handelsblatt 2004: Die Welt in Zahlen) Solch riesige Mengen können nur zum Verbraucher gelangen, wenn das Nahrungsmittel Fleisch hocheffizient produziert wird. Das niederländische Unternehmen MPS, Meat Processing Systems, ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer im Bereich der Entwicklung, Herstellung und Installation hochmoderner Schlachtsysteme für Rotfleisch. Die Unterscheidung zum Weisfleisch liegt bei der Art der verwendeten Tiere, in diesem Falle in erster Linie Schweine, Rinder, Schafe, Lämmer und Ziegen. Darüber hinaus entwickelt MPS maßgeschneiderte Zerlegesysteme, Systeme zur weiteren logistischen Abwicklung von Fleischerzeugnissen sowie industrielle Abwasserklärsysteme. Das Unternehmen beschäftigt am Stammsitz in Lichtenvoorde ca. 300 Mitarbeiter sowie weitere 100 in mehreren Niederlassungen weltweit. Sinnigerweise befindet sich eine weitere große Produktionsstätte mit angeschlossenem Service in der chinesischen Metropole Peking. Präzision durch Laser-Vermessung Als Verbraucher, der gelegentlich ein Schnitzel oder eine Currywurst verzehrt, macht man sich keinerlei Gedanken über den hochspezialisierten Schlachtprozess. Da kein Tier dem anderen gleicht, ist es für den Ertrag, der für den Schlachthausbetreiber am Ende des Tages zählt, von höchste Wichtigkeit, dass alles Verwertbare optimal verarbeitet wird. Um dies zu erreichen wird z.B. der bereits tote Tierkörper per Laser vermessen, um mit einem perfekten Schnitt im Nacken den Kopf vom Rumpf zu trennen. Servo gesteuerte Schneideinrichtungen erledigen dies mit höchster Präzision. In ähnlicher Weise zerteilt ein Schneidroboter ein Tier in zwei Hälften. Selbst das widerstandsfähige Bauchwandfett (Flomen), das später zu Schmalz verarbeitet wird, trennt ein Roboter vollautomatisch aus. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes Handlings-Automationskonzept, das auf innovative Steuerungstechnik mit einem umfangreichen Informationssystem aufbaut. Die gesamte Verarbeitung jedes einzelnen Tieres muss von der Anlieferung bis zum Verkauf beim Discounter lückenlos nachzuweisen sein. Dies gelingt nur mit einem intelligenten Logistikkonzept und einer umfassenden SQL-Datenbank. \“Innovation ist unser Erfolgsfaktor. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf die Reduzierung der Betriebskosten unserer Kunden, die Nahrungsmittelsicherheit und das Wohlergehen der Tiere. Hinzu kommt ein umfangreicher Wartungs- und Reparaturservice, der 24Stunden, sieben Tage die Woche bereit steht\“, erklärt Patrick Ampting, hauptverantwortlicher Manager für die Entwicklung und Elektroplanung. Einsatz unter härtesten Bedingungen Die Schlachtsysteme sind auf der ganzen Linie mit modernster Steuerungstechnik ausgestattet, wie z.B. Siemens SPSen und Sicherheitssteuerungen sowie Touchterminals zur Datenerfassung und Statusanzeige. \“Wir setzen seit vielen Jahren Lauer Geräte ein, weil wir von der Qualität und Haltbarkeit überzeugt sind,\“ fährt der Automatisierungsexperte fort. \“Die Umgebung in den Schlachthäusern ist eine der Härtesten für elektronische Komponenten. In den Kühlhäusern herrschen Temperaturen knapp über Null Grad C, im Schlachthaus ist eine ständig feuchte und dämpfige Atmosphäre, und jeden Abend wird die gesamte Einrichtung von oben bis unten mit Reinigungschemikalien unter Hochdruck abgespritzt. Dabei wird keine Rücksicht auf ein, im Schlachtroboter verbautes, Display genommen. Wenn die Dichtung nicht wirklich hält, was sie verspricht, dann merken wir das ziemlich schnell\“, beschreibt Patrick Ampting den Schlachthausalltag. Aus seiner Sicht \“überlebt\“ ein Industrie-PC jede Umgebung, wenn er den Anforderungen eines Schlachthauses gewachsen ist. 1.600 Schlachttiere pro Stunde In der aktuellen Produktreihe F-line, einer kompletten Schlachtlinie zur Schweineverarbeitung, kommen Lauer Industrie-PCs mit Touchbedienung vom Typ EPC PM-S zum Einsatz. Für MPS wurde eine kundenspezifische Gerätevariante entwickelt, die eine vollkommen plane Oberfläche besitzt und somit keinerlei Schmutzkanten aufweist. Dies war eine klare Forderung des Systemlieferanten, um die strengen Bestimmungen in der Lebensmittelproduktion einzuhalten. Die Touch-PCs mit dem 12 Zoll Display verrichten ihren Dienst im Kühlraum und visualisieren dort den eingelagerten Warenbestand, und zwar 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. In den Schlachtrobotern steuern Beckhoff-Steuerungen die Antriebe, die über Ethernet mit Lauer Panel-PCs kommunizieren. Weitere Industriecomputer komplettieren den Prozess an den manuellen Zerlegestationen. Herzstück der gesamten Anlage ist die Software Visual Studio, die von MPS speziell auf die Bedürfnisse der Schlachtanlagen abgestimmt ist. \“Die eigene Steuerungsabteilung mit über 30 Ingenieuren und unser 24/7 Helpdesk sind ein großes Plus für unsere Kunden\“, erläutert Annet Emaus, verantwortlich fürs Marketing bei MPS. \“Dadurch entwickeln wir Schlachtlinien, die speziell auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt sind. Wie unterschiedlich die sind, erkennt man daran, dass wir Anlagen aufstellen, die zwischen 40 und 1.600 Schweinen pro Stunde verarbeiten können.\“ Fazit Damit trotz eines wachsenden weltweiten Bedarfs Fleisch zukünftig bezahlbar bleibt, findet die Produktion in hochautomatisierter Umgebung statt. Die Herausforderung stellt sich dabei nicht nur in der effizienten Verarbeitung der Ware, sondern auch in der lückenlosen Rückverfolgung. Zuverlässige Lauer PCs und ein intelligentes Datenbanksystem tragen ihren Teil dazu bei.
Der perfekte Schnitt – MPS Meat Processing Systems
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