Die deutschen Hersteller exportierten im vergangenen Jahr Maschinen und Anlagen im Wert von 6Mrd.E, ein Plus von knapp 2% gegenüber dem Vorjahr. Dabei profitierten die Unternehmen von der dynamischen Entwicklung in den Emerging Markets. Die Lieferungen nach Asien nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 24% zu, nach Lateinamerika um 20% und in den Nahen und Mittleren Osten um 13%. In den USA, größter Einzelmarkt für Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen aus Deutschland, zog in 2010 die Nachfrage wieder an und die deutschen Exporte erreichten ein Volumen von 551Mio.E, ein Plus von 7% im Vorjahresvergleich. An zweiter Stelle folgt China mit 544Mio.E, ein Zuwachs von 73%. Damit hat China Russland von dem zweiten auf den dritten Platz verdrängt. Auch in Russland, dem wichtigsten osteuropäischem Absatzmarkt, hat sich die Nachfrage belebt. Deutschland, seit vielen Jahren wichtigster Handelspartner Russlands, lieferte 2010 Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im Wert von 462Mio.E, ein Plus von 6,3%. Weltweit stabiler Markt Die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie ist weltweit ein stabiler Wirtschaftszweig, und die Nachfrage nach verpackten Nahrungsmitteln und Getränken entwickelt sich auch in den kommenden Jahren dynamisch. Dies allein schon aus demografischen Gründen: Schätzungen zufolge leben im Jahr 2050 mehr als 9Mrd. Menschen auf der Erde – das sind 30% mehr als heute. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts findet das Bevölkerungswachstum fast ausschließlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern statt. Diese Länder haben einen hohen Anteil an jungen Menschen, und im Vergleich zu den saturierten Märkten ist der Pro-Kopf-Konsum sowohl von verpackten Nahrungsmitteln wie abgefüllten Getränken noch niedrig. Zunehmende Urbanisierung, eine wachsende Mittelschicht, die steigende Zahl berufstätiger Frauen und ein immer \’westlicherer\‘ Lebensstil lassen auch in diesen Ländern die Nachfrage nach modern verpackten Convenience-Produkten steigen. In den westlichen Industrienationen wächst die Gruppe von Menschen über 60 Jahre kontinuierlich. Ihr Anteil liegt heute in Europa und Nordamerika bei einem Fünftel der Bevölkerung. Convenience-Produkte und Produkte mit ergonomischen Verpackungen, die sich leicht öffnen und verschließen lassen, sind Beispiele für die Anforderungen der \’Best Ager\‘. Bequemlichkeit und Schnelllebigkeit nehmen rund um den Globus zu – ein kultureller Umbruch, der die Nachfrage der Verbraucher nach Produkten, die sich einfach und schnell zubereiten lassen, verändert. Der Vielfalt gerecht werden Die Vielfalt an Produkten und Verpackungen nimmt rapide zu, gleichzeitig sinken die Losgrößen. Eine Herausforderung für die Maschinenbauer. Gefordert sind Anlagen und Linien, die bei kurzen Umrüstzeiten eine Vielfalt an Produkten und Packmitteln, Packstilen und -materialien verarbeiten können und einfache Produkt-, Mengen- und Formatwechsel ermöglichen. Dies bedeutet: extreme Flexibilität der Anlagen mit hoher Formatbandbreite und schnellen Formatwechseln. Bereits heute schrumpfen die Produktionszyklen aufgrund geringer Losgrößen auf wenige Minuten. Kurze Umrüstzeiten erhöhen die Produktivität. Produktvielfalt, schnelle Innovationszyklen, neue, funktionelle Verpackungen, Einhaltung höchster hygienischer Anforderungen bei Produktion und Verpackung, nachhaltige Herstellung und Transport – dies alles sind Erfolgsfaktoren, aber auch Herausforderungen für die Hersteller von Nahrungsmitteln, Getränken und pharmazeutischen Produkten. Neue Ideen generieren und gemeinsam mit den Herstellern von Verpackungsmaschinen Lösungen diskutieren – dazu bietet die interpack Processes and Packaging die perfekte Plattform. Ihre Vera Fritsche Interpack 2011 / Halle 5, Stand H38
Eine Herausforderung für die Maschinenbauer
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