Die Aspöck Systems GmbH mit Hauptsitz im oberösterreichischen Peuerbach ist auf die Herstellung und den Großhandel von elektrischen Beleuchtungs- und Verkabelungsanlagen für Kraftfahrzeuge und Anhänger spezialisiert. Zu den Kunden von Aspöck zählen namhafte Hersteller aus der Nutzfahrzeug-, Caravan- und Pkw-Anhängerbranche. Das kontinuierliche Wachstum und das Erreichen einer führenden Marktposition in Europa erforderten bei Aspöck denn auch ein Mitwachsen der IT. Um hier gut aufgestellt zu sein und nicht eines Tages nur noch die Schlussleuchten des hart umkämpften Zuliefer-Marktes zu sehen, entschied man sich bei Aspöck für die Anschaffung der eines Manufacturing Execution Systems (MES). Zum Einsatz kommt die Lösung Cronetwork der Industrie Informatik aus Linz. Komplettsystem ersetzt Lösungsinseln Hans Pühringer, Projektleiter bei Aspöck, beschreibt die Situation: \“Wir hatten vor Cronetwork ein selbst gestricktes Programm im Einsatz, das den neuen, ständig wachsenden Anforderungen und dem fortlaufenden Ausbau unserer Produktion nicht mehr standgehalten hat und so eine größere Zusatzprogrammierung nötig gemacht hätte.\“ Die Erwartungen bei Aspöck an das neue Manufacturing Execution-System waren klar definiert: Mehr Transparenz in der Fertigung und optimale Unterstützung der Fertigungsplanung. \“Wir wollten dazu eine durchgängige Personalzeiterfassung, wobei die Kapazitätsplanung in Echtzeit in die Produktionsplanung mit eingebunden sein sollte\“, kommentiert Hans Pühringer die Anforderungen an die neue Software. Den Ausschlag für die Anschaffung des neue MES gab dann die Möglichkeit, mit der Personalzeiterfassung verschiedene und sehr flexible Zeit- und Schichtmodelle bei Aspöck verwalten zu können, mit der Betriebsdatenerfassung für eine stark verbesserte Transparenz in der Fertigung zu sorgen und schließlich noch die nach Aussagen Pühringers \“hervorragende Planungsmöglichkeit für unsere vielen Montagegruppen\“. Besonders im Bereich der Montage, in dem auf Handarbeitsplätzen montiert wird, war beim oberösterreichischen Automobilzulieferer das Optimierungspotenzial hoch. Auftratgsstatus per Mausklick Durch das Manufacturing Execution-System kann bei Aspöck jederzeit per Mausklick nachvollzogen werden, wo und zu welchem Zeitpunkt ein Auftrag in Bearbeitung ist. Durch die Verbindung der Schichtplanung mit der Feinplanung steht die Personalkapazität für die Fertigungsplanung zur Verfügung. So beeinflussen Krankenstand oder Urlaubsgenehmigung die Durchlaufzeit der Aufträge. Das Feinplanungsmodul des MES übernimmt dazu laufend die Werkaufträge aus dem ERP-System Baan und gestattet so die anschließende, automatische Detailplanung unter Berücksichtigung von Auftragsnetzen. Mit Hilfe der Feinplanung werden auch Rüstzeitoptimierungen vorgenommen. Die Planung wird laufend mit aktuellen Daten aus der Produktion versorgt, wo von den Mitarbeitern der Fertigungsfortschritt inklusive der produzierten Menge über die Betriebsdatenerfassung der Industrie Informatik zurück gemeldet wird. Über ein integriertes Betriebsdatenprogramm des Linzer Herstellers werden auch Teammeldungen und Mehrmaschinenbedienung berücksichtigt. Zusätzlich nutzt Aspöck das Reporting-Tool \’Produktionsinfo\‘ des Software-Hauses zur Erstellung von individuellen und flexiblen Auswertungen. Umfangreiches Reporting-System für den Meister Inzwischen stellt die IT-Lösung über 70 Auswertungen wichtige Informationen für den Meister oder auch für Projektleiter Hans Pühringer zur Verfügung. Pühringer selbst schätzt bei dem Fertigunssystem besonders \“die Personalzeiterfassung mit Anbindung an das Aspöck-Lohnsystem LGA, die Auftragszeiterfassung sowie die sehr detaillierte Feinplanung. Dazu kommen Features wie die schnelle Personalzeitüberwachung und -steuerung, die deutlich bessere Transparenz von Arbeitsgängen und Aufträgen sowie die sehr bemerkenswerte Tatsache, dass wir bei einer Steigerung der Mitarbeiterzahl um 100 Prozent heute noch das gleiche Planungspersonal haben.\“ Um auch die Logistik an die ständig steigenden Anforderungen und an das Wachstum des Unternehmens anpassen zu können, entschloss sich Aspöck zudem ein automatisiertes Lagerleitsystem einzuführen, dass mit dem Manufacturing Execution-System verknüpft ist. Hierbei ermittelt die Feinplanung der Industrie Informatik die optimale Belegung der einzelnen Arbeitsplätze. Diese Belegungsreihenfolge für die Arbeitsplätze wird wiederum über das ERP-System dem Lagerverwaltungssystem zur Verfügung stellt. Dies ermöglicht einen Warentransport über das automatische Transportsystem vom Behälterpufferlager mit 3.300 Behältern zu den einzelnen Montagetischen entsprechend der in IT-System ermittelten Plantermine und Plan-Arbeitsplätze. An insgesamt 25 Montagearbeitsplätzen werden von den jeweils vier bis zu sechs Mitarbeiterinnen die Aspöck-Leuchten endmontiert und geprüft. Hans Pühringer erläutert abschließend: \“Mit cronetwork steuern wir so seit 2007 über 1.500 Behälter, die pro Tag in der Fertigung im Umlauf sind, und fertigen über 2.000 Aufträge pro Woche. Und überhaupt: Wir sind mit der MES-Lösung der Industrie Informatik einfach sehr, sehr gut aufgestellt – heute, morgen und übermorgen.\“ Kasten: Kurzporträt: Aspöck Systems GmbH Die Aspöck Systems GmbH ist auf die Herstellung und den Großhandel von elektrischen Beleuchtungs- und Verkabelungsanlagen für Kraftfahrzeuge und Anhänger spezialisiert. Die Firma wurde im September 1977 von Felix Aspöck gegründet, erste Lichtanlagen für landwirtschaftliche Fahrzeuge wurden damals noch im Keller des Wohnhauses gebaut. Im Jahr 1981 wurde die erste eigene Produktionsstätte in Peuerbach errichtet und 1983 das Aspöck-Stecksystem entwickelt. Das stetige Wachstum und der große Geschäftserfolg des Unternehmens zwangen zum kontinuierlichen Ausbau der Produktion, des Lagers und der Verwaltung am Betriebsstandort in Peuerbach. Dazu kommen Tochtergesellschaften in Deutschland, Portugal, Spanien, Frankreich und Brasilien. Zu den Kunden von Aspöck zählen namhafte Hersteller der Nutzfahrzeug-, Caravan- und Pkw-Anhängerindustrie.
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