Bisher hatte sich das Unternehmen vor allem als Pionier in Sachen AS-Interface einen Namen gemacht. So trug beispielsweise der erste zertifizierte AS-i-Master anno 1995 den Schriftzug von Bihl+Wiedemann. Inzwischen aber gelten die Mannheimer in der Branche auch als universeller Sicherheits-Spezialist. Für Geschäftsführer Jochen Bihl ist dies absolut kein Widerspruch, sondern logische Konsequenz: \“Wenn es um maßgeschneiderte Sicherheit geht, erwarten unsere Gesprächspartner konkrete technologische Antworten auf konkrete technologische Fragen. Dass die meisten unserer Konzepte auf AS-i Safety basieren, ist für sie im Grunde nur bei Applikationen interessant, die auch im Standardbereich mit AS-Interface laufen, weil sich dann natürlich zusätzliche Einsparpotenziale ergeben. Für alle anderen Kunden geht es aber nicht um Systeme, sondern um Lösungen. Ob die nun mit AS-i, BS-i oder CS-i am besten funktionieren, ist dem Anwender letztlich völlig egal. Für ihn zählt unterm Strich nur, dass wir für fast jede Anlage das richtige Sicherheitskonzept haben.\“ Für große, verzweigte Anlagen: Sichere Querkommunikation über Ethernet Sowohl in der Fabrik- wie in der Prozessautomatisierung nimmt der Trend zu immer komplexeren, verzweigteren Anwendungen weiter an Fahrt auf. Zu den besonderen Herausforderungen im Safety-Bereich gehört deshalb die möglichst effiziente Kopplung sicherer Netze. Die bisher gebräuchlichen Lösungen zur Kopplung waren beispielsweise potenzialfreie Kontakte oder der Weg direkt über AS-Interface. Sie alle hatten aber eine Kehrseite: Im einen Fall war es die relativ aufwändige Verdrahtung, im anderen die Tatsache, dass pro Gateway ein AS-i-Kreis für die sichere Kopplung verloren ging. Zur SPS/IPC/Drives 2011 in Nürnberg hat Bihl+Wiedemann dafür eine einfache und vor allem erfreulich kostengünstige Lösung vorgestellt: die sichere Querkommunikation über die Ethernet-Diagnoseschnittstelle der aktuellen Gateway-Generation mit integriertem Sicherheitsmonitor. Damit lassen sich im Maximalausbau bis zu 1922 sichere zweikanalige Eingangssignale einsammeln sowie sichere Ausgänge zentral oder dezentral ansteuern. Die Geräte tauschen die Ein- und Ausgangsdaten aller beteiligten Maschinen permanent automatisch miteinander aus und stellen sie dem jeweiligen Programm zur Verfügung. Insgesamt können auf diese Art bis zu 31 der neuen Gateways mit integriertem Sicherheitsmonitor miteinander gekoppelt werden, ohne dass an irgendeiner Stelle Leistung verloren geht sowie ohne Einsatz zusätzlicher Hardware. Diese schlanke Lösung ist nicht nur für die immer umfangreicheren reinrassigen Sicherheitsanwendungen wie zum Beispiel im Bereich Maschinenbau interessant. Großes Einsparpotenzial bietet sich vor allem auch für Anwender, die von einem entscheidenden System-Vorteil von AS-Interface profitieren wollen: der Übertragung sicherer und nicht-sicherer Signale auf ein und derselben Denn natürlich nimmt die Anzahl der einzubindenden Slaves bei der Kombination von Standard AS-i mit AS-i Safety zu. Für mittelgroße Anlagen: Gateways mit integriertem Sicherheitsmonitor Auch im weitläufigen Mittelfeld der Safety-Applikationen, bei Anlagen mit zehn bis 100 sicheren Ein- und Ausgängen, steigen die Anforderungen an die Effizienz seit Jahren kontinuierlich an. Die Sicherheitskonzepte von Bihl+Wiedemann bieten sowohl gegenüber herkömmlichen Sicherheitsrelais sowie im Vergleich zu sogenannten Safety-Controllern einige Vorteile. Die beiden wichtigsten Pluspunkte der Gateways mit integriertem Sicherheitsmonitor, die pro Gerät bis zu 62 sichere Signale einsammeln und auswerten können, sind der geringe Verdrahtungsaufwand und die Anbindungsfähigkeit an die gängigen Systeme der Automatisierung. Im Schaltschrank können die sicheren Kleinsteuerungen in punkto Verkabelung zwar fast mithalten – im Feld jedoch müssen sie aufwändig konventionell verdrahtet werden. Bei den sicheren Komponenten von Bihl+Wiedemann genügt der direkte Anschluss an das berühmte gelbe Kabel. Dies bietet nicht nur bei der Erstinstallation Vorteile, sondern auch bei späteren Erweiterungen oder Umbauten der Anlage. Denn während beim Einsatz von Safety-Controllern bei jeder kleinen Veränderung zusätzliche Leitungen verlegt und gegebenenfalls alte Verdrahtungen entfernt werden müssen, heißt es bei dieser Lösung: Abklemmen, anklemmen, fertig. Für die Anbindung an andere Automatisierungssysteme dienen die Kommunikationsstandards Profibus, Profinet, Profisafe, Ethercat, sercos, EtherNet/IP sowie Modbus über Ethernet. Mit Hilfe erweiterter Diagnosefunktionen, kompletter Abschalthistorie und detaillierter Zustandsinformationen über alle Komponenten des Herstellers kann die übergeordnete Steuerung schnell auf Fehlerfälle reagieren und damit Stillstandszeiten verkürzen. Aber nicht nur der Maschinenverfügbarkeit, auch der Sicherheit selbst kommt das partnerschaftliche Miteinander zugute: Denn die sensiblen Safety-Daten werden ohne aufwändige Parametrierung automatisch und in Echtzeit an die Standardsteuerung übermittelt, die dann beispielsweise das kontrollierte Herunterfahren einer Anlage einleiten kann, bevor sie von der Sicherheitstechnik komplett spannungsfrei geschaltet wird. Für kleine Anlagen: Safety Basis Monitor mit abschaltbarem Master
Einsparpotenziale in der Sicherheitstechnik Die Koordinaten der Effizienz
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