Die skalierbare Leistung der PacDrive-3-Controller wird nach oben nochmals erweitert: Die Obergrenze von bisher maximal 99 synchronisierbaren Servoachsen bzw. 30 Robotern erhöht sich auf 255 Sercos-Teilnehmer bzw. maximal 254 Servoachsen bei 1ms Zykluszeit. Zwei geplante neue Steuerungen am unteren Ende des Leistungsspektrums sollen durch eine feinere Skalierbarkeit die wirtschaftliche Attraktivität von PacDrive für einfache Maschinen mit ein bis acht Servoachsen erhöhen. Mit Sercos III ist für PacDrive-Applikationen erstmals eine durchgängig Ethernet-basierte Kommunikationslösung realisierbar, sowohl für die Antriebs- als auch für die Feldbus-Kommunikation. Sercos III ebnet daneben den Weg für eine Integration der sicherheitsgerichteten Automation in die Standard-Automation. Lexium LXM 62 ist das komplett neue Multi-Servo-Drive-Konzept von PacDrive 3. Es wird im nächsten Schritt um die bereits von PacDrive M her bekannten iSH-Servomodule – Servomotoren mit integriertem Regler und zentralem Netzteil – und durch neue Stand-alone-Servoregler der Serie Lexium LXM 52 ergänzt. Bei Lexium LXM 62 sind Servoregler für jeweils eine (Single Drives) oder zwei Servoachsen (Double Drives) an zentrale Netzteile angeschlossen. Mit Lexium LXM 62 sind kostengünstig kompakte Mehrachslösungen realisierbar. Besonders die Double Drives erbringen beträchtliche Vorteile. Single Drives sind das Mittel der Wahl, wenn ungeradzahlige Konstellationen erzeugt werden sollen. Steckbare Anschlüsse sowie die frontseitige Integration der Drives in die Netzversorgung bzw. in den Zwischenkreis durch Schieber statt über Backplane senken darüber hinaus Montagekosten. Lexium-LXM-52-Servoverstärker mit integrierten Netzteilen bieten als Alternative zu dem Multi-Servo-Drive-Konzept Lexium LXM 62 bei kompakten Anwendungen mit wenigen Servoachsen einen Ansatz für wirtschaftlich optimierte Servolösungen. Neues Engineeringtool SoMachine Motion ist das neue Tool für den gesamten Engineering-Prozess mit PacDrive 3, bis hin zu Inbetriebnahme und Diagnose (Vgl. auch SPS-MAGAZIN 10, S. 31ff.). SoMachine Motion fasst Werkzeuge für Motion Design und Antriebsauslegung, Programmentwicklung, HMI-Applikation, für Inbetriebnahme, Diagnose und Daten-Handling zusammen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird darüber hinaus ein Tool für die sicherheitsgerichtete Automation integriert. Das zentrale Tool von SoMachine Motion zur Software-Entwicklung basiert bereits auf CoDeSys V3, dessen besonderes Merkmal die Möglichkeit der objektorientierten Programmierung ist. EDesign, das geplante zentrale Element für eine neue Form der grafischen Strukturierung von Maschinenfunktionen, wird einen weiteren Beitrag zur Reduktion der Komplexität im Software-Engineering leisten. Ein großer Schritt nach vorne für ein effizientes Engineering ist das Multiuser-Konzept mit gemeinsamer Datenbasis: Alle Entwickler eines Maschinenprogramms können am gleichen Software-Projekt arbeiten. Kein umständliches Versions-Management und kein unnötiger Abstimmungsaufwand behindern die Team-Arbeit. Entwicklungsprojekte von Maschinen, die mit PacDrive M automatisiert wurden, können mit SoMachine Motion konvertiert werden. Es besteht daher Software-seitig volle Rückwärtskompatibilität. Geleistete Arbeit bleibt erhalten, im Rahmen modularer Maschinenkonzepte entwickelte Software bleibt auch bei einem Wechsel auf PacDrive 3 wiederverwendbar. Das für PacDrive 3 vorgesehene Safety-Konzept soll alle Bereiche abdecken: Die Sicherheits-SPS kommuniziert über Sercos III mit Komponenten der Automatisierungslösung, ohne zusätzlichen Bus oder Einzelverdrahtung. Sicherheitsrelevante Signale können über sichere Klemmen in die Sercos-III-Kommunikation integriert werden. Für die Entwicklung von Software für die sicherheitsgerichtete Automation wird der Editor eines führenden Anbieters von bereits zertifizierten sicherheitsbezogenen Software-Komponenten gemäß IEC61508 bis SIL3 in SoMachine Motion integriert. Komplettlösungen Durch Interoperabilität zwischen PacDrive 3 und dem Portfolio von Schneider Electric bestehen die Voraussetzungen, Maschinenbau und Konsumgüterindustrie durch Komplettlösungen aus einer Hand zu überzeugen. Als einer der weltweit am breitesten aufgestellten Automatisierer und Elektroausrüster verfügt Schneider Electric über ein umfangreiches Programm an Erfassungssystemen und Sensoren sowie an elektrischer Standard- und Hilfsausrüstung für den Bau von Maschinen, Linien und ganzen Produktionsanlagen: Strom- und Spannungsversorgungen, Montage- und Verdrahtungssysteme Nieder- und Mittelspannungstechnik, Befehls- und Meldegeräte. Auf der Software-Seite sind mit den Citect-Produkten auch Scada- und MES-Lösungen realisierbar. Fazit Ziel von PacDrive war es damals wie heute, steigenden Kosten im Maschinenbau sowohl beim Engineering als auch bei der Montage und Inbetriebnahme entgegenzuwirken. Mit der neuen Version wurden hierzu bewährte Methoden auf neueste Technologie übertragen. SPS/IPC/Drives: Halle 4, Stand 310
Elau bringt Nachfolger: Markteinführung von PacDrive 3
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Inland schwach
Für den Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland war der April ein Monat mit gemischter Botschaft.
-
Strukturwandel im Mittelstand: Industriesektor schrumpft
Der deutsche Mittelstand hat sich in den Jahren seit 2010 tiefgreifend verändert.
-
Neuer CEO bei Siemens Electrical Products
Siemens hat Markus Grabmeier mit Wirkung zum 1. Juni zum neuen CEO der Business Unit Electrical Products (EP) bei Smart Infrastructure ernannt.
-
Wie ein Copilot die Wartung von S5- und S7-Steuerungen vereinfacht
KI für Bestandsanlagen
In vielen Fabriken laufen ältere Maschinen mit S5- oder klassischen S7-Steuerungen nach wie…
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Neue Vorstandsvorsitzende der ABB in Deutschland
Der ABB-Aufsichtsrat hat Rosa Meckseper (Bild) zur neuen Vorstandsvorsitzenden der ABB AG bestellt.
-
Elektroexporte: Deutlicher Anstieg im ersten Quartal um 10,3%
Die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind im März erneut gestiegen: Mit…
-
Messtechnikzubehör
DataTec erweitert Portfolio um Signalzugriffs- und Verbindungslösungen
DataTec baut sein Angebot im Bereich Messtechnikzubehör aus und vertreibt künftig im DACH-Raum…
-
Energieführung für Industrieroboter
Freitragende Energiekette für 600°-Robotikbewegungen
Mit einer neuen freitragenden Variante der Twisterchain präsentiert Igus eine Energieführung für kompakte…
-
Philip Harting erneut in engeren ZVEI-Vorstand gewählt
Philip Harting bleibt Teil des engeren Vorstands des ZVEI.
-
Erfolgreiche Premiere von Eplan Next2026
Eplan Next2026 – das waren zwei Tage geballter Informationen rund um das Thema…
-
Messgerät
Kalibrator und Präzisionsmultimeter in einem Gerät
Mit der neuen Metracal CM Serie kombiniert Gossen Metrawatt Kalibrator und Präzisionsmultimeter in…
-
Künstliche Intelligenz
KI-Agent unterstützt weltweiten technischen Service
Mit dem KI-Agenten ‚Karl‘ erweitert Neugart sein digitales Serviceangebot um einen weltweit verfügbaren…
-
Zentrale Überwachung von Profibus- und Profinet-Netzwerken in einer einzigen Anwendung
Monitoringlösung unterstützt jetzt auch Profinet
Mit PlantPerfect Monitor 2.00 erweitert Softing Industrial Automation seine Monitoringlösung um Profinet-Unterstützung.
-
Eplan
Smart Sourcing verbindet Elektrokonstruktion und Beschaffung
Mit Eplan Smart Sourcing stellt Eplan eine neue Software zur intelligenten Verknüpfung von…
-
Workshop ebnet produzierenden Unternehmen den Weg zur Smart Factory
KI in der Praxis
Smart Manufacturing verlangt nach konkreten Projekten. Ein Workshop zeigt praxisnahe Wege zur Smart…
-
Bomag standardisiert die Elektrokonstruktion von mobilen Arbeitsmaschinen
Der Kabelbaum als digitaler Zwilling
Kabelbäume zählen zu den aufwendigsten Baugruppen mobiler Maschinen – und entstehen in vielen…
-
Modulare I/O-Systeme werden zur Architektur hinter moderner Produktion
Vom Anschlusspunkt zur Dateninfrastruktur
Industrielle Steuerungssysteme werden nicht mehr durch zentralisierte Logik und starre Architekturen bestimmt, sondern…
-
Führungswechsel bei der OI4 Alliance
Die Open Industry 4.0 Alliance stellt seine Führung um: Ab Juli übernimmt Michael…
-
Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 1,2% gestiegen
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen…
-
Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht
8,1% der Unternehmen in Deutschland sehen den eigenen Fortbestand gefährdet.
das könnte sie auch interessieren
-
Integrierte Kompaktantriebe ermöglichen schaltschranklose Maschinen
Es geht auch ohne Einspeisemodul
-
Cobots bringen mehr Effizienz in die EMS-Fertigung
Bestückung neu gedacht
-
Neue Ansätze und Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik
Mehr als nur nachhaltig
-
Assistenz für reproduzierbare Fertigungsschritte
Digitale Ordnung statt Papierstapel
















