Viele Unternehmen, speziell die energieintensiven haben schon länger das Thema \’Energieeffizienz\‘ auf der Tagesordnung, aber auch die nicht energieintensiven beschäftigen sich immer mehr mit dem Thema. Dies liegt sicherlich auch an den Fördermöglichkeiten beim Nachweis von Energieeinsparungen. Trotz all dieser Anreize sollte das Energiemanagement nicht nur eine Momentaufnahme sein, sondern als kontinuierlicher Verbesserungsprozess betrachtet werden. Denn nur so leisten wir einen Beitrag zu Sicherung des Klimas und der natürlichen Energie-Ressourcen. Actemium als systemunabhängiger Dienstleister bietet Methoden und Tools zum Thema Energieeffizienz im Unternehmen an, die nachfolgend beschrieben werden. Quick-Scan Bei der Einführung von Energieeffizienz im Unternehmen muss zunächst das Unternehmen energetisch untersucht werden. Dies geschieht mittels eines Energie-Quick-Scans. Bestandteil des Quick-Scans ist die Erfassung der Energiedaten des Unternehmens und eine Besichtigung der Produktionsstätte. Vor der Besichtigung werden mit Hilfe eines Energie-Fragebogens die aktuellen Energiedaten erfasst. Hierzu gehören die Verbrauchszahlen, der Vertragszahlen, aber auch eine Übersicht der Verbraucher, und natürlich die an der Produktion beteiligten Komponenten/Anlagenteile. Da jede Branche über unterschiedliche Energiemedien und Produktionsanlagen verfügt, hat Actemium für unterschiedliche Branchen entsprechende Fragebögen entwickelt. Nach einer ersten Auswertung des Fragebogens wird die Produktionsstätte aus energetischer Sicht begangen. Es werden Energieeinspeisungen, Energieumwandlungen und Energiebenutzung untersucht. Den Abschluss des Energie-Quick-Scans bildet der Energie-Quick-Scan-Bericht. Hier werden die erfassten Daten aus dem Fragebogen und der Besichtigung zusammengefasst und erste grobe Einsparpotentiale beschrieben. Deep-Scan Zur Umsetzung der aufgezeigten Energieeinsparpotentiale wird eine Investitionsrechnung benötigt, die auch eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung beinhaltet. Private Unternehmen fordern oft ein ROI von unter vier Jahren, was in der Investitionsrechnung nachgewiesen werden muss. Um diese Informationen liefern zu können ist eine genaue Untersuchung, der Deep-Scan, erforderlich. Grundlage des Deep-Scans sind die Eindrücke und Informationen, die im Quick-Scan gewonnen wurden. Beim Deep-Scan werden maximal zwei Optimierungspotentiale aus dem Quick-Scan bestimmt, die nun genauer untersucht werden. Wichtigster Bestandteil der Untersuchung ist eine Langzeit-Datenerfassung, die genaue Informationen über das energetische Verhalten der Produktionsanlage und der Bediener liefern soll. Nach Abschluss der Langzeit-Messungen werden die Daten analysiert und ein entsprechendes Konzept zur Umsetzung der Energieeffizienz im Unternehmen erstellt. Eine weitere Möglichkeit neben der energetischen Analyse des Unternehmens ist die Transparenz der aktuellen Energieverbräuche für alle Beteiligten der Produktion. Hier bietet sich die Einführung eines Energiedatenmanagementsystems an. Mit der Erfassung und Darstellung der aktuellen Energieverbräuche sind schon Einsparungen von 2 bis 3% des Jahresenergieverbrauches möglich. Wichtig bei der Realisierung dieser Datenerfassung ist die installierte Messsensorik. Ob Stromzähler, Druckluftverbrauchszähler, Gaszähler oder Wärmemengendurchflusszähler, es ist wichtig zu entscheiden, wo und wie viel Sensorik installiert werden soll. Wie detailliert sollen die Daten erfasst und angezeigt werden? Wie soll die Darstellung der Energiedaten vorgenommen werden? Hier bieten sich bereichsbezogene Energie-Cockpits an. Denn ein Anlagenbediener wird andere Daten benötigen als ein Produktionsleiter, oder ein Geschäftsführer. Es ist notwendig, zu Beginn die Vorstellungen festzulegen und entsprechende Lösungswege zu beschreiben, bevor die Realisierung umgesetzt wird. Ein Energiedatenmanagement hat neben der Transparenz der Energiekosten und der Sensibilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich Energieeinsparungen weitere Vorteile. So bildet es die Grundlage für die Einführung der DIN EN 16001 (Energiemanagementsystem). Diese Norm beschreibt den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Energieeinsparung. Mittels der Norm werden Energieeinsparungs-Maßnahmen identifiziert. Nach einem Jahr werden die Maßnahmen auf Umsetzung geprüft und gegebenenfalls weitere Maßnahmen festgelegt. Die Bundesregierung überlegt im aktuellen Energiekonzept, die Umsetzungsmaßnahmen innerhalb der DIN 16001 mit entsprechenden Förderungen zu versehen, als zusätzlichen Anreiz für die Unternehmen. Weitere Möglichkeiten eines Energiedatenmanagementsystems sind die Bildung von Kennzahlen für das eigene Unternehmen. So machen Unternehmen das Energieaufkommen vergleichbar. Sei es mit dem letzten Jahr oder mit der letzten Produktion der gleichen Produktionsart. Zukünftig werden auch Energieverbräuche und CO2-Ausstoß pro Produktionseinheit immer wichtiger, denn auch der Verbraucher fordert diese Informationen. In den Unternehmen, die mit ihren Energieversorger Verträge bezogen auf maximale Bezugsgrenzen abgeschlossen haben, kann eine Überlegung hinsichtlich eines Lastmanagements notwendig werden. Auch hier liefert das Energiedatenmanagementsystem die nötigen Daten. Lediglich das Abschalten von Verbrauchern, sei es manuell oder automatisch, muss implementiert werden. Zu guter Letzt bietet eine Energiedatenerfassung notwendige Daten als Basis für zukünftige energetische Entscheidungen und Investitionen. Fazit Nicht jedes Unternehmen kennt seinen genauen Energieverbrauch, aber diese Übersicht zu bekommen, lässt sich einfach umsetzen. Die Kosten hierfür lassen sich durch den reduzierten Energieverbrauch einsparen.
Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil
-
Erfolgreiches Omlox-Plugfest
Auf dem Omlox-Plugfest prüften 21 Experten aus neun Unternehmen zwölf verschiedene Omlox-Komponenten, darunter UWB-Infrastruktur, Ortungstags, ergänzende Positionierungstechnologien, Omlox-Hubs und industrielle Softwareanwendungen.
-
Energy-Monitoring für nachhaltige Umgebungen
Plug&Play-Energieüberwachung
Facility-Management-Systeme (FMS) ermöglichen die Echtzeitmessung/-überwachung des Energieverbrauchs für die Kostenoptimierung. Sie unterstützen erweiterte Diagnosen und ermöglichen schnelle Reaktionen auf Änderungen und betriebliche Anforderungen. Aber: Bestehende FMS-Lösungen sind nicht…
-
Philip Harting verstärkt VDMA-Hauptvorstand
Der VDMA hat Philip Harting in den Hauptvorstand aufgenommen.
-
Schwere Industriesteckverbinder bei der Montage und Inbetriebnahme
Schneller verbunden, schneller produktiv
Mit welchen Herausforderungen sieht sich der Maschinen und Anlagenbau konfrontiert und welchen Beitrag können Steckverbinder bei der Lösung leisten? Einfache, standardisierte und möglichst automatisierbare Verbindungsprozesse werden zum entscheidenden…
-
Antriebstechnik
Hybridleitungen reduzieren Aufwand, Kosten und Störanfälligkeit
Antriebssysteme sollen heute kompakt, leistungsfähig und zuverlässig sein. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Verkabelung, Montage und Betriebssicherheit. Hybridleitungen bündeln Energie- und Datenübertragung in einem Kabel, reduzieren den Aufwand…
-
DataTec verzeichnet 9% mehr Aufträge
DataTec hat das Geschäftsjahr 2025/2026 in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich abgeschlossen.
-
NIS-2 in fünf Schritten strukturiert und pragmatisch umsetzen
So gelingt das Setup
Cyberangriffe auf industrielle Systeme sind längst keine Ausnahme mehr. Produktionsanlagen, Steuerungen und vernetzte…
-
Design, Produktsuche und Beschaffung auf einer Plattform
Nachschlagewerk für Automatisierer
Wer als Maschinen- oder Anlagenbauer schnell die richtigen Komponenten finden, Schaltpläne skizzieren und…
-
Elektroexporte wachsen etwas langsamer
Mit Warenlieferungen im Wert von 20,7Mrd.€ verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie auch…
-
Virtuelle SPS: Reif für die Praxis?
Lange galt die virtuelle SPS als Zukunftsvision. Inzwischen sehen viele Hersteller sie als…
-
IIoT und Cloud-Visualisierung
Sensordaten sicher erfassen und weltweit visualisieren
Edge Computing und Cloud-Technologien verändern den Umgang mit Produktionsdaten. Maschinen- und Sensordaten lassen…
-
Interview auf dem Eplan Next26
Wie KI, Daten und Plattformen die Elektrokonstruktion verändern
Auf dem Event Eplan Next26 in München standen die Zukunft des Engineerings, künstliche…
-
Stromversorgung außerhalb des Schaltschranks
Netzteilreihe mit Schutzart IP67
Mit der neuen Netzteilreihe S8NR bringt Omron robuste Netzteile mit Schutzart IP67 auf…
-
Prof. Dr.-Ing. Volker Stich ins VDI-Präsidium gewählt
Prof. Dr.-Ing. Volker Stich wurde mit Wirkung zum 1. Juli in das Präsidium…
-
Intelligentes Transportsystem sorgt für mehr Flexibilität beim Labeling
Digitaldruck in sechs Freiheitsgraden
Herkömmliche Druckverfahren mit Kunststoff- und Papieretiketten sind mit langen Rüstzeiten, häufigen manuellen Eingriffen…
-
Ansatz für nachhaltige Produktentwicklung
Neue Kategorie der Weltdarstellung
Die 3D Univ+rses sind eine neue Kategorie der Weltdarstellung, entwickelt von Dassault Systèmes.…
-
Hochmanövrierfähige Fahrzeugplattform mit Hebeeinrichtung
Omnidirektional
Weiterentwicklungen in der Handhabungs- und Montagetechnik steigern den Grad der automatisierten Produktion. Effiziente…
-
Schwarz Digits eröffnet neuen Campus
Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, hat ihren neuen Campus…
-
Update-Management für vernetzte Maschinen
Aus Pflicht wird Potenzial
Vernetzte Maschinen müssen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg aktualisiert werden und Hersteller müssen…
-
Geräteschutz und digitale Transparenz verbinden
IIoT-Framework
Mit dem IIoT-Framework Caparoc erweitert Phoenix Contact die Kommunikationsmöglichkeiten des gleichnamigen Geräteschutzschalter-Systems um…
-
Für den Maschinen- und Anlagenbau
Robuste Wellschläuche
In der automatisierten Fertigung müssen Kabelschutzschläuche von Maschinen, Bearbeitungszentren und CNC-Anlagen vielfach hohe…
-
Für effizienteres Kabelmanagement Mehrfachdurchführungen
Mit den robusten Kabeldurchführungen der Serie MCE Pro und dem modularen System MCE…
-
Cybus beruft Stefan Schwab zum Co-CEO
Cybus hat Stefan Schwab mit Wirkung zum 1. Juli zum Co-CEO berufen.
-
Spatenstich für Hummel-Werkserweiterung
Mit einem symbolischen Spatenstich hat Hummel das offizielle Startsignal für die geplante Werkserweiterung…
-
Mit 3 Metern Reichweite
Kompakte Ultraschallsensoren
Mit den Ultraschallsensoren U1KM in Miniaturbauform erweitert Wenglor sein Portfolio um eine Lösung…
das könnte sie auch interessieren
-
-
-
Edge, Cloud und Cybersecurity in der Praxis
IIoT im Realitätscheck: Warum Vernetzung heute anders gedacht wird als 2020
-
Funktionale Sicherheit
SIL3 auf dem Touchscreen: Wie sichere HMIs die Bedienung neu denken
















