Der Gesamtumsatz der Bildverarbeitung in Europa wuchs 2011 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 15%. Regional wurde der stärkste Umsatzanstieg im vergangenen Jahr in Asien verzeichnet. 22% des Gesamtumsatzes der europäischen Bildverarbeiter wurde im vergangenen Jahr in dieser Region generiert. Exporte in asiatische Länder gingen vor allem nach China, Japan, Südkorea und Taiwan und übertrafen wieder einmal den Umsatz mit Nord- und Südamerika. Indien war erstmals mit einem nennenswerten Umsatz vertreten. Auch in Europa sowie in Nord- und Südamerika gab es im vergangenen Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum. Mit knapp 64% des Gesamtumsatzes blieb Europa mit Abstand der größte Markt für europäische Bildverarbeiter. Damit wurde jedoch erstmals mehr als ein Drittel des gesamten Umsatzes durch Exporte in Länder außerhalb Europas realisiert. Industrie investitionsfreudig Der anhaltende weltweite wirtschaftliche Aufschwung hat dazu geführt, dass die Nachfrage von Kunden aus traditionellen Fertigungsindustrien nach Bildverarbeitungstechnologie auch im vergangenen Jahr stark zugenommen hat. Zweistellige Umsatzanteile wurden mit dem Verkauf von Systemen an die Automobilindustrie, die Container- und Verpackungsindustrie sowie die Halbleiterindustrie realisiert. Der Systemumsatz mit allen nicht-industriellen Kundenbranchen stieg mit über 24% sogar überdurchschnittlich (Bild 1). Benelux: High-Tech-Schlüsselregion Mit Benelux widmet die aktuelle EMVA-Studie erstmals nicht einem einzelnen Land ein eigenes Kapitel, sondern beleuchtet die Bildverarbeitungsindustrie einer Region. Der \’Länderreport\‘ Benelux zeigt einen dynamischen Bildverarbeitungsmarkt in einer technologieaffinen Region mit einem Markvolumen von annähernd 300Mio.E. Eine vergleichbare Bildverarbeitungskompetenz quer durch alle Disziplinen, von Komponentenherstellern über ein flächendeckendes Forschungsnetzwerk bis hin zu High-end-Applikationen, wird sich auf einem so dichten geographischen Gebiet in Europa schwerlich finden. Trends und Konjunkturausblick Die Herausforderungen für Bildverarbeiter dürften sich zukünftig wandeln, vom generellen Trend des \’schneller\‘, \’präziser\‘, \’billiger\‘ und \’robuster\‘ hin zu einer stärkeren Integration mit einfacheren und mehr automatisierten Lösungen. Im industriellen Bereich werden mehr Komplettlösungen nachgefragt, welche von Spezialanbietern für bestimmte Bereiche individuell angepasst werden. Gleichzeitig ist der Markt für Universalprodukte auf dem Vormarsch, die zunehmend von Distributoren vertrieben werden. 3D wird weiter an Bedeutung gewinnen, insbesondere 3D-geführte Roboter sind ein Innovationstreiber. Konjunkturell zeigt die Weltwirtschaft deutliche Anzeichen einer Abkühlung. Das wird auch an der Bildverarbeitungsindustrie nicht vorübergehen. Dennoch wird sich der Automatisierungstrend fortsetzten. Auch nichtindustrielle Anwendungen werden den Absatz von Bildverarbeitungsprodukten stützen. Allerdings wird der Branchenumsatz 2012 gegenüber 2011 in den wichtigsten geografischen Regionen Europa, Asien sowie Nord-, Mittel- und Südamerika nicht mehr zweistellig ausfallen. Die EMVA-Studie prognostiziert ein Gesamtwachstum des Umsatzes der europäischen Bildverarbeiter in 2012 von 6,4%.
Europäische Bildverarbeitung setzt Wachstumskurs fort
Nach der rasanten Erholung der Umsatzzahlen in 2010 haben Europas Bildverarbeiter weiter zugelegt und 2011 einen neuen Rekordumsatz aufgestellt, das zeigt die aktuelle Studie \’European Vision Technology Market Statistics\‘ der European Machine Vision Association (EMVA). Auch die Prognose fällt trotz erheblicher Risiken durch die Eurokrise positiv aus. Außerdem enthält die Studie erstmals ein Benelux-Kapitel.
EMVA European Machine Vision Association
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