Die industrielle Kommunikation wird häufig dort verwendet, wo raue Einsatzbedingungen herrschen. Der Anwender muss also bei der Komponentenauswahl neben den übertragungstechnischen Eigenschaften auch die Umgebungsbedingungen berücksichtigen: \’Findet der Einsatz innerhalb oder außerhalb des Schaltschranks statt?\‘ und \’welche Anforderungen gibt es hinsichtlich Schirmung und Potential-Ausgleich?\‘ Diese Faktoren beeinflussen die Zuverlässigkeit des Netzwerks in hohem Maße. Besteht kein ordnungsgemäßes Potential-Ausgleichssystem oder erzeugen EMV-Einflüsse unzulässige Störungen, sind optische Verbindungen die bessere Wahl. Wenn Anwender für jede Situation aus einem umfangreichen Produktportfolio eines einzigen Lieferanten eine passende Lösung zusammenstellen können, ergeben sich daraus viele Vorteile. Feldkonfektionierung bei Kupfer-basierten Systemen Unabhängig vom Steckverbinder-System setzen sich die verschiedenen Schnellanschluss-Techniken – wie Quick-on, Piercecon, oder auch Federkraft – mehr und mehr durch. Sie verdrängen Crimp- und Löt-Anschlussarten und den klassischen Schraubanschluss. Da es sich bei kupferbasierten Ethernet-Systemen um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit einer Gesamtlänge von maximal 100m und mehreren Steckstellen handelt, ist die sichere und wirtschaftliche Konfektionierung ein Muss. Auch hier bietet Phoenix Contact geeignete Lösungen: Für die kupferbasierte Standard-Installation eignen sich die Steckverbinder RJ45-Quickon, M12-Quickon mit einer Übertragungsrate von 1Gigabit pro Sekunde oder die 10Gigabit-Highspeed-Steckverbinder mit Piercecon- und Quickon-Anschluss (Bild 2). Die Schnellanschluss-Technik ermöglicht eine wirtschaftliche und sichere Installation ohne spezielle Werkzeuge. Der Einsatzbereich erstreckt sich über alle industriellen Ethernet-Übertragungen – von Ethernet-basierten Feldbussen wie Profinet und Ethernet/IP bis hin zu 10Gigabit-Ethernet. Mit LWL schnell ins Feld Der SCRJ-Steckverbinder von Phoenix Contact ist der erste Lichtwellenleiter-Steckverbinder in den Schutzarten IP20 und IP67, der sicher und schnell im Feld konfektioniert wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei der die Faserart um Polymerfasern, Hard Clad Silica oder Glasfaser handelt – das richtige Werkzeug ermöglicht auch bei sensiblen Techniken einen problemlosen Anschluss. POF – Polymerfaser Die Polymerfaser wird für die industrielle Fast-Ethernet-Verkabelung mit Übertragungslängen bis 50m eingesetzt, sie findet sich daher oft im maschinennahen Umfeld. Mithilfe des Cut-Tool, einem von Phoenix Contact neu entwickelten Werkzeug, können Polymerfasern im SCRJ-Steckverbinder sicher und wirtschaftlich angeschlossen werden (Bild 3). Nachdem die Leitung vorbereitet ist, werden beide Fasern mit dem Werkzeug auf die gleiche Länge gebracht und einzeln weiterverarbeitet. Ein speziell entwickeltes Messer schneidet die Stirnfläche so präzise, dass nicht weiter nachgearbeitet werden muss. Auch das exakte Ablängen der einzelnen Adern für die Montage in der Ferrule wird mithilfe des Tools mit wenigen Handgriffen erledigt. Abschließend wird je nach Steckverbindertyp nur noch das Gehäuse montiert. Das Cut-Tool kommt mit allen SCRJ-Steckverbindern zurecht: IP20, IP67 Flügelstecker oder IP67 Push-Pull. Auch die klassischen vorkonfektionierten Leitungen ermöglichen eine sichere und schnelle Installation im Feld. Hard Clad Silica – HCS Auch für die HCS-Fasern ist ein entsprechendes Werkzeug zur Konfektionierung im Feld verfügbar. Zum Einsatz kommen hier die Steckverbindertypen F-SMA und SCRJ für 660 nm- sowie der Typ B-FOC für 850 nm-Geräte. Für alle marktüblichen Steckverbinder stehen passende Steckeraufnahmen zur Verfügung. Die Konfektionierungskoffer sind für einen reibungslosen Arbeitsablauf praxisgerecht bestückt. Nachdem die Leitung passend vorbereitet wurde, wird der Fasermantel abgesetzt, die Faser mittels speziellem Werkzeug – dem \“Cleavetool\“ – geritzt und kontrolliert gebrochen. Abschließend wird nur noch der Steckverbinder montiert. Glasfaser – GOF Für die Konfektion im Feld setzt Phoenix Contact bei SCRJ- und SC-Duplex-Steckverbindern auf das Klebeprinzip. Das Set beinhaltet alle Werkzeuge, die bei der Feldkonfektion erforderlich sind, in einer speziell angefertigten Werkzeugtasche. Auch unter erschwerten Arbeitsbedingungen lässt sich das Set sicher und einfach handhaben. Der Anschluss der Faser an die Steckverbinder ist dabei einfach gehalten: der Ferrulen-Body wird in das Werkzeug eingesetzt, die passend abgesetzte Faser wird mit Klebepulver versehen und nach kurzem Aufheizen der Ferrule in diese eingeführt. Alle Arbeitsschritte werden durch optische und akustische Signale vom Gerät angezeigt. Anschließend wird die Faser mithilfe des Werkzeugs mit hoher Präzision geritzt und gebrochen. Zum Schluss werden nur noch die Faserenden poliert. Bei allen Konfektionierungen – ob POF, HCS oder GOF – ist die Stirnflächen-Qualität entscheidend. Diese lässt sich mithilfe des Handmikroskops bestimmen, das im Set enthalten ist. Somit geht das Netzwerk sicher in Betrieb. Fazit Der Einsatz von High-Speed-Steckverbindern spielt in der industriellen Kommunikation eine entscheidende Rolle, denn sie sind das Bindeglied zwischen Feldbussystemen und Unternehmensnetzwerken. \“High-Speed\“ bezieht sich hier jedoch nicht nur auf die Datenrate von bis zu 10Gigabit pro Sekunde, sondern auch auf die Feldkonfektionierbarkeit. So können zukunftssichere Netzwerke mittels Quickon-, Piercecon oder SCRJ-Steckverbindern im Feld effizient errichtet werden. Kasten 1: 10 Gigabit – Warum Cat6A nicht gleich Cat6A ist Heute ist ein Channel vom Typ \“Class EA\“ die leistungsfähigste Verkabelung, die auf Basis der vorherrschenden RJ45-Technologie verfügbar ist. Der Channel ermöglicht nicht nur die Unterstützung für 10 Gigabit-Ethernet, er ist auch die Grundlage für eine lange Nutzungs- und Lebensdauer der Verkabelung sowie für eine hohe Betriebssicherheit. Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, auch bei der Feldkonfektionierung auf den aktuell höchstwertigen Standard Cat6A zu setzen – und für die Systemverkabelung die neuen, speziell entwickelten RJ45-Quickon- oder M12-Piercecon-Steckverbinder einzusetzen. Wenn Interoperabilität verlangt wird, muss die Entscheidung zugunsten Cat6A-Komponenten fallen: für Cat6A mit tief gestelltem A gemäß ISO/IEC. Denn Cat6A-Module gemäß EIA/TIA garantieren nicht die höhere Performance und die strengen Vorgaben der Class EA. SPS/IPC/Drives 2010: Halle 9, Stand 310
High-Speed-Steckverbinder Einfache und wirtschaftliche Konfektionierung im Feld
-
Modulare I/O-Systeme werden zur Architektur hinter moderner Produktion
Vom Anschlusspunkt zur Dateninfrastruktur
Industrielle Steuerungssysteme werden nicht mehr durch zentralisierte Logik und starre Architekturen bestimmt, sondern entwickeln sich zu dezentralen, datengesteuerten Systemen, die zunehmend davon abhängen, wie Informationen durch das System…
-
Vorsprung im Packaging
Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt Kosten – für innovative Lösungen und nachhaltige Produktionsprozesse.
-
Führungswechsel bei der OI4 Alliance
Die Open Industry 4.0 Alliance stellt seine Führung um: Ab Juli übernimmt Michael Riester (l.), Industrieexperte und seit 2019 Mitglied der OI4 Alliance, die Position des Managing Directors.
-
Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 1,2% gestiegen
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März gegenüber Februar saison- und kalenderbereinigt um 0,7% gesunken.
-
Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht
8,1% der Unternehmen in Deutschland sehen den eigenen Fortbestand gefährdet.
-
Anzeige
Vorsprung im Packaging
Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt…
-
Bomag standardisiert die Elektrokonstruktion von mobilen Arbeitsmaschinen
Der Kabelbaum als digitaler Zwilling
Kabelbäume zählen zu den aufwendigsten Baugruppen mobiler Maschinen – und entstehen in vielen…
-
Platzsparende Antriebstechnik für die Verpackungsindustrie
Effizient, robust und kompakt
In der Lebensmittel- und Getränkeproduktion ist der Platz meist begrenzt. Daher ist bei…
-
Workshop ebnet produzierenden Unternehmen den Weg zur Smart Factory
KI in der Praxis
Smart Manufacturing verlangt nach konkreten Projekten. Ein Workshop zeigt praxisnahe Wege zur Smart…
-
Assistenz für reproduzierbare Fertigungsschritte
Digitale Ordnung statt Papierstapel
Auch wenn viele Produktionen hochautomatisiert sind, spielt sich ein entscheidender Teil der Wertschöpfung…
-
Messevorschau Sensor+Test 2026
Starkes Rahmenprogramm auf dem Branchentreffpunkt
Die Sensor+Test 2026 bietet ein umfassendes Rahmenprogramm mit Fachforen und Kongressen. Besucher erhalten…
-
Sensorbasierte Echtzeitüberwachung des Schmierungszustands
Das Lager wird zum Sensor
Lagerschäden werden mit klassischer Sensortechnologie typischerweise erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium erkannt,…
-
Nachgefragt: Wie weit die Industrie bei Umsetzung, Security und Compliance ist – Teil 1
Maschinenverordnung 2027: Die Zeit läuft
Der Countdown läuft: Am 20. Januar 2027 wird die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 verbindlich. Doch…
-
Rovema macht mit ctrlX Automation seine Maschinen zukunftssicher
Technologisch flexibel und strategisch unabhängig
Automatisierung bedeutet heute mehr als präzise Bewegungsabläufe. Um zukunftsfähige Maschinen zu entwickeln und…
-
Kompakte S7-Steuerung mit Touchpanel
Die Jedermanns-SPS
Kompakte Panel-SPS-Lösungen mit integrierter Steuerung und I/Os ermöglichen den wirtschaftlichen Ersatz klassischer Handbedienelemente,…
-
Webbasiertes Engineering-Tool als Designer für die schaltschranklose Automatisierung
„Wir vereinfachen die Umsetzung drastisch“
Der neue MX-System Designer von Beckhoff ermöglicht strukturierte und technisch validierte elektrische Auslegung…
-
Integrierte Kompaktantriebe ermöglichen schaltschranklose Maschinen
Es geht auch ohne Einspeisemodul
Dezentrale Servomotoren kommen häufig bei räumlich verteilten Einzelachsen zum Einsatz. Die im Motor…
-
Cobots bringen mehr Effizienz in die EMS-Fertigung
Bestückung neu gedacht
Mit Cobots lassen sich auch komplizierte Prozesse teilautomatisieren, etwa die Bestückung von Leiterplatten…
-
Neue Ansätze und Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik
Mehr als nur nachhaltig
> Neue Ansätze & Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik. Bürkert unterstützt Transformationsprozess mit Lösungen…
-
Über 200 Artikel
Bedienen und Signalisieren
Mit einem umfangreichen Systembaukasten präsentiert Phoenix Contact neue Lösungen für das Bedienen und…
-
Für Ex-Bereiche
Magnetfreier IE6-Motor
ABB bietet einen IE6 Hyper-Efficiency-Motor anbietet, der nach Atex- und IECEx-Anforderungen für den…
-
Für Rechenzentren
Direct-to-Chip-Flüssigkühlung
Der steigende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), High-Performance-Computing (HPC) und beschleunigten Workloads führt…
-
Hohe Untersetzungen und Präzision
Kombinationsgetriebe
Dunkermotoren stellt mit den neuen WG-Kombinationsgetrieben eine wirtschaftliche Lösung für Anwendungen vor, die…
-
Erfassung analoger Signale
Analoges Mixmodul
Das analoge Mixmodul AM 821 aus der S?Dias?Serie von Sigmatek kombiniert acht analoge…
-
Was wurde eigentlich aus …
SafetyBridge Technology von Phoenix Contact?
In der Titelstory des SPS-MAGAZINs 5/2016 ging es unter dem Titel: ‚Die SafetyBridge…
















