Intelligente Open Source-Kameras

Videor Technical stellt auf der Vision 2006 eine neue Serie intelligenter Kameras mit offener System-Architektur und vom Anwender programmierbarem FPGA (Field Programmable Gate Array) vor. Im Machine Vision-Bereich bietet die eneo-Kameraserie nach Herstellerangaben viel Flexibilität: Die auf das Betriebssystem Linux optimierte Architektur der kompakten, intelligenten Digitalkameras erlaubt die Verwendung von Standard-Softwarepaketen der industriellen Bildverarbeitung. Es können aber auch maßgeschneiderte Lösungen für die Kamera programmiert werden. Hierfür stehen eine Bildverarbeitungs-API und eine Toolchain zur Verfügung. Außerdem hat man die Möglichkeit, im frei zugänglichen Xilinx Spartan-3 FPGA anwendungsspezifische Bildvorverarbeitungs-Algorithmen zu implementieren, um die Prozessor-Rechenleistung für die eigentlichen Aufgaben frei zu halten. Die Farb- und Monochromkameras sind wahlweise mit C-Mount-Anschluss oder mit integrierter Optik und Beleuchtung verfügbar und lassen sich somit nicht nur auf Applikationen in der automatisierten Fertigungskontrolle ausrichten. Das kompakte Design (45x45x84mm), ihr Gewicht (ca. 184g) und die Leistungsaufnahme von weniger als 2W ermöglichen die Integration in bestehende Anwendungen. Abtastraten von 180 Bildern/s im Vollbildmodus und bis zu 1.000 Bildern/s im \“Region of interest\“-Modus (ROI) tragen den hohen Fertigungsgeschwindigkeiten in modernen Automatisierungsanlagen Rechnung. Über eine Ethernet-Schnittstelle können mehrere Kameras vernetzt und zeitlich synchronisiert werden. Eine direkte Datenübertragung zur SPS kann ebenfalls über Ethernet, CAN-Bus oder einfache Schaltkontakte realisiert werden. Vision 2006: Halle 4.1, Stand 218