Blick in die Maschine

Innerhalb der intelligenten Fabrik gibt es natürlich nicht nur den Top-down-Informationsfluss zur Produktionssteuerung. Durch eine kontinuierliche Diagnose innerhalb einer Maschine oder Fertigungszelle hat der Betreiber die Möglichkeit, sich anbahnende Probleme frühzeitig, also vor kostenintensivem Anhalten eines Prozesses oder gar einem Defekt, zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten. Flexibilität muss auch hier gegeben sein. Ein Maschinenbediener vor Ort benötigt unter Umständen mehr detaillierte Informationen zu der von ihm betreuten Maschine. Automatisierungslösungen bieten dazu die Möglichkeit über lokale, fest installierte oder mobile Visualisierungen, nutzerspezifische Daten anzuzeigen. Durch Ethernet-basierten Remote-Zugriff auf die lokale Visualisierung der Maschine kann der Bediener sich diese Informationen auch in der Leitstelle holen. Sollte es doch einmal zu einem Ausfall einer Komponente der Maschinen-Automatisierungslösung kommen, spart eine durchdachte Servicestrategie Zeit und Geld. Neben einer detaillierten Diagnose zur Ortung der defekten Komponente spielt die Unterstützung beim Austausch eine wichtige Rolle, da die schnelle Verfügbarkeit der Produktionseinheit gewährleistet werden muss. Auch hier hilft das Konzept der Smart Factory. Eine zentrale Datenhaltung innerhalb der Fertigungszelle kürzt die Zeit zum Austausch, z.B. eines Antriebsreglers, immens ab. Moderne Systeme benötigen dazu keinen speziell ausgebildeten Servicetechniker.

Integrierte Systeme

Ein Horrorszenario für Maschinenbetreiber und -bauer ist sicher der Gedanke, wie er all diese unterschiedlichen Komponenten mit diversen Kommunikationstechnologien zu einer vernetzten Einheit verbinden soll. Hier helfen bereits integrierte Systemlösungen weiter. Eine Kombination aus Maschinensteuerung und Antriebseinheiten optimiert nicht nur Inbetriebnahme- und Servicezeiten, sondern unterstützt auch noch automatisch eine komfortable Datenanbindung innerhalb der intelligenten Fabrik. Integration ist auch im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit von Produktionsanlagen ein wichtiger Punkt. Je weniger Platz eine Maschine oder Produktionseinheit benötigt, desto wirtschaftlicher ist die Gesamtanlage für den Betreiber. Zukunftsträchtige Automatisierungssysteme wie SystemOne CM von LTi unterstützen nicht nur diese Anforderung. Marktstudien zeigen, dass Maschinenlösungen im Mittel ca. sechs Antriebsachsen in einem typischen Leistungsbereich von 0,5 bis 7,5kW benötigen. Ausgehend von dieser Information ist die optimale Lösung für eine Produktionsmaschine ein Mehrachssystem. Neben der Platzersparnis, der Energieeffizienz und der Möglichkeit seine Automatisierungslösung in das Vernetzungssystem des Betreibers integrieren zu können, sind jedoch auch Normen wie die Maschinenrichtlinie für den Maschinenhersteller nicht zu umgehen. Ein immer wichtiger werdender Aspekt ist die Sicherheitstechnik. Maschinenbediener und auch die Maschine selbst müssen immer besser vor Schaden bewahrt werden. Das Aussperren des Bedieners aus Fertigungszellen durch Schutzzäune steht nicht nur im Gegensatz zum Platzbedarf einer Maschine, sondern reduziert auch noch die geforderte Flexibilität im Produktionsprozess. Integrierte funktionale Sicherheit mit Bewegungs- und Raumüberwachung sollten deshalb heute in Automatisierungskonzepten für Maschinenbauer nicht mehr fehlen.

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Fazit

Antriebstechnik aus dem Blickwinkel der Entwicklungen zu Industrie 4.0 integriert sich immer tiefer in Systemlösungen zur Maschinenautomation und unterstützt damit Maschinenhersteller in der Umsetzung von Maschinenrichtlinie und die Einbindung in Vernetzungskonzepte. Anspruchsvolle Regelungstechnik, kompakte Bauweise, Unterstützung flexibler MotionControl-Technologieplattformen und integrierte sichere Bewegungsüberwachung erlauben den Einsatz in anspruchsvollen Produktionsmaschinen.

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