Wer erfahren wollte, wie Roboter effizient und sicher in der Produktion eingesetzt werden können, hatte bei der Konferenz und Ausstellung \’forum robotic\‘ Gelegenheit, hinter die Kulissen moderner Robotertechnik zu schauen. 623 Besucher und Teilnehmer aus fünf Nationen nahmen die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch wahr. Das forum robotic wurde nach zweijähriger Pause erstmals von der Messe Bremen gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI), Bremen, durchgeführt. In Halle 7 der Messe Bremen berichteten18 Referenten aus der Praxis. Sie informierten über die volle Bandbreite von Robotikanwendungen in Ausbildung und Forschung, im Maschinenbau und in der industriellen Fertigung. Gleichzeitig konnten sich die Besucher auf der begleitenden Fachausstellung an den Ständen der Aussteller informieren oder einen von vier Workshops besuchen. So erklärte beispielsweise im Workshop \’Roboterprogrammierung leicht gemacht\‘ Heiko Schräder von Mitsubishi Electric Europe B.V. Industrie Automation, wie ein Roboter programmiert werden kann (Bild oben rechts): Die Teilnehmer lernten zunächst die Funktionsweise eines Roboters kennen und konnten anschließend Punkte mit einem Roboter einteachen. Referenten geben Einblicke in Roboteranwendungen Während des Forums informierten die Referenten u.a. über die Offline-Programmierung auf Basis von CAD-Daten an Schweißzellen, den Robotereinsatz im C-Klasse-Rohbau der Daimler AG und die Optimierungspotenziale sowie die Prozessverbesserung durch MES-Systeme. Uwe Müthrath (Bild unten rechts), Fachbereichsleiter Handhabungssysteme der Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, sprach beispielsweise über die Verbindungstechnik mit Robotern in der Automobil-Zulieferindustrie. \“Wir haben Linear- und Knickarmroboter und können diese koordinieren\“, berichtete er. Ein großer Teil der Roboteranlagen der Automobilindustrie ist heute im Bereich der Verbindungstechnik zu finden. In der vorgestellten Anlage werden Heckklappen verklebt. Die Anlage besteht aus einem Knickarmroboter, der den Mischkopf für einen Zweikomponentenkleber führt. Ein Linearroboter führt die Montage der Grundträger und Blenden aus. Und schließlich stellen Vorrichtungen die Beplankung bereit und sorgen für das Fügen und Aushärten der Klebeverbindung. Wie Müthrath erklärte, trägt das automatische Fügen der Teile einen erheblichen Anteil zur Sicherstellung der Qualität bei. Die genaue Positionierung und das Einhalten von Spaltmaßen ist mit dem abgestimmten System von Vorrichtung, Greifer und Roboter sicher möglich. Beispiel für sichere Roboteranwendung Tobias Blickle vom Vertrieb Nord-West der Jokab Safety GmbH (Bild unten links) sprach in seinem Vortrag über die Sicherheitsanforderungen am Beispiel eines Flächenportals mit Mehrachsroboter zum Be- und Entladen von Arbeitsstationen. \“Hier wurden übergreifende Schutzbereiche benötigt. Deshalb war es notwendig, Zutrittsberechtigungen im Automatikbetrieb für bestimmte Bereiche zu realisieren\“, sagte er. Außerdem hat sein Unternehmen einen Schutz vor herabfallenden Teilen installiert. Jokab Safety hat u.a. drei Sicherheits-SPSen dezentral in dem Flächenportal eingesetzt. Dabei wurde – wie vom Anwender gefordert – durchgängig Sicherheitskategorie 4 realisiert. An jeder Tür des Sicherheitszaunes der Anlage befindet sich ein Sicherheitssensor Eden, der die geschlossene Position überwacht. Noch mehr Einblicke in die Robotertechnik bietet das nächste forum robotic am 4. und 5. März 2010. (afs)
Moderne Robotertechnik
Vom 12. bis 13. Februar 2009 stand die Messe Bremen ganz im Zeichen der Robotik. In 18 Vorträgen erfuhren die Besucher des forum robotic, wie Robotertechnik im modernen Maschinen- und Anlagenbau sinnvoll eingesetzt werden kann. Eine begleitende Ausstellung sowie Workshops ergänzten die Konferenz.
WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
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