OpenPCS 2010 ist die neue Generation des bewährten IEC- 61131-3 Programmiersystems aus dem Hause infoteam Software. Neben der Umstellung der Workbench auf die .NET Technologie, hat infoteam das neue Hauptaugenmerk auf Usability gelegt. Das neue Release verbindet zuverlässige (Reliability) und sichere (Safety) Funktionalität mit verbessertem, bedienerfreundlichem Design (Usability). Die grafische Benutzeroberfläche basiert auf dem Microsoft Office Fluent User Interface. Diese verleiht dem IEC61131 Programmiersystem eine in der Branche einzigartige Optik und erleichtert dem Anwender die Handhabung. infoteam hat sich zur Aufgabe gemacht, mit OpenPCS 2010 in der Automatisierungsbranche eine neue Ära einzuläuten, das Zeitalter für bessere Usability. Die grafische Benutzeroberfläche im Ribbon Design, sprich der Multifunktionsleiste, folgt dem Stil von Office-Anwendungen und bietet neben der übersichtlichen Anordnung von Funktionen und logischen Menüs auch etwas \’für das Auge des Benutzers\‘. Die Multifunktionsleiste ist per Definition ein grafisches Bedienkonzept für Anwendungsprogramme, das die Elemente Menüsteuerung und Symbolleiste miteinander verbindet. Sie nimmt in der Standardeinstellung mehr Raum auf dem Bildschirm ein als die klassische Kombination aus Menü und Symbolleiste. Die Symbole sind innerhalb des Ribbons sinnvoll gruppiert und angeordnet, ganz nach Workflow. Die Funktionen wiederum sind auf Gruppen verteilt. So gibt es in OpenPCS 2010 die Zwischenablage (Clipboard) sowie in der logischen Abfolge der Bearbeitungsschritte \’Control\‘, \’Edit\‘, \’Compile\‘, \’Execute\‘ und \’Debug\‘, wobei sich die Anordnung in Abhängigkeit von Bildschirmauflösung bzw. Fenstergröße automatisch anpasst. Bei IEC61131-Programmiersystemen ist dieses Produktdesign derzeit einzigartig. Die verbesserte Gebrauchstauglichkeit erstreckt sich jedoch auf wesentlich mehr als das neue Design der Benutzeroberfläche. OpenPCS 2010 wartet mit einer Reihe an neuen Features auf, die alle mit dem Ziel einer vereinfachten Bedienung entwickelt wurden. So können beispielsweise komplexe CFC-Pläne durch einfache Übersichtsbausteine ersetzt werden. Das Produkt enthält Querverweis-Listen für den globalen und projektübergreifenden Einsatz. Durch die Hotswap Funktion lassen sich Softwareänderungen und ihr Effekt auf das künftige Verhalten der Anlage oder Maschine simulieren, ohne dass die Hardware Schaden nimmt. Der Anwender hat außerdem die Möglichkeit per \’Online Edit\‘ während des laufenden Betriebs Änderungen vorzunehmen, ohne die Funktionsfähigkeit der Maschine negativ zu beeinflussen. Das Programm kann folglich während der Laufzeit verändert werden, ohne die SPS neu starten zu müssen. Dies unterstützt quasi eine \’experimentelle Automatisierung\‘, um den laufenden Prozess zu optimieren. Die einfache Handhabung wird auch in den Tools deutlich. Interaktive grafische Editoren, wie der Continuous function chart editor (kurz CFC, Kontinuierlicher Funktionsplan-Editor) vermeiden Fehleingaben. Funktionsbausteine können hier z.B. per Autorouting verschoben werden. Im Kontaktplan ist es möglich, Netzwerke zu ersetzen, zu kopieren und einzufügen, wobei die Grafik automatisch angepasst wird. Die Funktionen sind klar strukturiert und übersichtlich, damit leicht für den Anwender zu erfassen. Für die Datenanalyse stehen virtuelle Instrumente zur Verfügung. Der Control data analyzer (kurz CDA) gibt dem Entwickler die Möglichkeit, Veränderungen von Variablen über die Zeit hinweg zu verfolgen und stellt historische Daten grafisch dar. Mit dem OpenPCS analyzer können Laufzeitwerte synchron zum Zyklus aufgezeichnet werden. Ganz ohne Verluste. Das Oszilloskop besteht aus Signalen, die in einem kartesischen Koordinatensystem dargestellt werden. Marker helfen beim Abmessen, drei Modi und Trigger bei der \’Steuerung\‘. Produktoptimierung durch Usability Tests und Kundenfeedback Zur SPS/IPC/DRIVES 2009 stellte infoteam Software sein neues Produkt vor. Der eigentliche Verkaufsstart ist für das Frühjahr 2010 vorgesehen. \“Unsere Kunden haben bis dahin noch mehr als ein Wörtchen bei der Produktausgestaltung mitzureden – sie werden in den Feinschliff aktiv mit einbezogen\“, erläutert Brendel. Die Entwicklung des Programmiersystems ist nach den neuesten Erkenntnissen von Studien zur Nutzerfreundlichkeit ausgerichtet, das Produktdesign orientiert sich an der aktuellen Stilrichtung im Softwarebereich und den Bedürfnissen der Anwender. Ob dies auch zielführend und logisch befolgt wurde, wird in einem Drei-Stufen-Plan evaluiert. Die erste Stufe war im November vollzogen: Der Prototyp mit dem Ausblick auf den Funktionsumfang und die Optik wurde zur Messe präsentiert. Danach folgt im zweiten Schritt eine Testphase mit ausgewählten Kunden, die die Gelegenheit erhalten, das neue OpenPCS auf Herz und Nieren zu prüfen. Sind Produktdesign und Funktionalität ausgewogen aufeinander abgestimmt? Sind die Funktionen so angeordnet, dass es die Arbeit des Anwenders tatsächlich erleichtert oder muss er nach bestimmten Funktionen noch zu lange suchen? Werden Stabilität und Zuverlässigkeit nicht vernachlässigt? Die Herausforderung heißt Integration. Testpersonen in einem Usability Labor können hier wichtige Erkenntnisse in der Praxis beisteuern. Die Ergebnisse nimmt infoteam sehr ernst und lässt dies in die Produktoptimierung einfließen, die dritte und letzte Stufe, bevor das Produkt in den Verkauf kommt.(kbn) Welche Faktoren beeinflussen die Usability von Software überhaupt? Zunächst unterscheidet man Gebrauchstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit. Unter Gebrauchtauglichkeit versteht man die Mindestanforderung, auf deren Basis ein System zur Zufriedenstellung der Nutzer arbeitet. Die Benutzerfreundlichkeit berücksichtigt hingegen auch emotionale Aspekte des gesamten Nutzungserlebnisses, die sogenannte \’User Experience\‘. Was nützen technologisch ausgefeilte Funktionen, die der Anwender kaum finden und letztlich auch nicht bedienen kann, weil er ihre Wirkung nicht versteht. Daher müssen ganz konkrete Fragen schon beim Entwurf der Softwareentwicklung gestellt werden, nämlich \’Was will der Endanwender damit tun?\‘ und \’Wie müssen Benutzeroberflächen gestaltet sein, dass die wichtigen Funktionen auffindbar sind\‘. Und was bedeutet das für einen Programmierer? Bei der Ergonomie geht es folglich ganz zentral um den Menschen mit seinen Fähig- und Fertigkeiten. Auch infoteam stellt den Benutzer in den Mittelpunkt der Betrachtung und der Entwicklung innovativer Software. Des Weiteren wird aber auch die Arbeitswelt mit ihren produktiven Abläufen betrachtet. Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit sind hier die bestimmenden Faktoren. Warum der Aufwand? Damit der Benutzer schneller zu besseren Ergebnissen gelangt. Woran orientiert man sich denn, wenn man die Software ergonomisch gestalten möchte? Software-Ergonomie als Teildisziplin der Informatik ist mittlerweile ein anerkanntes Wissenschaftsgebiet. Als Richtlinien gibt es in diesem Bereich produktorientierte Normen wie die ISO 9126 (Software Engineering – Product Quality) und speziell für den Ergonomiebereich entwickelte Normen wie die ISO 9241 (Ergonomic requirements for office work with visual display terminals). Gleiches gilt für die Prozessorientierung, z.B. die Norm 13407 (Human-centred design processes for interactive systems). Eine systematische und nachhaltige Qualifikation ist notwendig, um die Voraussetzungen für die richtige Anwendung von Richtlinien, den professionellen Umgang mit den Anforderungen der Benutzer und den adäquaten Einsatz von Werkzeugen der Softwareentwicklung zu schaffen. Was versprechen Sie sich von Ihrem Usability-Vorstoß mit OpenPCS 2010? Dass Software zuverlässig und ausfallsicher funktionieren muss, ist auch unseren Mitbewerbern bewusst. Dass der Anwender mit der Bedienung zurecht kommt, weil Funktionen übersichtlich und aufgeräumt dargestellt werden, ist in der Automatisierungsbranche noch nicht so selbstverständlich. Industrielle Anwendungen haben hier sicherlich noch Nachholbedarf. Wir bei infoteam haben diesen Mangel erkannt und bewegen uns mit unserem Produktrelease OpenPCS auf neuen und zukunftsweisenden Pfaden. Um dies sicherzustellen und Software zuverlässig auf seine Gebrauchstauglichkeit zu testen, kooperieren wir bei infoteam in diesem Bereich übrigens mit der Ohm-Hochschule Nürnberg und deren Usability Lab. Gerade die Bereiche Usability Engineering und Interaction Design sind kritisch für den Markterfolg von Softwareprodukten. Die benutzerfreundliche und gleichzeitig komfortable Handhabung muss den eigentlichen Produktnutzen ergänzen. Nur dies gewährleistet bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit.
OpenPCS 2010: Majorrelease des SPS-Programmiersystems infoteam Software setzt auf Usability und neue Optik im Produktdesign
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