\“Eine durchgängige Kommunikation über alle Unternehmensebenen ist wesentlicher Bestandteil zur Steigerung Ihrer Produktivität.\“ So steht es im Brevier des 13. ICC. Damit kommt der industriellen Kommunikation eine zentrale Rolle in erfolgreich produzierenden Industrieunternehmen zu. Einem Nervensystem gleich ziehen sich die Informationsstränge durch das Unternehmen. Neue Lösungen werden erst durch die Verwendung von Informationstechnologien möglich. Energiemanagementsysteme gehören zu diesen neuen Lösungen, denn immer höhere Energie- und Rohstoffpreise stellen hohe Anforderungen an eine wirtschaftliche Arbeitsweise im Unternehmen. So gab der Leitvortrag von Volker Bibelhausen, Leiter des Geschäftsbereichs Automation Systems der Phoenix Contact Electronics GmbH, eines der Hauptthemen der Veranstaltung vor: Er zeigte, wie wichtig die Einbeziehung von Energieeffizienzkriterien bereits bei der Entstehung einer Maschine oder Anlage ist. In seinem Vortrag verdeutlichte Bibelhausen, dass die Reduzierung des Energieverbrauchs entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland ist. Die Kongressteilnehmer waren erstaunt, was die Automatisierungstechnik durch die Bionik von der Natur in Form von Ameisen und Einzellern lernen kann. So tragen dezentrale Strukturen, Selbstorganisation, der kontinuierliche Wissenstransfer sowie einfache, auf das Wesentliche reduzierte Lösungen zu energieeffizienten Anwendungen bei. Werden die Energiedaten der Geräte und Einzelsysteme von einer funktional erweiterten Steuerung erfasst und überwacht, lassen sich Teile oder die gesamte Anlage gezielt abschalten und bei Bedarf rechtzeitig wieder hochfahren. Als Voraussetzung wurde ein Geräteprofil \’EnergyML\‘ vorgeschlagen, das standardisierte Informationen über die Energieeffizienz aller angeschlossenen Geräte liefert. Neben Phoenix Contact zeigten weitere Unternehmen die Einsatzbereiche sowie die besonderen Eigenschaften ihrer Geräte und Systeme in der angegliederten Ausstellung. Im Rahmen des \’Get-together\‘ stellte der Vortrag von Ex-Astronaut Dr. rer. nat. Ulf Merbold, heute u.a. Honorarprofessor für Technik an der RWTH Aachen, die Verbindung zwischen Raumfahrt und Automatisierungstechnik her, wobei auch er auf die besondere Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur hinwies. Zahlreiche Gastreferenten erlaubten einen Einblick in erfolgreiche Projekte, die mit moderner Kommunikationsstechnologie realisiert wurden. Um nur drei herauszugreifen: Frank Moritz von der Sick AG erklärte den Zuhörern den aktuellen Stand der Technik bei IO-Link und Prof. Dr. Frithjof Klasen vom Institut für Automation & IT an der FH Köln zeigte Vorteile und Herausforderungen beim Einsatz von Webtechnologien in der Automation. Und David Poiani Filoso von Volkswagen do Brasil referierte über \“Simplicity in safety – Interbus-Safety automates the production lines at Volkswagen do Brasil.\“ Insgesamt standen an den zwei Tagen 23 Vorträge auf der zweizugigen Agenda. (kbn) Kasten: Dr. Ulf Merbold hält Gastvortrag
Phoenix Contact: 13. Industrial Communication Congress
Am 16. und 17. September fand der 13. Industrial Communication Congress statt. Die alljährlich von Phoenix Contact ausgerichtete Veranstaltung wurde in diesem Jahr zum ersten Mal im neuen Unternehmensgebäude – dem Innovation Center Electronics (ICE) – in Bad Pyrmont durchgeführt. An den zwei Tagen kamen etwa 500 Automatisierungsexperten in den südniedersächsischen Kurort. In 23 Vorträgen wurde über aktuelle Fragen der Automatisierungstechnik, insbesondere der Industriellen Kommunikationstechnik, diskutiert.
TeDo Verlag GmbH
-
Harting erweitert Standort in Biel
Harting hat ihre erweiterten Produktionsstätten in Biel/Schweiz eingeweiht.
-
So verändern Connected Work und KI den Shopfloor
Wissen, was zu tun ist
Connected-Worker-Lösungen unterstützen fertigende Unternehmen, komplexe Varianten- und Umrüstprozesse effizient zu steuern. Sie verbinden Maschine und…
-
Produktionsdaten verstehen und nutzen – auch ohne IT-Kenntnisse
Echtzeit-Analysen für die smarte Produktion
Mit der MA Suite bietet Itac Software eine modulare Lösung zur Echtzeit-Analyse und Verbesserung von…
-
Nachgefragt: KI-Agenten in der industriellen Automatisierung
Vom Assistenten zum Akteur: Wie weit ist Agentic AI?
Vom Antworten zum Handeln: KI-Agenten sollen künftig nicht mehr nur assistieren, sondern eigenständig Ziele verfolgen,…
-
Digitale Anlagenmodelle unterstützen operative Entscheidungen im Betrieb
Vom Modell zur Maßnahme
Betriebsdaten aus Sensorik, Anlagen und Instandhaltung liegen häufig in getrennten Systemen. Autodesk will diese Informationen…
das könnte sie auch interessieren
-
Nachgefragt: KI-Agenten in der industriellen Automatisierung
Vom Assistenten zum Akteur: Wie weit ist Agentic AI?
-
Softwaredefinierte IT-Methoden beschleunigen das Engineering von Sondermaschinen
Automatisierung neu programmiert















