Das Automatisierungssystem PSS4000 von Pilz ist für den Maschinen- und Anlagenbau ebenso geeignet wie für das produzierende Gewerbe. Es ist für alle Aufgaben der Automatisierung ausgelegt, von der Maschinensteuerung über die Sicherheitstechnik bis hin zu Motion Control einschließlich Diagnose und Visualisierung. \“Kundenorientierte Innovationen, die den Trend in der Automatisierung maßgeblich bestimmen – dafür steht Pilz! 60 Jahre Erfahrung in der Automatisierung sprechen dabei für sich. Das Automatisierungssystem PSS4000 ist ein weiterer Meilenstein für Ihre Anforderungen. Die Zukunft hat begonnen!\“, so die geschäftsführende Gesellschafterin Renate Pilz. Sicherheit und Standard harmonisch vereint Armin Glaser, der das Produktmanagement bei Pilz leitet, sagte auf einer Pressekonferenz im März diesen Jahres: \“Mit dem Produkt trägt Pilz den Anforderungen von Kundenseite nach einer kompletten Lösung aus Sicherheits- und Standardsteuerungstechnik Rechnung.\“ Genau dieser Punkt ist enorm wichtig. Seither sind für die Realisierung einer Automatisierungslösung für Anlagen häufig Spezialisten für Standard- und Sicherheitsprogrammierungen erforderlich. Die Programmierung stellt sich komplex und aufwendig dar, da man in verschiedenen Welten arbeiten muss. Dies ist bei dem Automatisierungssystem PSS4000 anders: Es lassen sich sowohl sicherheitstechnische Anwendungen als auch Automatisierungsaufgaben im nicht sicheren Umfeld realisieren, basierend auf einer Software-Plattform. Standard und Sicherheit sind intelligent verzahnt, das System ist physikalisch gemischt, aber logisch voneinander getrennt und daher rückwirkungsfrei. Der Anwender hat einen zentralen Überblick über dezentrale Steuerungsstrukturen. Die systemweite einheitliche Verwaltung erleichtert die Orientierung im gesamten Projekt und reduziert den Aufwand und die Kosten für das Engineering. Neben den Programmiersprachen der IEC 61131-3 bietet PAS4000 auch eine intuitiv zu bedienende grafische Programmiersprache an, die von vielen Anwendern in dieser Form schon bei der Konfiguration des Sicherheitssystems PNOZmulti genutzt wird. Ein Tool für alle Aufgaben In der Regel gibt es für die verschiedenen Automatisierungsaufgaben verschiedene Software-Werkzeuge. Bei der einheitlichen Software-Plattform Pilz Automation Suite 4000 (PAS4000) sind diese Grenzen und Zuordnungen völlig aufgehoben. Es sind somit nicht nur Sicherheit und Standard miteinander vereint, sondern auch die verschiedenen Aufgaben wie Motion Control, Diagnose oder Visualisierung lassen sich basierend auf einer gemeinsamen Softwareplattform realisieren. Ebenso sind die Werkzeuge für Projektierung, Programmierung, Inbetriebnahme und Betrieb eng aufeinander abgestimmt. Dabei sind die Datenschnittstellen einheitlich ausgelegt und vereinfachen so den Austausch von Informationen in allen Projektphasen. Flexibilität und Unabhängigkeit bei der Programmierung Ein weiterer Vorteil von PAS4000 ist, dass die Programmierung unabhängig von der Hardwareauswahl erfolgen kann. Während üblicherweise der erste Schritt die Hardware-Auswahl ist und erst danach mit der Programmierung begonnen wird, sind bei der Pilz Automation Suite diese beiden Vorgänge voneinander entkoppelt. Bei diesem System kann die Auswahl der Hardware zu einem sehr späten Zeitpunkt geschehen und ist weitestgehend unabhängig vom Projektierungsschritt. Dies vereinfacht nachträgliche Änderungen oder Erweiterungen bei der Aufgabenstellung. Denn durch die hardwareunabhängige Programmierung einer Anlage in der Software-Plattform PAS4000 entfällt die Querbeziehung, was die geforderte Flexibilität im Engineeringprozess sichert. Es ist ein lösungsorientiertes Programmieren möglich. Der Anwender kann sich vollständig auf die zu programmierende Funktion konzentrieren ohne Einschränkung durch die Wahl der Hardware. Durchgängig symbolisch Eine durchgängige symbolische Bezeichnung von Peripheriesignalen, Programmen und Geräten sorgt für eine verständliche Programmierung der Anlage und erleichtert wesentlich die Orientierung. Da potenzielle Fehlerquellen durch eine Übersetzung in technologische Bezeichnungen entfallen, kann das System durchgängig mit den gebräuchlichen Betriebsmittelkennzeichen versehen werden. So finden sich auch mechanisch orientierte Fachkräfte zurecht, da ihnen bekannte Bezeichnungen verwendet werden. E/A-Zuweisung (I/O-Mapping) Die Zuordnung aller in- und externen Prozesssignale erfolgt über eine zentrale Mapping-Tabelle. Alle SafetyNET p-Geräte können darauf zugreifen. Dies gilt einheitlich für Standard-Prozesssignale und für Sicherheitssignale. Durch die einheitliche und systemweit verfügbare Mapping-Tabelle entsteht ein höherer Freiheitsgrad, der sich vor allem bei späteren Änderungen auszahlt. Sowohl beim Aufbau mit einer zentralen Steuerung als auch mit mehreren Steuerungen für ein Automatisierungsprojekt kann eine zentrale Zuweisungstabelle verwendet werden. Diagnose als Faktor der Anlagensicherheit Eine leistungsfähige und vom Anwender akzeptierte Diagnose trägt auch zur Anlagensicherheit bei. Bei PAS4000 wird die gesamte System- und Prozessdiagnose in einem zentralen Diagnoseserver der Steuerung abgelegt. Das Software-Tool ermöglicht dem Anwender bereits bei der Erstellung des Programms spezifische Meldungen, ohne zusätzliche Software implementieren zu müssen. Auf den Visualisierungsplattformen sind die Systemdiagnosemeldungen bereits vorhanden, sodass sie sofort zur Verfügung stehen. Eine wesentliche Anforderung an Automatisierungssysteme ist der Zugang zu Diagnoseinformationen über verschiedene Auswerte- und Darstellungssysteme. Für den Fall, dass nur wenig qualifizierte Mitarbeiter vor Ort an der Maschine oder Anlage sind, ist ein Fernzugriff möglich, der es erlaubt, von jedem Ort im Werk agieren zu können. Die Zukunft hat begonnen Das Automatisierungssystem PSS4000 mit seiner zentralen Softwareplattform Pilz Automation Suite 4000 (PAS4000) bietet dem Anwender einfaches Handling, Flexibilität und Sicherheit. Bedenkt man, dass der Trend weg von ausschließlich zentral geprägten Steuerungsstrukturen hin zu dezentralen, autarken Zellenautomatisierungen geht, ist Pilz mit ihrem Automatisierungssystem und dem Ansatz der zentralen Sichtweise auf dezentrale Steuerungsstrukturen auf dem richtigen Weg. Für das Automatisierungssystem werden zukünftig in verschiedenen Schritten Hardware- und Softwarekomponenten angeboten. So kommen in den Bereichen Motion Control, Visualisierung und Diagnose neue Geräte und Funktionen hinzu. Schritt für Schritt wird somit das System komplettiert und zur Serienreife gebracht. (hsc) Kasten 1: Pilz empfiehlt frühzeitige Anwendung der EN ISO13849-1 Für spürbare Verwirrung im Maschinen- und Anlagenbau sorgte die Ankündigung des Europäischen Komitees für Normung (CEN), dass die dieses Jahr endende Übergangsfrist für die EN954-1 bis zum 29.12.2012 verlängert sei. Eine Aussage, die sich nicht bestätigt hat, da die Europäische Kommission, deren Zustimmung erforderlich ist, erst Anfang Dezember eine Entscheidung treffen wird. Die Vermutungswirkung der EN954-1 endet demnach bis auf weiteres wie geplant am 29.12.2009. Als Sicherheitsexperte in der Automation empfiehlt Pilz Maschinenherstellern und -betreibern, nicht auf eine Verlängerung der EN954-1 zu spekulieren, sondern EN ISO13849-1 und EN/IEC62061 als Nachfolge-Normen möglichst frühzeitig anzuwenden. SPS/IPC/Drives:
Reduzierung von Aufwand und Kosten: Effizientes Engineering mit einheitlicher Software-Plattform
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