Die weltweiten Roboterverkäufe stagnierten 2008 auf dem zweithöchsten Stand aller Zeiten. Erneut wurden mehr als 113.000 Roboter weltweit ausgeliefert. Über 1Mio. Industrieroboter waren Ende 2008 weltweit in den Fabriken installiert, berichtet das IFR Statistical Department in der Studie \’World Robotics 2009 – Industrial Robots\‘. Nach einem starken Anstieg im ersten Halbjahr 2008 wurden die Roboterinstallationen im zweiten Halbjahr von der weltweiten Wirtschaftskrise eingeholt. In vielen Ländern brachen im vierten Quartal die Bestellungen und Verkäufe dramatisch ein. Wie IFR erwartet, werden 2009 die Lieferungen um 40% absacken, vorausgesetzt, dass die wirtschaftliche Erholung noch in diesem Jahr einsetzt. Wenn die Investitionen der Kundenbranchen allerdings bis in das Jahr 2010 zurückgehalten werden, komme es noch schlimmer. Es werde eine allmähliche und lang andauernde Erholung der Weltwirtschaft erwartet. Aus diesem Grund werde es Jahre dauern, bis die Robotikindustrie die hohen Produktionszahlen der Spitzenjahre 2005, 2007 und 2008 wieder erreichen wird. Dieses hohe Niveau seit 2005 habe zwei Gründe: – Die Automobilindustrie verstärkte ihre Investitionen in die Automatisierung, um die Produktionskapazitäten in den Wachstumsmärkten zu erhöhen und um Marktanteile in den traditionellen Märkten zu gewinnen. – Viele Branchen außerhalb der Automobilindustrie, die Gummi- und Kunststoffindustrie, die Metall- und Machinenbauindustrie, die Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie und die Elektronikindustrie investierten stark in die Optimierung ihrer Produktionsprozesse. Die Finanzkrise von 2008, die der Auslöser für die globale Wirtschaftskrise war, stoppte diesen weltweiten Trend zur Automatisierung. Markt für Industrieroboter 2008 Der Gesamtwert des Weltmarktes für Industrieroboter betrug laut der Studie im Jahr 2008 6,2Mrd. US-$. Dieser Wert enthält nicht die Kosten für Software, Peripherie und Systementwicklung. Der Gesamtmarkt für Robotiksysteme ist zwei- bis dreimal höher. Der Weltmarkt für Robotersysteme wird deshalb auf rund 19Mrd. US-$ geschätzt. Erholung zwischen 2010 und 2012 Die Trends in der Verarbeitenden Industrie können in einem Begriff zusammengefasst werden: \’Green Automation\‘. Energieeffizienz, Reduzierung des CO2-Ausstoßes und Qualitätsmanagement sind die wichtigsten Merkmale für zukünftige Produktionsprozesse. Erfolgreich werden laut der Studie die Roboterhersteller sein, die die richtigen Lösungen für die Industrie anbieten, um die Herausforderungen zu meistern. Nach dem starken Einbruch der Roboterverkäufe 2009 werde wieder ein Anstieg von durchschnittlich 15% jährlich erwartet. Damit werde 2012 wieder eine Absatzmenge von 100.000 Stück erreicht. Der operierende Bestand von Industrierobotern werde durch den starken Rückgang 2009 und die langsame Erholung während des Prognosezeitraumes mehr oder weniger stagnieren. In den meisten traditionellen Märkten werde der Bestand stagnieren oder gar sinken, während er in den Wachstumsmärkten weiter ansteigen soll. Der Trend zur Automatisierung wird sich also fortsetzen. Industrieroboter sind laut IFR die Schlüsselkomponente im Automatisierungsprozess, und Automation ist der Schlüssel für eine umweltfreundlichere Produktion, eine höhere Produktivität, mehr Qualität und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz und um die Probleme des demografischen Wandels unserer Gesellschaft zu lösen. (afs)
Roboter-Weltmarkt bricht nach wirtschaftlichem Abschwung ein
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