Die ersten Werkzeugsysteme des Herstellers mit Punktschweißzange für Medientransfer und Werkzeugwechsel wurden bereits 1986 eingeführt, lange bevor die Autofabrik den Firmennamen Autonova (1994), Volvo (2000) und Pininfarina (2005) erhielt. Die Installation der Werkzeugwechsler mit Drehdurchführung für Punktschweißung im Jahr 2006 machte Pininfarina zu einem der ersten Automobilhersteller, der dreiteilige Hardtop-Dächer baute. Montageverfahren in der Karosseriebodenlinie Die drei wichtigsten Teile des Bodens des Volvo C70 sind ein vorderer, mittlerer und hinterer Boden. \“Diese Komponenten erhalten wir fertig geformt von einem externen Zulieferer. Sie werden in unserer ersten Linie, der Karosseriebodenlinie, zusammengeschweißt. So entsteht die Grundplatte der Karosserie\“, erklären die Volvo-Wartungstechniker Maths Karlsson and Håkan Olsson. Anschließend wird der Karosserieboden zur nächsten Linie befördert, wo zusätzliche Bodenteile fest verschweißt werden, wie der hintere Radraum und die Rückwand. Nach dem Einrasten der Indexierbolzen der Bodengruppen wird der Karosserieboden sowohl von Hand als auch durch Roboter fertig geschweißt. Montage von Seitenteilen, Türen, Motorhaube und Kofferraum Die Karosserie-Seiten werden in zwei getrennten Linien gebaut und gelangen über ein Palettensystem zur Hauptlinie, wo sie von einem Roboter an die Karosserie geschweißt werden. Die angewandten Schweißverfahren sind Widerstandsschweißen, Löten sowie Laser- und MIG-Schweißen (Bild 2). In der Endmontage werden Türen, Dach, Kotflügel, Motorhaube und Kofferraum installiert und von Hand geschweißt. Es gibt mehrere Gründe, die Qualitätskontrolle an der fertigen Karosserie durchzuführen, bevor man sie zum Tauchbad und zur Lackiererei transportiert. Transport für Reinigung, Korrosionsschutz und Lackiererei Die Karosserien werden für den Transport zum Volvo-Werk in Göteborg auf Lastwagen geladen. Dort werden sie gereinigt und vor Rost geschützt. Dann sind die Karosserien fertig für den Rücktransport in die Lackierung und Montage bei Pininfarina AB in Uddevalla. Werkzeugwechsler mit Drehdurchführung Der Werkzeugwechsler mit Drehdurchführung STC350SWP (Bild 1) wurde vom Hersteller für Punktschweiß-Anwendungen mit Robotern entwickelt. Er ist als Durchführeinheit ohne oder mit Werkzeugwechsler erhältlich. Alle Kabel und Schläuche wurden der Struktur und dem Bewegungsmuster eines ABB Roboters angepasst, sodass die Geschwindigkeit, Beschleunigung und Reichweite des Roboters im Vergleich zu einem \’leeren\‘ Roboter unverändert bleiben. Sämtliche Produkte sind als 3D-Modelle lieferbar und unterstützen somit die Offline-Programmierung des Roboters. Das System wird mit allen benötigten Teilen geliefert, um die Installation ab der Anschlussstelle des Roboters zu vereinfachen. Alle Medien wie Druckluft, Kühlwasser, Schweißstrom und elektrische Signale werden bereitgestellt. Mithilfe des True Connect-Systems mit spielfreier Einrastung kann der Roboter diese große, schwere Schweißzange mit eingebautem Transformator stets in die gleiche Position bringen, mit hoher Wiederholgenauigkeit während seines gesamten Lebenszyklus. Die Verriegelung mit spielfreier Einrastung bietet den Robotern hohe Leistungsfähigkeit und kurze Zykluszeiten. Deutliche Vorteile für den Anwender Die Wartungstechniker Håkan Olsson und Maths Karlsson (Bild 3) schätzen bei den Werkzeugsystemen und Werkzeugwechslern mit Drehdurchführung die hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer. Einiges Roboterzubehör des Herstellers ist seit Anfang an noch immer im Einsatz. Die Drehdurchführung benötigt etwa alle zwei Jahre eine Wartung, während das Schlauchpaket Dress-Pack mehr als fünf Jahre lang wartungsfrei im Einsatz bleiben kann. Die hohe Positioniergenauigkeit und der genau geregelte Schweißstrom haben einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Karosserieböden. Dies ist vor allem bei Autos ohne Dach besonders wichtig. Beide Techniker sind mit dem Service, den Wartungs-Schulungen und der technischen Dokumentation des Herstellers sehr zufrieden. Sie loben auch den hohen technologischen Stand, die leichte Montage, die einfache Benutzung und die hohe Schutzart IP67 der Werkzeugwechsler mit Drehdurchführung.
Roboterzubehör erhöht Effizienz in der Karosseriefertigung
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
Prozessautomatisierung
Ethernet-APL-Switches verbinden bis zu zwölf Feldgeräte direkt mit dem Ethernet-Netzwerk
Phoenix Contact erweitert sein Ethernet-APL-Portfolio um zwei Managed-Switch-Varianten mit zwölf Ports für die Prozessautomatisierung.
-
Elektromechanischer Fügemodule
Kistler präsentiert elektromechanische Fügesysteme, die Messdaten mittels weiterentwickelter Telemetrie kabellos übertragen.
-
Neue Funktionen für Siemens KI-Agent
Siemens hat zwei neue Funktionen für den Eigen Engineering Agent, eine speziell für die industrielle Automatisierungstechnik entwickelte KI, vorgestellt.
-
Antriebstechnik
Motor und Umrichter zu einer kompakten Antriebseinheit kombiniert
Mit Nordac Fusion stellt Nord Drivesystems ein integriertes Antriebssystem vor, das Motor und Frequenzumrichter zu einer kompakten Einheit kombiniert.
-
Linearführung für Extrembedingungen
Bosch Rexroth erweitert sein Portfolio an Kugelschienenführungen um den Führungswagen NRTVG für Anwendungen…
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Multiprotokoll-Schnittstelle für IO-Link-Master
Text:Der IO-Link Master AL1602 von IFM mit Multiprotokoll-Schnittstelle bietet acht IO-Link-Ports (Class A/B)…
-
5G-Konnektivität für die Industrie
Mit der Aufnahme der 5G RedCap-Router von Teltonika erweitert Spectra das Portfolio um…
-
Kreislaufwirtschaft in der Robotik
Ein zweites Leben für Industrieroboter
Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren von einem optionalen Zusatz zu einem…
-
Neue IO-Link-Komponenten bringen Innovationen in die Automation
Mehr Flexibilität auf den letzten Metern
IO-Link hat sich zum Standard-Installationssystem auf der untersten Feldebene entwickelt. Weltweit sind schon…
-
Zahl der Industriebeschäftigten auf Zehnjahrestief
Wie aus einer Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der…
-
Mehr Kraft für Linearantriebe
Stöber hat die Leistungsfähigkeit seiner Zahnstangengetriebe, einer Kombination aus den Planetengetrieben PH sowie…
-
Omron stellt die Weichen bis 2030
Weniger Varianten, näher am Markt
Mit Shaping the Future 2030 richtet sich Omron strategisch neu aus: flexibler, regional…
-
Ganzheitliche Asset-Strategie statt isolierter Wartung
Predictive Maintenance über Systemgrenzen hinweg
Predictive Maintenance ist längst mehr als ein Trendthema der Instandhaltung. In vielen produzierenden…
-
IO-Link ist für IFM mehr als eine Schnittstelle – eine Strategie
Der lange Weg vom Sensor-Interface zum Ökosystem
Wenn Joachim Uffelmann, langjähriger IO-Link-Experte bei IFM Electronic, über die Sensorschnittstelle spricht, wird…
-
Wie Simulation die elektrische Auslegung und die Inbetriebnahme beschleunigt
Virtuell voraus
Die Simulation elektrischer Antriebe ist in der Antriebstechnik längst mehr als ein reines…
-
Kommunikationsfreudige Switches erleichtern die Modernisierung von Schaltanlagen
Weniger Kosten und Konfigurationsaufwand
Alle Unternehmen sind auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen – doch nur wenige verfügen…
-
SE Tylose setzt auf SAP PM und Argvis als durchgängige CMMS-Plattform
Schluss mit Insellösungen in der Instandhaltung
Über 30.000 Aggregate, strenge GMP-Vorgaben und gewachsene IT-Strukturen: Die Instandhaltung bei SE Tylose…
-
Schlegel: Größtes Bauprojekt der Firmengeschichte
Das Elektrotechnik-Unternehmen Georg Schlegel investiert einen Millionenbetrag in einen Neubau am Standort Dürmentingen…
-
Factory-X-Konsortium zieht Bilanz nach Projektabschluss
Zum Abschluss von zweieinhalb Jahren gemeinsamer Projektarbeit hat das Factory-X-Konsortium beim Abschlussevent am…
-
KI-gestütztes Engineering
Mit dem Copilot stellt Eplan eine neue Generation KI-gestützter Assistenz vor, die den…
-
Bestandsmaschinen zukunftsfähig machen – mit Edge, Cloud und KI
Durch Retrofit zur datengetriebenen Produktion
Industrielle Produktionsanlagen sind auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Viele Maschinen, Linien und Anlagen…
-
Überwachungsgerät schützt das Herz der Anlage
Condition Monitoring direkt im Schaltschrank
Condition Monitoring im Schaltschrank wird zunehmend zum Schlüssel für stabile Prozesse und hohe…
-
Webbasiertes Lifecycle-Management mit DevSecOps und KI-Unterstützung
Codehoheit in der Cloud
Wer Verpackungslinien betreibt oder baut, kennt das Problem: SPS von Hersteller A, Antriebe…
















