Moderne Leistungsschalter müssen wesentlich mehr leisten als einfach nur große Lasten im Betrieb zu- oder abschalten zu können. Von erheblich größerer Bedeutung ist der Einsatz eines solchen Schalters als Schutzeinrichtung für Anlagen oder große Verbraucher. Ausgefeilte Messtechnik liefert zusätzlich Informationen darüber, ob ein Fehler, wie beispielsweise ein Kurzschluss, vorliegt, oder ob ein Verbraucher – also etwa ein Transformator oder ein Motor – einen hohen Einschaltstrom zieht. Beim Abschalten im Fehlerfall muss der Leistungsschalter mit Strömen fertig werden, die weit über den Betriebsströmen liegen. Für einen optimalen Schutz von Personen und Anlagen muss der Ausschaltvorgang im Fehlerfall und damit natürlich auch die Auswertung der Messung vor allem sehr schnell gehen. Bei der Entwicklung der neuen Leistungsschalter-Familie wurden viele Kunden- und Marktanforderungen berücksichtigt, wie beispielsweise die Kombination von Schutz- und Messfunktionen in einem Gerät. Der Compact NSX ersetzt durch seine Multifunktionalität eine Vielzahl konventioneller Überwachungsgeräte wie Amperemeter, Voltmeter und Wattmeter. Dies bietet flexible Möglichkeiten für die Anzeige wichtiger Daten vor Ort und ermöglicht eine einfache nahtlose Einbindung in Energiemanagement-Systeme, in denen die Daten, die im Leistungsschalter erfasst werden, gesammelt, verdichtet, aufbereitet und analysiert werden. Ebenso wird auf Basis der Messdaten des Leistungsschalters eine vorbeugende bzw. bedarfsabhängige Wartung möglich. Das Servicepersonal kann zudem eine genaue Fehleranalyse vornehmen, Stillstandzeiten werden so klein wie möglich gehalten. Präzise Messung, hohes Ausschaltvermögen und hohe Lebensdauer Der Compact NSX baut auf bewährten Prinzipien seiner \’Vorfahren\‘ auf. Insbesondere ist hier das Prinzip der Doppelunterbecher – der sogenannten \’roto-aktiven Unterbrechung\‘ – zu nennen, das dem Leistungsschalter kurze Schaltzeiten, ein sehr hohes Auschaltvermögen bis 150kA bei kompakten Abmessungen sowie ein hohes Strombegrenzungsvermögen und eine lange Lebensdauer verleiht. Der Leistungsschalter ist somit äußerst robust. In den Compact NSX integriert ist die neue Wandler-Generation, die aus einer Kombination eines Eisenkern-Wandlers für die Spannungsversorgung der elektronischen Auslösesysteme und eines Wandlers mit Rogowski-Spule für die Messung besteht. Der Einsatz der Rogowski-Spule verschafft dem Messsystem eine Reihe von Vorteilen: – Die Kennlinie ist linear. Messwerte müssen deshalb nicht extra über die Kennlinie eines klassischen Strom wandlers unter Berücksichtigung der Hysterese linearisiert werden. Dies er möglicht Ampere-genaue Messungen über den gesamten Anwendungs- bereich. – Der Messbereich reicht bis zum 14-fachen des Nennstromes. Damit lässt sich sehr genau zwischen Fehlerströmen und den Einschaltströmen bestimmter Verbraucher wie Transformatoren oder Motoren differenzieren. Abschaltungen in vermeintlichen Fehlerfällen, bei denen es sich in Wirklichkeit um hohe Einschaltströme handelt, können so vermieden werden. Mess- und Schutzsystem sind voneinander entkoppelt, es findet keine gegenseitige Beeinflussung statt. Sämtliche Schutzfunktionen sind mit einem speziellen Asic-Baustein realisiert, der hohen Schutz gegenüber Störeinflüssen bietet. Markttrend: Energie- bzw. Anlagenmanagement und Energieverfügbarkeit Der Einsatz eines Energiemanagements ist bei stetig steigenden Energiekosten die Grundlage für das wirtschaftliche Betreiben von elektrischen Anlagen. Durch die Messung von Betriebsdaten und das rechtzeitige Erkennen von Störgrößen können fundierte Erkenntnisse gewonnen werden, um Betriebskontinuität und Energieeffizienz zu erzielen. Hier kann der Compact NSX seine Stärken ausspielen: Er ist nicht nur ein Schutz- und Schaltgerät, sondern auch ein Hochleistungsmessgerät, das sich zur Anlagenüberwachung und -verwaltung eignet. Damit eignet sich dieser Leistungsschalter als Baustein für Lösungen rund um das Thema Energieeffizienz. Die Daten, die vom Compact NSX zur Verfügung gestellt werden, bilden die Grundlage für die Kostenoptimierung durch Identifikation von \’Energiefressern\‘ und die verbrauchergerechte Aufschlüsselung der Kosten, die Vermeidung teurer und ungeplanter Anlagenstillstände durch Erkennen von Schwachstellen und Informationen zur vorbeugenden Instandhaltung sowie die Sicherung der Energiequalität durch Messungen von Oberschwingungen, Blindleistung und Wirkungsgrad. Der Zugang zu den Informationen In die Leistungsschalter sind sämtliche Schutz- und Messfunktionen optional integrierbar, und zwar ab dem kleinsten Gerät mit einem Bemessungsstrom von 16A. Der Anwender kann in Abhängigkeit seiner Anforderungen zwischen verschiedenen Ausführungen des elektronischen Auslösesystems auswählen. Bei steigenden Anforderungen können erweiterte Schutz- und Messfunktionen jederzeit nachgerüstet werden. Im Schaltschrank führt dies zu einer erheblichen Platzersparnis. Der Benutzer kann auf die gewünschten Parameter und Einstellungen direkt zugreifen: Die Einstellungen erfolgen intuitiv und werden am integrierten Display des Auslösesystems angezeigt. Hier können außerdem die wichtigsten Messdaten wie beispielsweise momentane Strombelastung oder Phasenbelastung abgelesen werden. Über das optionale Display für den Fronteinbau oder das Kommunikationssystem stehen dem Anwender sämtliche Messdaten zur Verfügung, wie beispielsweise: – I, U, P, Q, S, cos f, f, E (vier Quadranten) – Gesamt-Oberschwingungsgehalt für Strom und Spannung – Wartungsdaten wie Kontaktver- schleiß, Temperaur oder Lastprofil – Ereignisprotokolle mit Zeitstempeln Das vollgrafische Schaltschrank-Display FDM121 ist einfach zu lesen und ermöglicht einen schnellen Zugang zu detaillierten Informationen in acht Sprachen. Die wichtigsten Eigenschaften dieses Display-Moduls: – Abmessungen: 96x96x30mm (nied- rige Einbautiefe) – Digitale und graphische Messwertanzeige der Betriebsdaten – Intuitive Bedienung – Acht Sprachen für die Bedienung: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch und Chinesisch – Automatische Erkennung der Micrologic Auslösesysteme – Plug & Play: Programmierung oder Konfiguration sind nicht erforderlich – 24 V DC-Versorgung durch Klem- menleiste oder über RJ45-Stecker – Kommunikation Der Anschluss des Leistungsschalters an Kommunikationsnetzwerke ist schnell realisiert. Über ein Interface-Modul (IFM) und Schnellverkabelungszubehör können Daten über den Modbus ausgetauscht oder die Verbindung zu einem Ethernet-Netzwerk hergestellt werden. Der einzige Parameter, der zu konfigurieren ist, ist die Netzwerkadresse. Störmeldeerfassung und Alarmierung Betriebsstörungen werden frühzeitig erkannt, erfasst und vom Compact NSX gemeldet. Es gibt Betriebsstörungen, auf die sofort reagiert werden muss und solche, die keine sofortige Reaktion erfordern. Durch qualifizierte Alarme lassen sich die Störmeldungen differenzieren. So ist es einfach zu unterscheiden, ob der Soforteinsatz eines Technikers notwendig oder die Aufnahme in den Wartungsplan ausreichend ist. Die Alarmierung kann z. B. per SMS, E-Mail oder Fax zu einer Alarmzentrale bzw. zu den entsprechenden Verantwortlichen erfolgen. Fazit Die neue Leistungsschalter-Familie Compact NSX von Schneider Electric setzt neue Standards mit präziser Messung, kurzen Schaltzeiten und hohem Schaltvermögen. Durch die integrierte Kommunikation bilden diese Geräte einen Basisbaustein für das Thema Energieeffizienz: Sie liefern eine Fülle wichtiger Daten für sämtliche Betrachtungen zum Verbrauch, der Verfügbarkeit oder Qualität der Energieversorgung. Die Akquisition aussagekräftiger Energiedaten wird damit einfacher, der Anwender muss keinerlei zusätzlichen Aufwand betreiben. Der Compact NS war bei der Markteinführung ein Produkt, das seiner Zeit deutlich voraus war. Auch heute gilt er bei Experten immer noch als einer der modernsten Leistungsschalter: Zuverlässigkeit, Robustheit, Modularität und Selektivität des Geräts sind unerreicht. Die Montage des Leistungsschalters ist denkbar einfach. Der Anwender darf sich also darauf freuen, modernste Technik in der Tradition einer bewährten und auch bis heute kaum erreichten Familie von kompakten Leistungsschaltern zu erhalten. Kasten 1 Der Compact NSX im Überblick Zusätzlich zu den Basis-Funktionen, die von einem Leistungsschalter erwartet werden, bietet der Compact NSX erweiterte Schutzfunktionen wie Anlagen- und Motorschutz, eine erhöhte Selektivität, Betriebs- und Energiedatenerfassung vom kleinsten Gerät der Baureihe mit einem Bemessungsstrom von 16A an: Strom (I), Spannung (U), Wirkleistung (P), Blindleistung (Q), Scheinleistung (S), Energie (Vier-Quadranten-Messung), Leistungsfaktor (cos f), Frequenz (f), Oberschwingungen (THD) Plug & Play-Kommunikation Grundschalter und Auslöser können einzeln geliefert werden Kasten 2 Ablösung nach 20Mio. verkauften Exemplaren Nach nunmehr 15 Jahren und 20Mio. verkauften Exemplaren löst die neue Familie Compact NSX von Schneider Electric den Vorgänger Compact NS ab. Damit werden die Bedürfnisse der Anwender in einer modernen Produktfamilie erfüllt.
Schalten allein reicht nicht Neue kompakte Leistungsschalter von Schneider Electric
-
5G-Konnektivität für die Industrie
Mit der Aufnahme der 5G RedCap-Router von Teltonika erweitert Spectra das Portfolio um eine Mobilfunktechnologie, die speziell für moderne IoT- und M2M-Anwendungen entwickelt wurde.
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
Linearführung für Extrembedingungen
Bosch Rexroth erweitert sein Portfolio an Kugelschienenführungen um den Führungswagen NRTVG für Anwendungen unter extremen Umgebungsbedingungen.
-
Prozessautomatisierung
Ethernet-APL-Switches verbinden bis zu zwölf Feldgeräte direkt mit dem Ethernet-Netzwerk
Phoenix Contact erweitert sein Ethernet-APL-Portfolio um zwei Managed-Switch-Varianten mit zwölf Ports für die Prozessautomatisierung.
-
Elektromechanischer Fügemodule
Kistler präsentiert elektromechanische Fügesysteme, die Messdaten mittels weiterentwickelter Telemetrie kabellos übertragen.
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Multiprotokoll-Schnittstelle für IO-Link-Master
Text:Der IO-Link Master AL1602 von IFM mit Multiprotokoll-Schnittstelle bietet acht IO-Link-Ports (Class A/B)…
-
Zahl der Industriebeschäftigten auf Zehnjahrestief
Wie aus einer Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der…
-
Mehr Kraft für Linearantriebe
Stöber hat die Leistungsfähigkeit seiner Zahnstangengetriebe, einer Kombination aus den Planetengetrieben PH sowie…
-
IO-Link ist für IFM mehr als eine Schnittstelle – eine Strategie
Der lange Weg vom Sensor-Interface zum Ökosystem
Wenn Joachim Uffelmann, langjähriger IO-Link-Experte bei IFM Electronic, über die Sensorschnittstelle spricht, wird…
-
Kommunikationsfreudige Switches erleichtern die Modernisierung von Schaltanlagen
Weniger Kosten und Konfigurationsaufwand
Alle Unternehmen sind auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen – doch nur wenige verfügen…
-
SE Tylose setzt auf SAP PM und Argvis als durchgängige CMMS-Plattform
Schluss mit Insellösungen in der Instandhaltung
Über 30.000 Aggregate, strenge GMP-Vorgaben und gewachsene IT-Strukturen: Die Instandhaltung bei SE Tylose…
-
Kreislaufwirtschaft in der Robotik
Ein zweites Leben für Industrieroboter
Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren von einem optionalen Zusatz zu einem…
-
KI-gestütztes Engineering
Mit dem Copilot stellt Eplan eine neue Generation KI-gestützter Assistenz vor, die den…
-
Bestandsmaschinen zukunftsfähig machen – mit Edge, Cloud und KI
Durch Retrofit zur datengetriebenen Produktion
Industrielle Produktionsanlagen sind auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Viele Maschinen, Linien und Anlagen…
-
Überwachungsgerät schützt das Herz der Anlage
Condition Monitoring direkt im Schaltschrank
Condition Monitoring im Schaltschrank wird zunehmend zum Schlüssel für stabile Prozesse und hohe…
-
Webbasiertes Lifecycle-Management mit DevSecOps und KI-Unterstützung
Codehoheit in der Cloud
Wer Verpackungslinien betreibt oder baut, kennt das Problem: SPS von Hersteller A, Antriebe…
-
Omron stellt die Weichen bis 2030
Weniger Varianten, näher am Markt
Mit Shaping the Future 2030 richtet sich Omron strategisch neu aus: flexibler, regional…
-
Ganzheitliche Asset-Strategie statt isolierter Wartung
Predictive Maintenance über Systemgrenzen hinweg
Predictive Maintenance ist längst mehr als ein Trendthema der Instandhaltung. In vielen produzierenden…
-
Auslandsmärkte Maschinenbau: Auftragsbestand
38% der indischen Firmen melden überdurchschnittliche Bestände.
-
Conrad Whitepaper
Industrie 4.0 im Modell erleben und erproben
Mit der Agile Production Simulation (APS) von Fischertechnik lassen sich moderne Industrie-4.0-Konzepte praxisnah…
-
SpiraTec setzt Wachstum im Geschäftsjahr 2024/2025 fort
SpiraTec hat im Geschäftsjahr 2024/2025 ihren Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt und ihre Wettbewerbsposition weiter…
-
Neuer Manager Product Development bei Itac
Dr. Daniel Metz übernimmt ab sofort die Position Manager Product Development bei Itac.
-
Schlegel: Größtes Bauprojekt der Firmengeschichte
Das Elektrotechnik-Unternehmen Georg Schlegel investiert einen Millionenbetrag in einen Neubau am Standort Dürmentingen…
-
Factory-X-Konsortium zieht Bilanz nach Projektabschluss
Zum Abschluss von zweieinhalb Jahren gemeinsamer Projektarbeit hat das Factory-X-Konsortium beim Abschlussevent am…
das könnte sie auch interessieren
-
-
Mit hohem Abschirmfaktor
EMV-Schutzschläuche
-
Konform zur Maschinenverordnung
Sichere Kleinsteuerung
-
Zellspannung kompakt und sicher überwachen
Differenzielles Analog-Eingangsmodul
















