Im Bereich der Mobilen Automation sind minimale Rüstzeiten, ein hochproduktiver Arbeitsprozess und eine maximale Verfügbarkeit durch minimale Stillstandszeiten im Fehlerfall kein Zufall, sondern das Ergebnis eines optimalen Zusammenspiels von Mechanik, Hydraulik, Elektronik und Software. Eine diesen Anforderungen angepasste Steuerungsarchitektur liefert die hierfür notwendige Basis. Dezentrale Erfassung Ausgangspunkt ist hierbei die Erfassung aller relevanten Maschinenzustände über entsprechende Sensoren. Zur Vermeidung von Störeinkopplungen und zur Reduzierung des Verdrahtungsaufwandes werden diese digitalen oder analogen Sensordaten direkt durch die Sensoren selbst oder möglichst sensornah über CAN-Knoten konzentriert und weitergeleitet. Die Datenübertragung an die Steuerung erfolgt über den Feldbus CAN. Signale von Befehlsgebern wie z.B. analoge Joysticks und Bedienelemente werden ebenfalls konzentriert über den CAN-Bus übertragen. Zentrale Verarbeitung Die dezentral erfassten Daten werden dann an einen leistungsfähigen zentralen Prozessrechner mit SPS-Funktionalität gesendet. Dieser erhält so ein vollständiges Abbild des aktuellen Maschinenzustandes, auf dessen Basis die logische Verarbeitung durch das Anwenderprogramm erfolgt. Die hierzu notwendigen, teilweise sehr umfangreichen Prozessdaten (z.B. Lastmomenttabellen, Streu- und Spritzkarten, Geometriedaten) sind ebenfalls in diesem Prozessrechner hinterlegt. Im Rahmen des Datenloggings werden die später benötigten Maschinenzustandsdaten wie auch aktuelle Prozessdaten (gehobene Lasten, Feldertrag, etc.) zentral protokolliert und abgelegt. Das Ergebnis der logischen Verarbeitung wird wieder über den CAN-Bus an die dezentrale Aktorik, also Hydraulikventile oder Motoren, übertragen und in Echtzeit an Monitoren grafisch dargestellt. Mit der dezentralen Kommunikationsstruktur werden aufwendige Verdrahtungen in Form von kostenintensiven Kabelbäumen eingespart. Dies ist nicht nur bei großen Übertragungswegen, sondern auch an neuralgischen Punkten wie z.B. Drehkränzen von Vorteil. Unabhängig davon können über die gleiche Struktur Zustandsinformationen von Aktoren zurückgelesen werden. Dies ist insbesondere für die Fehlererkennung und Diagnose der externen Elemente von großer Bedeutung. Den Überblick behalten Die zentrale Verarbeitung und Speicherung ermöglicht den einfachen Zugriff auf die aktuellen wie auch die Historiendaten. Am Bedien-stand kann dem Maschinenführer so der aktuelle Maschinenzustand und gleichzeitig auch der Arbeitsprozess visualisiert werden. Auch der direkte Aufruf von Rüstzuständen und Historiendaten ist so möglich. Darüber hinaus ist dieser zentrale Speicherort der optimale Einstiegspunkt für vielfältige Telematikanwendungen. Abgerundet wird das System durch ein angemessen großes Display, welches eine benutzerfreundliche Darstellung für verschiedene Anwendungsfälle wie Rüsten, Arbeiten und Fehlersuche ermöglicht. Eine intuitive und weitgehend sprachunabhängige Maschinenbedienung wird durch eine mobiltaugliche Touchbedienung ermöglicht. Das Gesamtsystem ist demnach in 3 Ebenen gestaltet: 1. Bedienen / Beobachten 2. Steuern / Automatisieren 3. Sensorik / Aktorik Bedienung mit Touch-Display Inter Control bietet hier eine neuartige, mobiltaugliche und komfortable Lösung. Das Farbgrafik-Display digsy PMS ist speziell für den Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen entwickelt und konstruiert worden. Die Bedienung erfolgt durch das Touch-Display, welches für den rauen Betrieb ausgelegt wurde. Es ist kratzfest und mit Handschuhen bedienbar. Nach dem Motto \’Ein Bild sagt mehr als tausend Wort\‘ lassen sich bei Touchbedienung viele Funktionen über Symbole erklären, diverse Tastenbeschriftungen oder sogar Frontplattenvarianten erübrigen sich. Die Bedienerführung selbst erfolgt komfortabel durch Softkeys, die situationsbedingt aktuell in die jeweilige Bildseite eingeblendet werden. Für speicherintensive Grafiken, Prozessdaten und protokollierte Historiendaten steht ein großzügig bemessener CF-Speicher von bis zu 4GB zur Verfügung. Für noch schnelleren Zugriff verfügt das digsy PMS über 32MB SDRAM. Die 400MHz schnelle 32bit-CPU sorgt nicht nur für eine zügige Abarbeitung auch umfangreicher SPS-Programme, sondern darüber hinaus für ein reibungsloses Management der Prozessdaten. Sowohl das Steuerungsprogramm wie auch die grafische Oberfläche werden dabei durchgängig mit CoDeSys V.3 nach IEC61131 erstellt. Die vorhandenen LAN- und USB-Schnittstellen gewährleisten einen einfachen Zugriff auf die gespeicherten Daten und ermöglichen so eine komfortable Weiterverarbeitung auf einem Büro-PC. Auf dem gleichen Wege lassen sich notwendige Prozessdaten in das System einspielen. Zusammenfassung Das Steuerungssystem digsy PMS ermöglicht durch seine hohe Rechenleistung und umfangreiche Speicherkapazität eine klar strukturierte Steuerungsarchitektur. Es schafft so die Grundlage für höchste Transparenz, Servicefreundlichkeit, Verfügbarkeit und Produktivität.
Steuerungsarchitektur für mobile Maschinen
-
Sensorlose Sicherheitsfunktionen für die Antriebstechnik
Werkzeugmaschinen & Co sicher betreiben – ohne Drehzahlgeber
Bei Bearbeitungszentren und Werkzeugmaschinen bestehen für den Bediener oder Servicetechniker Gefahren durch rotierende Werkzeuge. Mit den sensorlosen Sicherheitsfunktionen SFM und SLOF, die im Drive Controller SD2 implementiert sind,…
-
Für kleinere bis mittlere Anlagenbauer
Drahtkonfektionier-Vollautomat
Rittal den Wire Terminal WT L vor, der besonders die Anforderungen kleinerer und mittlerer Steuerungs- und Schaltanlagenbauer erfüllt.
-
Energie- und Auslastungsmonitoring
Strommesseinheit
Mit der neuen Strommesseinheit CMU DC bietet Phoenix Contact eine eindeutig verständliche und kompakte Lösung für die Stromüberwachung.
-
Für den Schaltschrankbau
Robuste Schaltnetzteile
Die Schaltnetzteil-Serie SNT94 von Feas ist für den Einsatz in industriellen Schaltschränken ausgelegt.
-
All-in-Pakete ohne Zusatzkosten
Integrierte Engineering-Lösungen
Unternehmen im Schaltschrank-, Maschinen- oder Anlagenbau benötigen heute nicht einzelne Werkzeuge, sondern integrierte Engineering-Lösungen, die Arbeitsabläufe durchgängig unterstützen.
-
Phoenix Contact: Umsatzplus von 10% im ersten Quartal
Phoenix Contact ist mit einer starken Wachstumsdynamik in das Jahr 2026 gestartet.
-
MVO und CRA: Was Maschinenbauer jetzt wissen und tun müssen
Zwei Fristen, eine Verantwortung
Ab Januar 2027 löst die neue EU-Maschinenverordnung (MVO) die bisherige Maschinenrichtlinie ab -…
-
Deutsche Elektroexporte ziehen im Februar kräftig an
Im Februar konnten die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie kräftig zulegen: Sie…
-
SPS erschließt Automatisierungsmärkte in Asien und Amerika
Eine Marke, viele Märkte
Die SPS ist längst mehr als eine Messe in Nürnberg. Nach den Standorten…
-
Kompakte und präzise Kit-Encoder
Megatron bietet die Drehgeber ETx25K und HTx25K in unterschiedlichen Ausführungen an – als…
-
Miniatur-Absolutdrucksensor mit Kühladapter
Kistler präsentiert einen neuen Adapter mit integrierter Wasserkühlung (Typ 7547A) für den Miniatur-Absolutdrucksensor…
-
Robuste Sensoren für maritime Anwendungen
Die Sensoren der Full-Inox-Maritime-Serie von Contrinex bieten hohe Schutzarten (IP68/69K), sind korrosions- sowie…
-
Multifunktionale Stromverteilung für Power-to-X-Pilotanlage
„Wir können jederzeit umbauen oder erweitern“
Das Startup Greenlyte Carbon Technologies treibt mit neuartigen Power-to-X-Pilotanlagen die Energiewende voran. Mittendrin…
-
Programmierbare Relais schließen die Lücke zwischen SPS und Steuergerät
Das richtige Maß für moderne Automation
Mit einer Serie einfach programmierbarer Relais schließt Akytec die Lücke zwischen komplexen SPSen…
-
Bereitstellung der Ethercat-Funktionalität über den PLCnext Store
Ethercat in PLCnext
Mehr Performance, mehr Offenheit, weniger Integrationsaufwand: Moderne Automatisierung verlangt nach durchgängigen, flexibel erweiterbaren…
-
Middleware-Plattform für die industrielle Datenintegration
IT/OT-Datenintegration in der Praxis: Deployment zwischen Windows, Containern und Edge
Heterogene IT/OT-Landschaften sind in der Industrie die Regel – und mit ihnen unterschiedliche…
-
Prozessüberwachung im Food-Bereich
Kreislaufwirtschaft statt Einwegverpackungen
Das von CM-Automation und Ifco Systems gemeinsam entwickelte SmartGuardian-System standardisiert und überwacht weltweit…
-
Induktiver Präzisionswegsensor
Der mechanisch induktive Präzisionswegsensor Typ 8742 von Burster ist in Messbereichen von 0-2…
-
Lagerlose Safety Kit Encoder
TWK ergänzt seine Reihe der lagerlosen Drehgeber um die nach Herstellerangaben weltweit ersten…
-
Sensor- und Messtechnikbranche: Umsatz stabilisiert sich
Die Sensor- und Messtechnikbranche hat sich im Jahr 2025 leicht stabilisiert und zeigt…
-
Neues Vorstandsmitglied für Rockwell Automation
Rockwell Automation hat David A. Zapico mit Wirkung zum 16. April in den…
-
ZVEI: Nachwuchsförderung im Projekt Industrie4.0@School
Bundeskanzler Friedrich Merz diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der David-Roentgen-Schule.
-
Profinet Plugfest 2026: Starkes Momentum für sichere industrieller Kommunikation
Beim dritten Profinet Security Plugfest vom 24. bis 25. März an der OTH…
-
Protolabs-Report identifiziert KI als Wegbereiter für Industrie 5.0
Protolabs, ein Anbieter von digitalen Fertigungsdienstleistungen, analysiert in einem aktuellen Bericht Faktoren, die…
-
Fraport modernisiert die Visualisierung seiner Gepäckförderanlage
Leitstand für 100 Kilometer Logistik
Fraport betreibt am Flughafen Frankfurt eine der komplexesten Gepäckförderanlagen weltweit. Jährlich werden hier…
das könnte sie auch interessieren
-
Time-to-Market in der Automatisierung
Wie industrielle Kommunikation Entwicklungszeiten und Kosten beeinflusst
-
Standardisierung ebnet den Weg zur vernetzten Industrie
Der letzte Meter wird digital
-
Lineares Transportsystem für Batteriezellenmontage
Hohe Produktivität auf kleinem Raum
-
















