Fundierte Informationen über den Zustand von Maschinen, Anlagen und Prozessen sind die Voraussetzung dafür, die richtigen Entscheidungen treffen, bei Abweichungen oder Störungen schnell handeln und Abläufe kontinuierlich verbessern zu können. Nicht nur bei räumlich weit verteilten Systemen ist es dabei von Vorteil, wenn man auch aus der Ferne das Geschehen einsehen und bei Bedarf gezielt beeinflussen kann. Anwender des Scada-Systems Simatic WinCC von Siemens realisieren dies mit Hilfe des Optionspaketes WinCC/WebNavigator, über das sich in der höchsten Ausbaustufe bis zu 50 Web-Clients an einen oder mehrere Web-Server anbinden lassen. Dafür reicht im einfachsten Fall ein Standard-Web-Browser wie der Internet Explorer auf den Web-Clients, sodass langwieriges Installieren und auch spätere Wartungsarbeiten entfallen. Die nötige Sicherheit gewährleisten den gängigen Standards entsprechende IT-Mechanismen wie Log-in mit verdecktem Passwort, Zugriffschutz über Firewall und verschlüsselte Übertragung. Wer noch eine Nummer sicherer gehen will, kann den mitgelieferten WinCC-Web-Browser nutzen, der nur die Verbindung zu projektierten Netzwerkadressen zulässt und so das Risiko eines Angriffs von außen weiter reduziert. Über individuell einstellbare Nutzerrechte lässt sich außerdem der Zugriff auf das WinCC-System regeln. Vom einfachen \“View Only\“-Modus für bestimmte Benutzer bis hin zum vollen Lese-/Schreibzugriff, der auch das Bedienen sämtlicher Anlagenteile aus der Ferne, über das Intranet/LAN oder das Internet erlaubt. Damit sind auch die Voraussetzungen geschaffen für die Anbindung von Web- und Thin-Clients über Industrial Wireless LAN (IWLAN) und somit Mobilität sowohl im direkten Umfeld einer Anlage als auch von beliebigen anderen Standorten aus, beispielsweise über den Webbrowser des iPhone oder über jeden anderen PDA. WinCC und der WinCC/WebNavigator unterstützen gängige Netzwerk-Infrastrukturen, vom einfachen Einzelplatzsystem bis zu komplexen (Multi)-Client-Server-Installationen. Die aktuelle WinCC-Version 7.0 SP1 ist für den Betrieb unter Windows Vista konzipiert und nutzt die erweiterten grafischen Möglichkeiten des Betriebssystems. So können zum Beispiel von beliebigen WinCC-Prozessbildern erstellte Screenshots als verkleinerte Vista-Gadgets auf dem Desktop dargestellt und diese in definierbaren Abständen automatisch aktualisiert werden. Der Anwender sieht sowohl lokal als auch auf den Web-Clients den aktuellen Zustand der überwachten Anlage, beispielsweise in Form vordefinierter Key Performance Indicator (KPI). Bei relevanten Änderungen genügt ein Doppelklick auf ein solches Gadget und der Web-Browser öffnet sich mit dem vergrößerten Prozessbild und detaillierten Prozesswerten. Optionen für mehr Online-Transparenz Einfach projektieren, visualisieren und für den Abruf im Intranet bzw. Internet bereitstellen lassen sich die genannten KPI wie auch beliebige andere, vom Anwender frei definierbare Prozessinformationen mit WinCC/Datamonitor. Zu den Basisfunktionen dieser WinCC-Option gehört das Visualisieren von Prozesswerten und Meldungen über Process Screens, womit sich fertige WinCC-Oberflächen per Knopfdruck für den Abruf über das Internet bereitstellen lassen. Zentrales Portal für das Erstellen und Bereitstellen individueller Internetseiten ist das Datamonitor-Webcenter. Damit kann der Anwender Daten aus WinCC, ausgelagerten Archiven oder Central Archive Servern (CAS) für den zentralen Zugriff zusammenstellen, wobei vorgefertigte Templates eine einheitliche Grundstruktur für alle Webcenter-Pages vorgeben. Der Benutzer kann aus so genannten WebParts z.B. Prozesswerttabellen, Trends, Statistikanzeigen oder Alarmtabellen mit definierter Funktionalität eigene Bildschirmansichten konfigurieren und speichern. Er erstellt diese Ansichten unterstützt durch Wizards, d.h. ohne großen Engineering-Aufwand bzw. langwierige Programmierarbeit, individuell zugeschnitten für unterschiedliche Benutzer- bzw. Funktionsgruppen eines Unternehmens, wie Management, Bediener, Instandhaltung oder Energiebeauftragte. Weitere Kernfunktion des Datamonitors ist das Erstellen, Planen, Ausführen und Analysieren individueller Reports, basierend auf WinCC Reports bzw. sog. Excel Workbooks (Arbeitsmappen). Letztere lassen sich mit Hilfe komfortabler Wizards offline konfigurieren, sie werden zur Laufzeit manuell oder automatisch generiert, mit aktuellen Daten gefüllt und zum Abruf über Intranet bzw. Internet bereitgestellt. Automatische Reporte werden zum Beispiel zeit- oder ereignisgesteuert, zyklisch, stündlich oder jeweils bei Schichtende bzw. beim Erreichen eines bestimmten Prozesswertes angestoßen. Auch ein automatischer Versand per E-Mail an beliebige Empfänger ist möglich. Effizientes Energiemanagement integrierbar Jüngste Ergänzung des Scada-Systems von Siemens ist das Add-On Simatic powerrate für WinCC, ein leistungsfähiges Werkzeug mit maßgeschneiderten Funktionalitäten für das Erkennen und Evaluieren des Energiebedarfes und Realisieren von Einsparpotenzialen bei Energiekosten in industriellen Produktionsanlagen. Ein Thema, das angesichts weiter steigender Energiekosten bei gleichzeitig höheren Verbräuchen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Hauptaufgabe ist die automatisierte Überwachung vereinbarter Leistungslimits (Viertelstunden-/Stundenwerte) für alle eingesetzten Energieformen (Strom, Gas, Dampf …). Mit dem Ziel, unter anderem durch individuell anpassbare Lastabwurfstrategien die vereinbarten Bezugsgrenzen unter allen Umständen einzuhalten und diese im Idealfall zu senken. Auch in dieser Hinsicht kann webbasiertes Beobachten und Berichten der Schlüssel zu höherer Effizienz sein. Kasten: Demoprojekt im Internet Mehr zu den vielfältigen webbasierten Möglichkeiten für das Bedienen und Beobachten mit
Transparenz zu Effizienz Mit webbasiertem Bedienen, Beobachten und Berichten zu höherer Produktivität, Qualität, Verfügbarkeit und Energieeffizienz
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