Die EAE Ewert Ahrensburg Electronic GmbH ist Hersteller für Automatisierungslösungen von Zeitungsdruckmaschinen, Bühnentechnik, Schaltanlagenbau sowie M.I.S.-Software. In allen namenhaften Zeitungshäusern ist EAE präsent. Die bekannten Probleme so mancher Printmedien mit ihren rückläufigen Verkaufszahlen schlugen sich auch bei ihr nieder. Die Gesamtleistung des Unternehmens brach um 30% ein. Die Verluste hätten sich im folgenden Jahr verdoppelt. Schließlich drohte die Insolvenz, und die Banken forderten eine professionelle Beratungsagentur, die Sanierungsfähigkeit und -würdigkeit des Unternehmens zu prüfen. Beides wurde analysiert. Ein grobes Konzept entstand, das die Banken mittragen sollten. Wenn Zeit ein entscheidender Faktor ist Die Umsetzung hielt viele Herausforderungen bereit und war entscheidend für den Erfolg. Dafür sah das Konzept einen Chief Restructruring Officer (CRO) vor. Allerdings war die Zeit knapp, denn jeder zusätzliche Tag bedeutete weitere Verluste. Nichts, was sich das Unternehmen in dieser Situation leisten konnte. Ebenso wenig wie einen schlechten Sanierer. Wenn qualifiziertes Personal umgehend benötigt wird, gibt es eine Möglichkeit, die die wenigsten kennen: Anbieter von Interim Management, die aus eigenen Kandidaten-Pools den richtigen für ein konkretes Projekt finden. In ihren Datenbanken findet man Know-how für jede Sparte und jede Anforderung, so dass auch auf kurzfristige Anfragen bereits nach wenigen Tagen Kandidatenvorschläge unterbreitet werden können. In diesem Fall stellte die ZMM Zeitmanager München GmbH vier Kandidaten vor, von denen am Ende Werner Ringel gemeinsam mit dem Aufsichtsrat und den Wirtschaftsberaten ausgesucht wurde und auch die Banken überzeugte. Weitreichende Neuordnung nötig Vielfältige Aufgaben mussten angegangen werden. Werner Ringel tauschte das gesamte Management aus und hob die zweite und dritte Reihe in verantwortungsvolle Positionen. Die junge Garde nahm er an die Hand und baute sie so zur Führung auf. Er organisierte zudem die gesamte Struktur neu und schuf klare Verantwortlichkeiten in den einzelnen Bereichen. Daneben wurde das Reporting im Finanzbereich neu aufgestellt und der Vertrieb als Direktvertrieb reorganisiert. Um Schließungen kam er leider nicht herum und verlagerte zum Beispiel den Schaltanlagenbau an den zweiten Standort in Dresden. Insgesamt wurde die Projektsteuerung verbessert, was schließlich das benötigte Vertrauen am Markt zurückzugewinnen half. Vorher hatten Qualität wie Termintreue deutlich gelitten. Richtiges Handeln setzt gute Analyse voraus Neben diesen Änderungen des eigenen Rahmens musste Ringel jedoch noch einen ganz anderen Bereich ausbauen. Das Unternehmen fokussierte sich in der Vergangenheit vornehmlich auf das Maschinenneugeschäft. Jener Markt war jedoch zusammengebrochen, die Nachfrage sank dramatisch. Eine Investition, die über 20 bis 30% abgeschrieben werden muss, will gut überlegt sein. Viele Verleger beobachten die Marktentwicklung genau. Deshalb musste das Geschäftsmodell \’Retrofit\‘ von EAE erfolgreich ausgebaut werden. Fortan konzentrierte sich das Unternehmen darauf, die Software und Elektronikhardware in den Druckprozessen komplett zu modernisieren. Die Verleger schaffen sich damit zehn Jahre Zeit, um wegweisende Entscheidungen zu treffen. Zeitungsdruckmaschinen werden täglich nur eine begrenzte Zeit beansprucht. Dadurch hält die Mechanik zwischen 20 und 30 Jahre. Die Elektronik hingegen ist nach zehn Jahren überholt, neue Software und Hardware könnte die Druckvorgänge deutlich optimieren. Kostenersparnisse sind die Folge, die von den Verlegern händeringend forciert werden. Die Software bringt den Druck ins Rollen Werner Ringel engagierte sich in diesem Bereich und wollte die Position seines Unternehmens hier weiter ausbauen. Mit Retrofit gelang es ihm, höhere Produktivität und Zuverlässigkeit anzubieten und dies zu einem Preis, der nur 10-15% des Preises von Neumaschinen ausmacht. Die Zahlen sprechen für sich und ihn: \“Während das Unternehmen früher 20 bis 25 Neu-Anlagen mit seiner Steuerungssoftware pro Jahr ausstattete, trägt Retrofit mittlerweile 60% zum Gesamtumsatz bei. Der Umbruch ist gelungen, aus den Markttrends die richtigen Schlüsse gezogen\“. EAE hat einen starken Wandlungsprozess durchlaufen und hätte diese Kehrtwende nicht geschafft, hätte Ringel nicht entschieden die Marschroute geändert. Dass ihm die Belegschaft dabei folgte, ohne die seine Vorhaben nicht umsetzbar gewesen wären, war entscheidend und zugleich nicht selbstverständlich. Schließlich waren die hochqualifizierten Informatiker, Physiker und Ingenieure auf dem Markt begehrt und mussten durch die Umstrukturierungen Einschnitte in Kauf nehmen. \“Das Wichtigste für den Geschäftsführer ist die Kunst, mit Menschen umzugehen\“, erklärt Werner Ringel deshalb immer wieder auf die Frage, welche Eigenschaften für seinen Job entscheidend sind. Ebenso wichtig ist jahrelange Erfahrung. \“Mit unter 20 Jahren Berufserfahrung braucht man sich als Interim Manager gar nicht erst zu versuchen\“, findet er für Positionen im Sanierungsbereich. \“Bei jüngeren fehlen mitunter die absolute Überzeugung vom eingeschlagenen Weg sowie die Akzeptanz der Belegschaft, diesem Manager in einer schwierigen Situation zu folgen. Bei den zu treffenden Entscheidungen und den unvermeidlichen Balanceakten bringt ein Älterer oft mehr Augenmaß mit.\“ Der Automatisierung gehört die Zukunft
Unter Druck Interim Management in der Automatisierungstechnik
-
Bietet IE5-Wirkungsgrad
Induktionsmotor
WEG hat den W22 Prime auf den Markt gebracht, die nächste Generation seiner W22-Induktionsmotorenreihe.
-
Erfolgreicher Pharma Tech Talk von Pepperl+Fuchs
Am 1. und 2. Juli brachte Pepperl+Fuchs in Mannheim Experten aus der Pharma-, Life-Science- und der Automatisierungsbranche zusammen.
-
Erfolgreiche Veranstaltung von Gemü, IHK & VDMA
Gemü setzte mit der IHK Heilbronn-Franken und dem VDMA bei einer gemeinsamen Veranstaltung Impulse zu denThemen industrielle Datenräume und digitaler Produktpass.
-
Endress+Hauser eröffnet zwei neue Gebäude in den USA
Endress+Hauser hat zwei neue Vertriebsgebäude in den USA eröffnet.
-
Neue Doppelspitze am Fraunhofer FKIE
Prof. Christoph Igel ist mit Wirkung zum 15. August zum Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE berufen worden.
-
Für 24V-Anwendungen
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Weidmüller erweitert das Portfolio um die unterbrechungsfreie Stromversorgung Duramax.
-
Für Bahn-Anwendungen
Kabeldurchführungen aus TPE
Kabeldurchführungs-Systeme werden nach den strengen branchenspezifischen Normen geprüft und zertifiziert.
-
Schlüsselkomponente für IEC61800-5-2-konforme Antriebssysteme Sicherheitszertifizierte Drehgeber
Funktionale Sicherheit im Maschinenbau beginnt nicht im Antrieb, sondern am Sensor.
-
Für Rechenzentren, Edge-Umgebungen und Enterprise-IT
Gemanagte Rack-Stromverteilung
Panduit gibt den Produktlaunch der ES2P Power Distribution Unit bekannt, eine gemanagte Rack-PDU,…
-
Neue Automation-Einheit bei Siemens
Rainer Brehm übernimmt Leitung
Siemens stärkt sein Automatisierungsgeschäft und bündelt dazu die bisher vier Geschäftsbereiche in einer…
-
Ifo-Umfrage
Unternehmen erwarten eher sinkende Löhne durch KI-Einsatz
Viele Unternehmen in Deutschland erwarten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eher sinkende…
-
Zur Modernisierung von Werkzeugmaschinen
Bügelclips für Energieketten
Wollen Konstrukteure von Werkzeugmaschinen bei einer Modernisierung größere Schläuche einsetzen, erfordert das häufig…
-
Mit 8-poligem M12-Anschluss
Not-Halt-Schalter
Georg Schlegel erweitert seine Baureihe Shortron Connect um drei neue Not-Halt-Geräte mit 8-poligen…
-
… den aktiven Verteilern und Passivverteilern von Bihl+Wiedemann?
Unter dem Titel ‚Sichere Sache‘ stellte Bihl+Wiedemann in der Titelstory der Ausgabe 7/2016…
-
Geschäftsführerwechsel bei Alphitan
Alphitan gibt im 25. Jubiläumsjahr der deutschen Tochtergesellschaft Antecs einen Wechsel bekannt: Geschäftsführer…
-
Neue Fachmesse: All About Electronic Solutions
Mit der All About Electronic Solutions startet Easyfairs eine neue Messereihe.
-
Steuerungstechnik
SPS ermöglicht dezentrale Echtzeitkommunikation über CAN UDS
Die Arcon-SPS ist eine IEC61131-kompatible Steuerung für räumlich verteilte Automatisierungssysteme.
-
Inlandsbestellungen ziehen kräftig an
Elektroindustrie mit Auftragsplus zur Jahresmitte
Im Juni verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Plus von 13,3% gegenüber dem Vorjahr…
-
Auch Importe gestiegen
Exporte im Juni lagen bei +0,9%
Im Juni sind die deutschen Exporte gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 0,9%…
-
Industrielle Kommunikation
Mobilfunkmodule bringen 4G und 5G auf den Raspberry Pi
Spectra erweitert mit der Calyx Embedded Modul Serie Raspberry Pi 4 und Raspberry…
-
Drehzahl- und Positionssensor
Drehgeber kombiniert Positionsmessung und Zustandsüberwachung
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio digitaler MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle für…
-
Drehzahl- und Positionssensor
Drehgeber kombiniert Positionsmessung und Zustandsüberwachung
Lenord+Bauer erweitert sein Portfolio digitaler MiniCoder um eine Variante mit serieller Schnittstelle für…
-
Neuer Muttertyp sorgt für mehr Leistung
Bosch Rexroth erweitert die Performance Line seiner Kugelgewindetriebe um eine Lösung für vertikale…
-
Flexible Ethercat-Architektur
Der duale Ansatz von Dunkermotoren bei der Ethercat-Architektur ermöglicht es OEMs, die Antriebsarchitektur…
-
Physical-AI an der Edge
Das applikationsfertige Modul aReady.COM Conga-HPC/cRX1 mit AMD Ryzen AI Embedded X100 Series Prozessoren…
















