Mit kompatiblen Systemen zum Siemens-Portfolio ist Vipa ursprünglich bekannt geworden. Inzwischen treibt das Unternehmen den Ausbau seines eigenen Automatisierungsbaukastens voran. So existiert ein auf Basis der eigens entwickelten Speed7-Technologie ein umfangreicher Steuerungsbaukasten und auch ein eigenes umfangreiches Klemmenprogramm namens SLIO ist bei Vipa verfügbar. Nun geht das Unternehmen mit der Vorstellung eines eigenen Automatisierungsframeworks den nächsten logischen Schritt, denn Speed7 CPUs enthalten mehrere erweiterte Eigenschaften, darunter Remanenz-Merker, zusätzliche OBs, integrierte CPs und Profinet- bzw. Ethercat-Master-Funktionalitäten. Für diese Zusatzfunktionen wurde bisher zusätzlich zum Programmiertool für Step7 ein Konfigurationstool benötigt. Ziel war also die Entwicklung eines umfassenden Entwicklungsframeworks. In Workshops mit Vipa Kunden und unter Anregung von erfahrenen Inbetriebnehmern und Programmierern ist ein anwenderorientiertes Pflichtenheft entstanden. Mit Speed7 Studio stellt Vipa ein Engineering-Tool zur Verfügung, das dem Anwender den gesamten Automatisierungsprozess, von der Hardwarekonfiguration über Kommunikation und Programmierung bis hin zur Visualisierung in nur einer Software zur Verfügung stellt. Intuitive Bedieneroberflächen erlauben ohne Umwege den sofortigen Einstieg in die verschiedenen Module – zusätzliche Tools von Fremdanbietern für die Hardwarekonfiguration, für die Vernetzung der verschiedenen Feldbussen, die Programmierung oder für die Visualisierung und Bedienung der Anlagen werden damit überflüssig. Speed7 Studio ist ein Engineering-Framework, das mit neuesten Technologien entwickelt wurde, darunter .net 4.0 und vektorbasierte UI Visualisierung mit Windows Presentation Foundation. Hardwarekonfiguration, Vernetzung, Programmierung und Visualisierung nutzen eine zentrale, SQL-Server-basierte, Datenbank. Dadurch kann z.B. bei der Erstellung der Visualisierung direkt auf Variablen der Steuerung zugegriffen werden, ohne dass dafür ein Datenabgleich zwischen verschiedenen Tools erfolgen muss. Durch den Datenbank-Ansatz ist das Speed7 Studio schon jetzt für die Erstellung und Verwaltung von Multiuser-Projekten und eine Versionsverwaltung vorbereitet. Alle im Speed7 Studio genutzten Grafiken sind vektororientiert und werden beispielsweise für eine fotorealistische Darstellung der Baugruppen genutzt, die so verlustfrei gezoomt werden kann. Präsentiert wird das Speed7 Studio erstmals auf der SPS IPC Drives. Die Vipa-Hardware kann natürlich auch weiterhin mit Tools anderer Hersteller konfiguriert und genutzt werden. Einen vollständigen Bericht über die neue Engineeringsoftware lesen Sie in einer unserer kommenden Ausgaben.
Vipa stellt Automatierungsframework für Speed7-Technologie vor
Die Engineeringsoftware wird mehr und mehr zur zentralen Komponente eines Automatisierungsbaukasten. Vipa stellt zur SPS IPC Drives erstmals ein eigenes Entwicklungswerkzeug für seinen gesamten Automatisierungsbaukasten von Slice-IOs über Steuerungen bis hin zur Visualisierung vor.
Yaskawa VIPA controls
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