Mit zunehmendem Wissen um immer neue Gefahren, die beim Umgang mit Lebensmitteln für den Verbraucher auftreten können, werden die Anforderungen, Regeln und Normen immer strenger. Für Lebensmittel verarbeitende Betriebe und deren Maschinenlieferanten gilt es also, immer auf dem aktuellsten Stand zu sein und alle Anforderungen zu erfüllen, um Zulassungen zu er- bzw. behalten. Einer dieser Lieferanten ist die weltweit agierende Bizerba Gruppe, die sich seit nunmehr 145 Jahren mit der physikalischen Größe Gewicht beschäftigt und führender Hersteller von Waagen jeder Art ist. Bereits Ende der 1920er Jahre begann der Einstieg in die industrielle Wägetechnik. Heute reicht das Angebot von branchenspezifischer Software über Wäge- und Auszeichnungstechnik bis hin zu PC-Hardware, Scannern, Druckern und Etiketten. Dynamische Kontrollwaage für Hygieneanwendungen Um die strengen Auflagen wissend, die ihre Kunden befolgen müssen, brachte Bizerba 2010 die dynamische Kontrollwaage CWP Neptune für Hygieneanwendungen auf den Markt. Mit diesem Checkweigher im Hygiene-Design, der nach den Gestaltungskriterien der European Hygienic Engineering Design Group (EHEDG) unter Einhaltung der geltenden Maschinenrichtlinien konstruiert wurde, erhält der Kunde eine Lösung, die allen Hygienevorgaben entspricht. So reduziert sich sein Aufwand, selbst für die hygienische Sicherheit in der Verarbeitung zu sorgen. Bei der Kontrollwaage sind alle sensib-len Bereiche frei zugänglich, alle Maschinenteile abgerundet oder geneigt. So können sich nirgends Produktreste und schädliche Bakterien sammeln und später wieder in den Prozess gelangen. Die Anlage ist aus Edelstahl gefertigt und hält sowohl starken Reinigungsmitteln als auch regelmäßiger Hochdruckreinigung stand. Durch die Reduzierung von Einzel- und Verschleißteilen reduzieren sich für den Kunden teure Stillstandszeiten und Instandhaltungszeiten werden gesenkt. So können hocheffizient und absolut hygienisch rohes Fleisch, Backwaren, Käse oder Wurstwaren verarbeitet, gewogen und portioniert werden. Um die Anforderungen seiner Kunden langfristig zu erfüllen, steht das Produkt bei Bizerba unter ständiger Beobachtung für einen konstanten Verbesserungsprozess. Lichtschranke ohne separaten Reflektor oder Empfänger Eine neue Entwicklung, die den Bizerba Ingenieuren ins Auge gestochen ist, ist die SmartReflect-Lichtschranke von Baumer. Im Jahr 2011 hatte der Sensorhersteller die erste Lichtschranke, die ohne separaten Reflektor oder Empfänger arbeitet, auf den Markt gebracht. Mit diesem neuartigen Prinzip reduziert sich nicht nur der Installationsaufwand bei den Bizerba Konstrukteuren, sondern vor allem werden – ganz im Sinne des CWP Neptune Konzepts – weitere Komponenten reduziert, die Angriffspunkte in der Anlage darstellen könnten. Die Lichtschranken verwenden ein beliebiges Maschinenteil als \’Reflektor\‘. Die von Bizerba verwendete Variante des SmartReflect im Hygiene-Design wurde speziell für Edelstahloberflächen optimiert, wie sie in Lebensmittel verarbeitenden Maschinen zu finden sind. Die EHEDG-zertifizierten Sensoren im Edelstahlgehäuse erreichen bei einer Reflexion auf Edelstahl eine Reichweite von 800mm. Damit werden auch breitere Förderbänder optimal überwacht. Dank des Messprinzips wird die Sensorfunktion auch durch Verschmutzung oder prozessbedingte Veränderung des Maschinenteils nicht beeinträchtigt. Dicht nach Schutzart IP69K und darüber hinaus mit dem Baumer eigenen Prüfsiegel proTect+ für Langzeitdichtigkeit (s. Kasten) versehen, überstehen die Sensoren im CWP Neptune die gleichen Reinigungszyklen wie der Rest der Anlage und müssen nicht speziell gepflegt oder gewartet werden. Zusätzlich wurde der Teach-in der Sensoren für die Lebensmittelindustrie um eine unterstützende Funktion erweitert. Im Justierungs-Modus zeigt der Sensor an, wann das empfangene Lichtsignal qualitativ am besten für eine zuverlässige Detektion ist. Dies ist vor allem bei schrägen Flächen von Vorteil und bringt eine weitere Zeitersparnis bei der Sensorinstallation. \“In der Vergangenheit hatten wir leider negative Erfahrungen mit Lichtschranken eines anderen Herstellers machen müssen. Wir haben, um die Funktionssicherheit in dieser anspruchsvollen Umgebung zu gewährleisten, keine Experimente gewagt und umgehend einen optimal passenden Sensor qualifiziert. Die schnelle Reaktion von Baumer, mit kompetenter Unterstützung vor Ort sowie die erfüllten Sensoranforderungen bezüglich Dichtigkeit, Reinigungsmittelbeständigkeit und Prozesssicherheit haben uns überzeugt. Besonders der durch eine Edelstahloberfläche ersetzte Reflektor ist vorbildlich gelöst. Immer nach dem Motto: \’Weniger ist mehr!\’\“, zeigt sich Hermann Berger, Leiter Konstruktion Checkweigher bei Bizerba mit der neuen Komponente zufrieden. Aus der Reihe der EHEDG-zertifizierten Sensoren im Hygiene-Design sind neben den SmartReflect- Lichtschranken auch Reflexionslichttaster mit Hintergrundausblendung in der Kontrollwaage im Einsatz. Kasten 1: Das SmartReflect-Prinzip Die sicherste Art der Objektdetektion im Bereich der optoelektronischen Sensoren ist die physische Unterbrechung des Lichtstrahls einer Lichtschranke durch ein Objekt. Daher gelten Reflexions- und Einweg-Lichtschranken als zuverlässigste Lösung für sämtliche Aufgaben der Objekterkennung. Bei den SmartReflect-Lichtschranken wird der geschlossene Lichtstrahl – im Gegensatz zu einer Reflexions- oder Einweg-Lichtschranke – zwischen dem Sensor und z.B. einem Maschinenteil aufgebaut. Bislang übliche separate Reflektoren oder Empfänger sind überflüssig. Voraussetzung ist lediglich, dass sich ein definierter Hintergrund im Erfassungsbereich des Sensors befindet. Farbe und Material von Hintergrund und zu erkennendem Objekt spielen dabei keine Rolle. Die SmartReflect Lichtschranken sind schnell und einfach einstellbar mit 1-Punkt Teach-in und detektieren über Distanzen bis 2m. Spezielle Varianten detektieren nach dem gleichen Prinzip transparente Objekte wie Flaschen, Schalen oder sogar Folien. Kasten 2: proTect+ – Das Plus an Dichtigkeit Um auch in Applikationen mit anspruchsvollen Umgebungsbedingungen wie in der Lebensmittelindustrie langlebige Sensorlösungen anbieten zu können, hat Baumer das spezielle Dichtigkeitskonzept proTect+ entwickelt. Optimierte mechanische Schnittstellen und Fertigungsprozesse wie der besondere konstruktive Aufbau und die Auswahl hochwertiger Materialien sorgen für eine herausragende Beständigkeit und Langzeitdichtigkeit der Sensoren. In besonders harten Schocktestverfahren durchlaufen die Sensoren sowohl an der Luft als auch in Wasser diverse Temperaturzyklen und werden auf die für die Anwendung benötigte IP-Schutzklasse getestet. Die Hygienesensoren entsprechen so auch nach diversen Temperaturzyklen noch den Anforderungen der Schutzklasse IP68/IP69K.
Weniger ist mehr Lichtschranke für hygienisches Wiegen
-
Multiprotokoll-Schnittstelle für IO-Link-Master
Text:Der IO-Link Master AL1602 von IFM mit Multiprotokoll-Schnittstelle bietet acht IO-Link-Ports (Class A/B) mit insgesamt 16 flexibel nutzbaren Ein- und Ausgängen.
-
5G-Konnektivität für die Industrie
Mit der Aufnahme der 5G RedCap-Router von Teltonika erweitert Spectra das Portfolio um eine Mobilfunktechnologie, die speziell für moderne IoT- und M2M-Anwendungen entwickelt wurde.
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
Linearführung für Extrembedingungen
Bosch Rexroth erweitert sein Portfolio an Kugelschienenführungen um den Führungswagen NRTVG für Anwendungen unter extremen Umgebungsbedingungen.
-
Prozessautomatisierung
Ethernet-APL-Switches verbinden bis zu zwölf Feldgeräte direkt mit dem Ethernet-Netzwerk
Phoenix Contact erweitert sein Ethernet-APL-Portfolio um zwei Managed-Switch-Varianten mit zwölf Ports für die Prozessautomatisierung.
-
Mehr Kraft für Linearantriebe
Stöber hat die Leistungsfähigkeit seiner Zahnstangengetriebe, einer Kombination aus den Planetengetrieben PH sowie…
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Kreislaufwirtschaft in der Robotik
Ein zweites Leben für Industrieroboter
Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren von einem optionalen Zusatz zu einem…
-
Zahl der Industriebeschäftigten auf Zehnjahrestief
Wie aus einer Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der…
-
Ganzheitliche Asset-Strategie statt isolierter Wartung
Predictive Maintenance über Systemgrenzen hinweg
Predictive Maintenance ist längst mehr als ein Trendthema der Instandhaltung. In vielen produzierenden…
-
IO-Link ist für IFM mehr als eine Schnittstelle – eine Strategie
Der lange Weg vom Sensor-Interface zum Ökosystem
Wenn Joachim Uffelmann, langjähriger IO-Link-Experte bei IFM Electronic, über die Sensorschnittstelle spricht, wird…
-
Kommunikationsfreudige Switches erleichtern die Modernisierung von Schaltanlagen
Weniger Kosten und Konfigurationsaufwand
Alle Unternehmen sind auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen – doch nur wenige verfügen…
-
SE Tylose setzt auf SAP PM und Argvis als durchgängige CMMS-Plattform
Schluss mit Insellösungen in der Instandhaltung
Über 30.000 Aggregate, strenge GMP-Vorgaben und gewachsene IT-Strukturen: Die Instandhaltung bei SE Tylose…
-
Factory-X-Konsortium zieht Bilanz nach Projektabschluss
Zum Abschluss von zweieinhalb Jahren gemeinsamer Projektarbeit hat das Factory-X-Konsortium beim Abschlussevent am…
-
KI-gestütztes Engineering
Mit dem Copilot stellt Eplan eine neue Generation KI-gestützter Assistenz vor, die den…
-
Bestandsmaschinen zukunftsfähig machen – mit Edge, Cloud und KI
Durch Retrofit zur datengetriebenen Produktion
Industrielle Produktionsanlagen sind auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Viele Maschinen, Linien und Anlagen…
-
Überwachungsgerät schützt das Herz der Anlage
Condition Monitoring direkt im Schaltschrank
Condition Monitoring im Schaltschrank wird zunehmend zum Schlüssel für stabile Prozesse und hohe…
-
Webbasiertes Lifecycle-Management mit DevSecOps und KI-Unterstützung
Codehoheit in der Cloud
Wer Verpackungslinien betreibt oder baut, kennt das Problem: SPS von Hersteller A, Antriebe…
-
Omron stellt die Weichen bis 2030
Weniger Varianten, näher am Markt
Mit Shaping the Future 2030 richtet sich Omron strategisch neu aus: flexibler, regional…
-
KI bei der Arbeit: Fast die Hälfte lehnt sie ab
Auch im Berufsleben ist KI angekommen. 48% der Erwerbstätigen nutzen KI bei der…
-
Auslandsmärkte Maschinenbau: Auftragsbestand
38% der indischen Firmen melden überdurchschnittliche Bestände.
-
Conrad Whitepaper
Industrie 4.0 im Modell erleben und erproben
Mit der Agile Production Simulation (APS) von Fischertechnik lassen sich moderne Industrie-4.0-Konzepte praxisnah…
-
SpiraTec setzt Wachstum im Geschäftsjahr 2024/2025 fort
SpiraTec hat im Geschäftsjahr 2024/2025 ihren Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt und ihre Wettbewerbsposition weiter…
-
Neuer Manager Product Development bei Itac
Dr. Daniel Metz übernimmt ab sofort die Position Manager Product Development bei Itac.
-
Schlegel: Größtes Bauprojekt der Firmengeschichte
Das Elektrotechnik-Unternehmen Georg Schlegel investiert einen Millionenbetrag in einen Neubau am Standort Dürmentingen…
das könnte sie auch interessieren
-
-
-
Mit hohem Abschirmfaktor
EMV-Schutzschläuche
-
Konform zur Maschinenverordnung
Sichere Kleinsteuerung
















