Der Farbsensor unterscheidet Farbnuancen auf hohem Niveau. Mühelos erkennt er Unterschiede in der Farbsättigung, der Helligkeit und im Farbton. Deshalb findet man ihn in Lackieranlagen und Druckmaschinen oder auch in der Zuführung von Montageanlagen, wenn sich farblich optimal zueinander passende Kunststoffkomponenten wiederfinden müssen. Im Gegensatz zu den klassischen RGB-Farbsensoren mit ihren unterschiedlichen Mess- und Auswerteverfahren sowie den mitunter unvorhersehbaren Abweichungen gelingt es dem True-Color-Farbsensor, \’echte\‘ Farben in einem technischen Farbraum darzustellen. Präzise erkennt er ein Objekt und schaltet den entsprechenden Ausgang blitzschnell durch. Bis zu sieben Objekte werden so über Schaltausgänge abgebildet. Bezugsbasis für den Sensor ist der so genannte Lab-Farbraum, der sämtliche für den Menschen wahrnehmbare Farben darstellt. Dieser Farbraum ist auf Grundlage der Gegenfarbentheorie konstruiert, besteht aus drei Achsen und ist damit dreidimensional. Vereinfacht wird dieser Farbraum als Kugel dargestellt. Das Besondere: Die Farbdefinition ist in der EN ISO 11644-4 genormt und erfolgt unabhängig von der Art ihrer Erzeugung und Wiedergabetechnik und ist damit geräteunabhängig. Tastweiten bis 400mm möglich Der Sensor wird zusammen mit Lichtleitern eingesetzt, so lassen sich Applikationen auch unter besonders widrigen Umgebungsbedingungen und Einbauverhältnissen realisieren. Tastweiten bis zu 80mm sind kein Problem, mit optionaler Zusatzoptik sind sogar 400mm und mehr möglich. Das Teaching- und Konfigurationsverfahren des True Color Farbsensors erfolgt per Software. Dort legt man die Farbe entweder per Objekt-Teaching oder über die Eingabe des Lab-Farbwertes fest. Wählt man den \’Best Fit\‘-Modus, berücksichtigt der Sensor keine vorgegebenen Produkttoleranzen. Intern verarbeitet er die Parameter aller aktiven Produkte und gibt als Ergebnis jene Produktnummer zurück, die den aktuellen Istwerten des Sensors am nächsten kommen. Der Modus eignet sich daher sehr gut für Sortieraufgaben, wie die Auswahl eines Objektes aus mehreren möglichen. So kann z.B. überprüft werden, ob in einem Fertigungsablauf Objekte mit der richtigen Farbe zugeführt wurden, ohne die Einhaltung eines exakten Farbtons prüfen zu müssen. Der Precise-Modus gibt nur dann eine bestimmte Produktnummer als Ergebnis aus, wenn die aktuellen Istwerte des Sensors innerhalb der vorgegebenen Toleranzen für das Produkt liegen. Befinden sich die Istwerte außerhalb der Toleranzen aller gespeicherten Produkte, wird kein Produkt erkannt, die digitalen Ausgänge werden zurückgesetzt. Diese Betriebsart eignet sich somit bestens zur Qualitätssicherung von Objekten, da hier Toleranzen für Farbe und Intensität eingehalten werden müssen, damit ein Objekt erkannt wird. Von Vorteil: Als Vorgabe lassen sich im Sensor gleich mehrere Farbwerte setzen (bis zu sieben, plus Hintergrund) und damit Objekte mit unterschiedlichen Farben detektieren.
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