Ohne Berücksichtigung des Laststroms wählt man die Drehzahlkonstante gemäß der zweiten Regel: Die Wicklung braucht also einen genügend hohen Widerstand. Da die erlaubten Ströme mit zunehmendem Widerstand abnehmen, sollte man prüfen, ob der Dauerstrom nach wie vor ausreicht. Figur 1 zeigt sehr schön die gegenläufigen Effekte von verschiedenen Wicklungen. Je höher der Wicklungswiderstand, desto höher die erzeugte (Leerlauf-)Spannung. Aber je höher der Wicklungswiderstand ist, umso empfindlicher reagiert die Ausgangsspannung auf Stromänderungen. Die gegenläufigen Effekte können bis zu einem gewissen Grad vermieden werden, indem man grössere Motoren auswählt, welche kleinere Widerstände für dieselbe Generatorkonstante aufweisen (gemäß Regel 3).

Regel 4: Man verwende Getriebe, um sehr tiefe Drehzahlen zu erhöhen. Allerdings sind die Getriebe von Maxon Motor nur bedingt für Übersetzungen in höhere Geschwindigkeiten geeignet. Am besten eignen sich Getriebe, die rückdrehbar sind: Also Planetengetriebe mit einer bzw. zwei Stufen sowie Stirnradgetriebe (oder Spezialanfertigungen).

Getriebe/Motor-Kombinationen

Gründe für die Verwendung von Getriebe/Motor-Kombinationen liegen in den oft sehr langsamen Antriebsmechanismen bei Generatoren; da sie z.B. durch Wind, Wasser oder von Hand angetrieben werden. Einige beachtenswerte Aspekte und Empfehlungen dazu: Getriebe werden in diesen Fällen von der Abgangsseite her angetrieben. Allerdings sind die Maxon-Getriebe nicht speziell auf Rückdrehbarkeit ausgelegt und der Wirkungsgrad nicht sonderlich hoch. Getriebe mit hoher Untersetzung (drei Stufen und höher) sind nicht rückdrehbar. Sie drehen also nicht, wenn sie mit dem maximalen Dauerdrehmoment angetrieben werden. Besser geeignet sind ein- oder zweistufige Planetengetriebe. Diese können meist von der Abgangsseite her angetrieben werden. Noch besser sind Stirnradgetriebe. Sie sind viel leichter rückdrehbar und der Wirkungsgrad in diese Richtung ist höher.

Regel 5: Für den Spezialfall DC-Tacho sollte man DC-Motoren mit Edelmetallbürsten verwenden und die die Wicklung gemäß der geforderten Tachospannung und dem Drehzahlbereich der Anwendung wählen. Der Wicklungswiderstand spielt hier keine Rolle, solange der Lastwiderstand einige k gross und die Ströme entsprechend klein sind.

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