Maschinensicherheit auf dem nächsten Level

 Mit den Antriebsreglern SC6 und SI6 der 6. Generation bietet Stöber leistungsstarke Geräte für hocheffiziente Multiachs-Anwendungen.
Mit den Antriebsreglern SC6 und SI6 der 6. Generation bietet Stöber leistungsstarke Geräte für hocheffiziente Multiachs-Anwendungen. Bild: Stöber Antriebstechnik GmbH & Co. KG

Zur 6. Generation leistungsstarker Antriebsregler für hocheffiziente Multiachs-Anwendungen von Stöber gehört auch das kompakte Stand-Alone-Gerät SC6, das durch integrierte Leistungsversorgung und schmale Bauweise punktet. Damit eignet sich der Regler für platzsparende und wirtschaftliche Antriebskonzepte und antriebsbasierte Anwendungen mit bis zu vier Achsen. Erhältlich ist er als Einzel- oder Doppelachsregler mit einem Ausgangsnennstrom bis 19A. Dazu kommt die nur 45mm schmale Baureihe SI6, die durch ein zentrales Versorgungsmodul redundante Einspeise-Einheiten spart. Neu im Programm ist das Sicherheitsmodul SX6. Damit eignen sich beide Regler für sicherheitsrelevante Anwendungen bis SIL 3, PL e (Kategorie 4) nach DIN 61800-5-2 oder DIN EN ISO 13849-1.

Vielfältige Wege zur Maschinensicherheit

Das SX6, das Stöber zusammen mit Pilz entwickelt hat, ermöglicht die klassischen Stoppfunktionen Safe Torque Off (STO), Safe Stop 1 (SS1) und Safe Stop 2 (SS2). Ein Highlight: Auch bei Mehrachs-Reglern lässt sich die Sicherheitsfunktion STO für jede Achse individuell aktivieren. Neben diesen Funktionen wachen Safely Limited Speed (SLS) und Safe Speed Range (SSR) darüber, dass der Antrieb die projektierten Geschwindigkeitsgrenzwerte nicht überschreitet. Safe Direction (SDI) überwacht die projektierte Bewegungsrichtung, Safely Limited Increment (SLI) begrenzt zuverlässig das Schrittmaß und Safe Operating Stop (SOS) verantwortet den aktiven Stillstand.

Um die Produktivität und Verfügbarkeit der Maschine weiter zu steigern, hat Stöber die Überwachungsmechanismen der Sicherheitsfunktionen über die normativen Grundanforderungen hinaus ergänzt. Durch positionsbasierte Grenzwertüberwachung sowie das prädiktive Ausblenden von Störsignalen können die angestrebten Grenzwerte mit kurzem Störabstand angefahren werden. Das SX6 mit durchgängig zweikanaliger Struktur testet die integrierten Komponenten bei jedem Geräteanlauf, nach jedem STO und während des Betriebs. Damit erübrigen sich dokumentationspflichtige, zyklische Funktionstests der Sicherheitsfunktionen beim Endkunden.

Die Abschaltpfade der Stoppfunktion STO und SS1 sind mit 5 bzw. 6ms ziemlich schnell. Diese geringen Worst-Case-Reaktionszeiten, die verkürzten Sicherheitsabstände und vor allem die schnelle Wiederverfügbarkeit reduzieren die Stillstandszeiten und erhöhen die Anlagenverfügbarkeit. Angesteuert wird das SX6 über Ethercat. Dieses setzt dabei auf das sichere Protokoll Safety-over-Ethercat (Fail Safe over Ethercat, FSoE).

Einfacher Betrieb ohne spezielle Anforderungen

Für den Betrieb des Sicherheitsmoduls sind keine speziellen Motoren, Encoder, Kabel, Stillstands- oder Drehzahlwächter erforderlich. Konstrukteure können bestehende Antriebskonfigurationen weiterverwenden oder auf die in der Anwendung eingesetzten Komponenten wechseln. Im Servicefall kann mit einer SD-Karte als Datenspeicher eine bestehende Sicherheitsprojektierung unkompliziert und schnell auf andere Regler übertragen werden. Dafür sind weder spezielle Kenntnisse noch Software-Tools erforderlich.