Gibt es Grenzen, was die Anzahl der Smart Carriages oder deren Geschwindigkeit betrifft?
Stahnke: Die mögliche Anzahl der Transporteinheiten ist nicht begrenzt. Bezüglich der Geschwindigkeit ist das System aktuell bis 4m/s und Beschleunigungen bis 3G ausgelegt. Wenn man berücksichtigt, dass das Smart-Carriage-System ja nicht für den Einsatz in einer Maschine konzipiert ist, sondern dafür, beliebige Maschinen und Fabrikbereiche zu verketten, sind das sehr gute Werte.
Welchen Nutzen kann der Anwender aus der Energiezufuhr der Carriages ziehen?
Pütz: Gerade im Lebensmittelbereich müssen alle Parameter im Verpackungsprozess dokumentiert werden – z.B. dass ein transportiertes Produkt tatsächlich für einen vorgeschriebenen Zeitraum in einem vorgeschriebenen Temperaturprofil gewesen ist. Dadurch, dass die Smart Carriages Intelligenz und Energie an Bord haben, lassen sich entsprechende Temperaturfenster ganz einfach prüfen und an ein übergeordnetes System melden.
Stahnke: Bisher konnte der Anwender solche Prozesse meist nur innerhalb bestimmter Anlagen realisieren. Mit dem Smart-Carriage-System kann er Produktionsbereiche über den gesamten Prozess hinweg verketten und datentechnisch anbinden. Neben Sensoren lassen sich natürlich auch Aktorikelemente auf den Transporteinheiten einsetzen.
Es ist also möglich, Arbeitsschritte schon unterwegs zu erledigen?
Pütz: Ja, und deshalb geht das Potenzial das Smart-Carriage-System über bisherige Lösungen weit hinaus. Letztendlich ist der Anwender damit nicht nur in der Lage, Logistikprozesse in die Produktion zu integrieren, sondern auch umgekehrt: Produktionsprozesse in die Logistik. Der Warenfluss wandelt sich damit von der starren zur dynamischen Sequenz.
















