Erstpräsentation und Proof of Concept hat das System bestanden. Wie sieht die weitere Timeline aus?
Pütz: Das nächste Level wird zur SPS IPC Drives im Herbst erreicht. Dann ist der Produktkatalog komplett: von den einzelnen Schienenkomponenten über die Smart Carriages selbst bis zur entsprechenden Automatisierungstechnik. Der Kunde wählt dann einfach die Bauteile aus, die er im konkreten Anwendungsfall braucht. Ein Konfigurator steht ihm dabei beratend zur Seite und erstellt parallel die Stücklisten.
D.h. Sie setzen ganz klar auf Software-Tools, um die Komplexität des Systems für den Kunden beherrschbar zu halten?
Stahnke: Ja, denn das System muss für den Endanwender einfach bleiben – er darf ja keine Angst davor haben. Unserem Plug&Play-Anspruch nach, muss er sich mit den allermeisten Parametern nicht aktiv auseinandersetzen. IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert ohne grossen Trainingsaufwand: Selbst Einsteiger ohne Vorkenntnisse können dank kostenfreiem Baumer How-to-Tutorial IO-Link Geräte schon nach 80 Minuten in die SPS integrieren. ‣ weiterlesen
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
Zielen Sie mit dem Smart-Carriage-System hauptsächlich auf Modernisierung und Retrofit ab?
Pütz: In den klassischen Märkten liegt das größere Investitionspotential klar im Brownfield-Bereich. Die aufstrebenden Märkte müssen sich hingegen nur selten den genannten Flexibilisierungsanforderungen stellen. Es wird also in den meisten Fällen darum gehen, das Smart-Carriage-System in existierende Infrastrukturen einzupassen. Mit Standards wie PackML oder OPC UA sorgen wir für eine unkomplizierte Integration, aber auch dafür, dass wir unsere Kunden bei den verschiedenen Schritten zu einem Industrie-4.0-System begleiten können.















