Anforderungen an die EMV

Da Fahrzeuge mit immer mehr elektronischen Systemen ausgestattet sind, steigen auch die Anforderungen an die EMV. Jedes einzelne Antriebssystem darf benachbarte Komponenten in der Fahrzeugtopologie nicht negativ beeinflussen. Schon in einer sehr frühen Phase der Produktentwicklung war es Aufgabe, mithilfe von theoretischen und experimentellen Analysen, Methoden und Maßnahmen zu entwickeln, mit denen die Betriebssicherheit der gesamten kundenspezifischen HV-Systemkonfiguration im Fahrzeug sichergestellt werden kann. In einem DC-Verbundnetz erzeugt jeder Antriebsumrichter Spannungs- und Stromrippel unterschiedlicher Frequenzen. Diese treten im HV-DC-Netz auf, wenn sie nicht durch Filtermaßnahmen in den jeweiligen Antriebsumrichtern reduziert werden. Die Frequenzen können Resonanzstellen im gesamten DC-System anregen, wodurch es zu Spannungsüberhöhungen kommen kann, für die die Antriebsumrichter und Bauelemente nicht ausgelegt sind. Es kann zudem zu einer Reduzierung der Lebensdauer der Antriebsumrichter und letztendlich zu einem vorzeitigen Ausfall dieser kommen. Ebenfalls können Stromüberhöhungen im Resonanzfall auftreten, die zu höheren Verlusten in Kabeln und Antriebsumrichtern führen, für die sie ebenfalls nicht ausgelegt sind. Eine thermische Überlastung wäre die Folge. Jeder Antriebsumrichter im Hochvolt-DC-Verbund sollte am HV-DC-Eingang einen DC-Filter besitzen, dessen Resonanzfrequenz bei einem Wert deutlich kleiner seiner Schaltfrequenz liegen sollte. Die im Combivert T6 APD standardmäßig verbauten Filter gewährleisten im Verbund mit anderen Hochvolt-Komponenten in den Fahrzeugen eine hohe Betriebssicherheit.

Vernetzung in mobilen Maschinen

Um eine Interoperabilität aller im Fahrzeug vorhanden elektrischen Antriebssysteme sicherzustellen, sind für die intelligente Vernetzung der Komponenten im gesamten Fahrzeugsystem standardisierte Kommunikationsprotokolle relevant. Hier sind aktuell noch CAN-basierte Kommunikationsprotokolle maßgebend. SAE J1939 als IEC-Basisprojekt beschreibt typischerweise die CAN-Kommunikation und Übermittlung von Prozess- und Diagnosedaten im Bereich Nutzfahrzeuge. Isobus (ISO11783) standardisiert die Kommunikation im Bereich der Landmaschinen, z.B. zwischen Traktor und Anbaugerät. Mit dem Funktionsmodul MCU stellt der Antriebswechselrichter dafür eine frei programmierbare Steuerung für unterschiedliche Aufgabenstellungen zur Verfügung.

Einfache Bedienung

Eine benutzerfreundliche Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle für die Konfiguration und Antriebsparametrierung sind maßgebend für eine intuitive und effiziente Kommunikationsinfrastruktur. Über das CAN-Gateway lässt sich z.B. der hersteller- und anwendungsspezifische Austausch von Prozessdaten, Parametern und Diagnosenachrichten nach SAE J1939 realisieren. Zudem stehen Inbetriebnahmeassistenten für eine einfache Erstinbetriebnahme zur Verfügung.

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