Implementierung am Demonstrator

Ein Demonstrator in der Rohrfabrik dient dem Nachweis der Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen und auch ihrer kontinuierlichen Verbesserung. Im Vorfeld wurden diverse Sensoren und Messgeräte beschafft und über eine gemeinsame Steuerung verbunden. In 24 Versuchsreihen mit unterschiedlichen Ziehkernen, -ringen und -geschwindigkeiten wurden typische Fehlerbilder provoziert und die Messreihen ausgewertet. Diese Versuche führten u.a. zu einem besseren Verständnis der Prozessfehler und ihrer Ursachen – ein wichtiger erster Schritt für die Behebung bzw. Reduzierung dieser Fehler.

Industrie 4.0 im Rohrwerk

Die dahinter stehende SPS-, Datenbank-, Analyse- und Front-End-Technik beinhaltet – im Sinne von Industrie 4.0 – zudem eine Verknüpfung der Prozess- und Qualitätsdaten aus der Produktion mit den Auftrags- und Planungsdaten aus den ERP-Systemen. Dadurch ist eine systematische, anlagenübergreifende Prozessanalyse auf Basis von Online-Soll- und -Ist-Daten möglich. Für Poppe + Potthoff ist dieser Weg zur intelligenten Fabrik auch deshalb von großer Bedeutung, weil das Unternehmen mit hoher Flexibilität eine große Varianz an kundenspezifischen Präzisionsrohren in meist kleinen bis mittleren Stückzahlen fertigt. Nach Einschätzung und den bisherigen Erfahrungen des Unternehmens wird die Umsetzung dieses Transferprojektes einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von ungeplanten Stillständen und zur Steigerung der Prozesssicherheit, Produktivität und Produktqualität leisten – im Sinn des unternehmensweiten Projekts ‚Rohrwerk der Zukunft‘.

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IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert ohne grossen Trainingsaufwand: Selbst Einsteiger ohne Vorkenntnisse können dank kostenfreiem Baumer How-to-Tutorial IO-Link Geräte schon nach 80 Minuten in die SPS integrieren. ‣ weiterlesen

Weiteres Projekt: Die selbstlernende Richtmaschine

Inzwischen hat Poppe + Potthoff sich zusammen mit dem Fraunhofer IEM für ein weiteres it’s OWL-Transferprojekt qualifiziert. Dabei steht die Entwicklung und Inbetriebnahme eines Online-Geradheitsmessgeräts im Mittelpunkt. Auf dessen Basis werden Data-Mining-Verfahren und eine Auswertungslogik die Richtmaschine zu einer lernenden und sich selbst verbessernden Anlage machen. Im Ergebnis sollen Geradheiten mit einer Toleranz von weniger als 0,5 auf 1.000mm Rohrlänge ermöglicht werden.

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