
Wechsel an der Spitze
Keine Partnerschaften, aber spannende Personalia-News machte Lenze pünktlich zur Messe publik. So gibt es mit dem Jahreswechsel auch einen Wechsel an der Lenze-Spitze. Der Aufsichtsrat hat Dr. Marc Wucherer zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Er tritt die Nachfolge von Christian Wendler an, der sich nach mehr als zehn Jahren an der Unternehmensspitze zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet. Wucherer startete seine berufliche Laufbahn bei Siemens. Seit 2017 war er Vorstandsmitglied bei Bosch Rexroth und zuletzt Vorstandsvorsitzender bei Ziehl-Abegg. Auch im Vertrieb und Kundenservice will sich Lenze verstärkt aufstellen. In diesem Zuge wurden Markus Sandhöfner zum Group Vice President Global Accounts und Frank Lorch zum Leiter des Kundenservice ernannt. Sandhöfner war zuvor als Geschäftsführer für B&R in Deutschland verantwortlich. Mit seiner fast 30-jährigen Automatisierungs- und Vertriebserfahrung im OEM-Maschinenbau soll er das Kundenbeziehungsmanagement global ausbauen und die internationale Positionierung des Unternehmens stärken. Frank Lorch soll mit seiner Erfahrung in Produktentwicklung, Vertrieb und internationaler Vermarktung u.a. den internationalen Ausbau des Servicenetzwerks weiterentwickeln.
Thematisch ging es auf dem SPS-Stand von Lenze vor allem um die Nupano Suite, mit der Lenze dem Anwender über den gesamten Lebenszyklus der Maschine Antworten auf die Megatrends Digitalisierung, Energieeffizienz oder KI liefern will. Die Software soll dabei unterstützen, Engineering-Zeiten deutlich zu senken, die Cybersicherheits-Anforderungen zu erfüllen oder digitale Erlösmodelle zu entwickeln. Wie die dafür nötige durchgängige Vernetzung auf Hardwareseite realisiert werden kann, wurde etwa mit dem neuen Controller c530 gezeigt, der die IT-Seite direkt mit der Produktion verbindet. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein

Softwaredefinierte Fabrik
Neben dem breiten Antriebs- und Automatisierungsportfolio stellte SEW-Eurodrive an seinem Stand die softwaredefinierte Fabrik in den Mittelpunkt. Am Beispiel einer Verpackungsmaschine wurden die Möglichkeiten des webbasierten Tools DriveOperations vorgeführt, das zusammen mit den Partnern SDA und Clevertech entwickelt wurde. Die digitale Lösung soll die Integration von Steuerungen und Komponenten, das Softwaremanagement sowie die Bereitstellung und den Automatisierungs-Support für Feldgeräte vereinfachen. Softwarepakete oder erforderliche Tools können direkt in der Cloud ausgeführt werden. Ein aufwendiger Vor-Ort-Service wird dann in vielen Fällen nicht mehr benötigt. Somit reduziert sich der Aufwand für Projektierung, Inbetriebnahme, Produktion und Wartung. Das steigert die Effizienz, Flexibilität und den Engineering-Komfort. Auch zum Thema Simulation und Digital Twin gab es einen Demonstrator auf der Messe, der das Thema auf Basis einer eigenentwickelten Softwarelösung auch ohne Expertenwissen zugänglich machen soll.
Gegen den Fachkräftemangel
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Schneider Electric standen Technologien, die sich laut dem Unternehmen durch offene Standards, Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit auszeichnen. Wie smarte Lösungen die Folgen des allgegenwärtigen Personalmangels abfedern können, wenn sie offen kommunikativ und leistungsfähig sind, wurde an dem Storage&Retrieval-System der Firma Gollmann verdeutlicht. Die Lösung für die vollautomatische Lagerung und Ausgabe von Medikamenten in Apotheken umfasst moderne Technik wie PacDrive 3 und Lexium 32 Servoantriebe. PacDrive 3 ist ein leistungsfähiges Automatisierungssystem zur Steuerung von Maschinen und Anlagen, das Motion-Control-, SPS- und Robotik-Funktionen nahtlos integriert. Die Servoantriebe Lexium 32 bieten eine präzise und dynamische Bewegungssteuerung für industrielle Anlagen und Maschinen und zeichnen sich durch Effizienz und Flexibilität aus. Wie gewohnt legt Schneider Electric bei seinen Lösungen Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Das wurde bei vielen Exponaten und Demos ebenso deutlich, wie an dem CO2-neutralen Messestand und bei dem Gespräch mit Felix Kranter am Dienstag morgen bei Good Morning Automation auf dem Stand des TeDo Verlags. Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht



















