
Im Juni verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Plus von 13,3% gegenüber dem Vorjahr bei den Auftragseingängen. „Dieser jüngste Zuwachs geht diesmal nicht auf Bestellungen aus dem Ausland zurück, sondern beruht auf Inlandsbestellungen, die um ungewöhnlich starke 60,7% anzogen. Dabei waren Großaufträge im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie die zentralen Treiber“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Die Bestellungen von ausländischen Kunden gingen dagegen im Juni um 11,3% zurück. Die Auftragseingänge aus Ländern der Eurozone erhöhten sich im Juni um 9,1%. Gleichzeitig fielen jene aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums um 19,1% zurück.
Für das gesamte erste Halbjahr 2026 verzeichnete die Branche ein Auftragsplus von 9,5% gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Hier war die Entwicklung ausgeglichener: Die Inlandsaufträge stiegen in diesem Zeitraum um 9,7%, die Auslandsaufträge um ähnlich hohe 9,4%. Auch die Bestellungen aus der Eurozone (+9,5%) und aus Drittländern (+9,3%) zogen mehr oder weniger gleich stark an.
Auch die preisbereinigte Elektroproduktion ist im Juni stark angestiegen: plus 9,3%. „Davon profitierte auch das Wachstum der realen Produktion im gesamten ersten Halbjahr, das jetzt auf 0,7% kam und damit wieder stärker in Richtung der fürs Gesamtjahr prognostizierten plus zwei Prozent rückte”, so Gontermann.
Die nominalen Erlöse der deutschen Elektroindustrie beliefen sich im Juni 2026 auf 21,1 Milliarden Euro. Damit lagen sie 10% über ihrem Vorjahreswert. Die Inlandsgeschäfte stiegen um 13,8%, der Auslandsumsatz legte um 7,1% zu. Der Umsatz aus Geschäften mit der Eurozone (+10,2%) wuchs dabei etwa doppelt so stark wie der mit Drittländern (+5,4%).
Im gesamten ersten Halbjahr 2026 erhöhten sich die aggregierten Branchenerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,6% auf 114,7 Milliarden Euro. Dort kletterte der Inlandsumsatz um 6% (auf 53,9 Mrd. €) und der Auslandsumsatz um 3,4% (auf 60,8 Mrd. €). Geschäfte mit dem Euroraum (+ 4,2%) trugen wiederum stärker zum Wachstum bei als die mit Drittländern (+ 3%).
















