Regional, kompakt, kompetent

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Tanja Waglöhner, Geschäftsführerin Easyfairs GmbH – Bild: Easyfairs GmbH

Frau Waglöhner, wie entstand die All About Automation, und welche Entwicklung hat das Messeformat seit den ersten Veranstaltungen durchlaufen?

Die Idee war von Anfang an, eine Fachmesse zu schaffen, die Automatisierung nahbar, konkret und regional verankert präsentiert. Viele Entscheider aus dem Maschinenbau oder der industriellen Fertigung wollten Lösungen sehen, die wirklich zu ihrer Produktionsrealität passen – ohne Messestress, ohne Show, aber mit Substanz.

Die erste All About Automation fand 2014 in Friedrichshafen statt. Heute sind wir mit der aaa an elf Standorten in ganz Deutschland, in der Schweiz und ab 2026 auch in Österreich vertreten. Das Format hat sich weiterentwickelt, aber der Kern ist gleich geblieben: regional, kompakt, kompetent.

Was macht Ihrer Meinung nach das Erfolgsrezept der aaa-Messen aus, und warum treffen diese Veranstaltungen den Nerv der Aussteller sowie der Besucher?

Ich glaube, es ist die Mischung aus Überschaubarkeit und Relevanz. Die aaa ist keine riesige Messe, sondern eine effiziente Plattform für den Austausch zwischen Anbieter und Anwender im Automationsumfeld. Die Besucher kommen, weil sie Lösungen suchen; die Aussteller weil sie hier die Entscheider aus der Region, in der die Messe stattfindet, treffen.

Hat sich das Profil über die Jahre verändert?

Die Bandbreite der Aussteller ist größer geworden, neben klassischen Automatisierern und Komponentenherstellern sind heute viel mehr Softwareanbieter, Robotik-Spezialisten und IIoT-Unternehmen vertreten. Das spiegelt den Wandel in der Industrie wider, Automatisierung ist heute viel stärker vernetzt, digital und flexibel.

Die aaa hat sich mit der Branche weiterentwickelt – Schritt für Schritt, aber immer nah an der Realität der Anwender. Was gleichgeblieben ist: Der hohe Anteil an Entscheidern und Projektverantwortlichen aus der Region.

Die Messen finden 2026 noch häufiger statt als bisher. Was sind die Gründe für diese Expansion?

Wir gehen an neue Standorte, wenn das Interesse der Ausstellern dafür da ist. Wir wählen Regionen mit starken industriellen Clustern, aber keiner eigenen jährlichen Plattform für Automatisierung.

2026 kommen Berlin und Wels hinzu, 2027 Graz. Jeder Standort hat seine eigene Dynamik, aber die Idee bleibt immer dieselbe: Wir bringen Anbieter und Anwender dort zusammen, wo sie arbeiten – nicht nur dort, wo es traditionell Messen gibt. Das Konzept ‚regional, kompakt, kompetent‘ funktioniert, weil es skalierbar ist, aber trotzdem authentisch bleibt.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte und neuen Programmpunkte setzen Sie im kommenden Jahr?

Wir entwickeln die aaa kontinuierlich weiter. 2026 stehen z.B. die Themen KI in der Automatisierung, OT-Security, Easy Robotics und Industrielle Bildverarbeitung im Fokus. Das an einigen Standorten geplante Future Now! Hub zeigt Technologien, die kurz vor der breiten industriellen Anwendung stehen. Diskussionsrunden, Messerundgänge und Networking-Formate gewinnen mehr und mehr Raum auf der All About Automation.

Was ist die langfristige Zielsetzung der All About Automation?

Unser Ziel ist es, Automatisierung greifbar zu machen – für jedes Unternehmen, egal ob groß oder klein, ohne weite Wege und ohne hohe Hürden. Viele mittelständische Betriebe stehen vor der Herausforderung, ihre Produktion zu digitalisieren, Prozesse zu vernetzen oder dem Fachkräftemangel mit Automatisierung zu begegnen. Die All About Automation möchte Brücken bauen zwischen Herstellern und Anwendern, zwischen Technologie und Praxis, zwischen Idee und Umsetzung.

Wenn Besucher am Ende sagen: ‚Das war genau das, was wir gebraucht haben: konkrete Lösungen, gute Gespräche, inspirierende Atmosphäre‘, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und wenn Aussteller berichten, dass sie auf der aaa neue wertvolle Kontakte gewonnen haben, und das mit minimalem organisatorischem Aufwand, dann zeigt das, dass unser Konzept funktioniert.