Dem Energieverlust auf der Spur

 Stephan Fillinger im Industrial 
Application Center (IAC) von 
SMC in Egelsbach. Im interaktiven Showroom veranschaulichen 
direkt einsatzbereite Applikationen für Energieeffizienz (wie hier 
vom Air Management System), Handhabungstechnik und Sensorik die Produktpalette von SMC.
Stephan Fillinger im Industrial Application Center (IAC) von SMC in Egelsbach. Im interaktiven Showroom veranschaulichen direkt einsatzbereite Applikationen für Energieeffizienz (wie hier vom Air Management System), Handhabungstechnik und Sensorik die Produktpalette von SMC.Bild: TeDo Verlag GmbH

Ein wichtiger Baustein in Ihrem Portfolio ist das Air Management System. Was leistet es?

Das AMS ist für uns ein zentraler Ansatz, um Druckluft sichtbar und steuerbar zu machen. Das Druckluftmanagementsystem kombiniert Regler, Air Management Hub und Restdruckentlüftungsventil und ermöglicht es, den Druckluftverbrauch zu messen, zu überwachen und zu optimieren. Es arbeitet mit Schwellenwerten für Druck und Durchfluss und erkennt, wenn sich eine Maschine außerhalb des definierten Normalbereichs bewegt. Dann meldet das System: Hier läuft etwas nicht wie vorgesehen. Es greift aber nicht selbst in den aktiven Betrieb ein – das bleibt Aufgabe der SPS oder des Bedieners.

Stephan Fillinger mit dem Wireless Remote des EXW1, dass sich direkt am Werkzeug oder der Ventilinsel befindet und die Ventile sowie digitalen Ein-/Ausgänge steuert.
Stephan Fillinger mit dem Wireless Remote des EXW1, dass sich direkt am Werkzeug oder der Ventilinsel befindet und die Ventile sowie digitalen Ein-/Ausgänge steuert.Bild: TeDo Verlag GmbH

Welche Rolle spielt das im praktischen Betrieb?

Vor allem beim Energiesparen. Wenn etwa eine Leckage vorliegt, kann man den Druck gezielt absenken oder den Durchfluss reduzieren. So lässt sich der Verlust von vornherein begrenzen. Das AMS ist also kein autonomer Eingriff in die Anlage, sondern ein Instrument zur Transparenz und zur gezielten Optimierung.

EXW1 25A
Bild: SMC Deutschland GmbH

Und um daraus ein Condition Monitoring-Konzept zu machen arbeiten Sie mit In.Hub zusammen?

Genau. Über OPC UA, MQTT oder Modbus-TCP und das IoT-Gateway Hub-EN 200 von In.Hub erfasst und analysiert die Daten direkt vor Ort – ohne externe Cloudinfrastruktur. Auf dem Dashboard werden Energie- und Funktionsdaten sichtbar, sodass sich Kostenstrukturen analysieren und Einsparpotenziale erkennen lassen. Die Kombination ist flexibel erweiterbar – von der Überwachung einer einzelnen, kritischen Maschine bis hin zur Digitalisierung ganzer Fertigungslinien. Das geht schon deutlich über reines Monitoring hinaus.

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