
Viele industrielle Wärmeprozesse leiden bis heute unter einer unpräzisen oder trägen Leistungsregelung. Mechanische Schütze – einst Standard der Elektrowärmetechnik – erreichen ihre Grenzen: hohe Einschaltströme, intensiver Verschleiß, geringe Diagnosemöglichkeiten und unzureichende Energieeffizienz. Gleichzeitig verschärfen Netzschwankungen, unterschiedliche Lastcharakteristiken und die Alterung von Heizelementen die Herausforderung einer konstanten Temperaturführung. Das Ergebnis sind instabile Prozesse, Schwankungen in der Produktqualität und unnötig hohe Energie- und Betriebskosten. Moderne elektrische Beheizung kann das lösen – allerdings nur mit leistungsfähiger, adaptiver Leistungselektronik.

Intelligente Leistungssteller gefragt
Elektrische Beheizungssysteme ermöglichen grundsätzlich kurze Reaktionszeiten, präzise Temperaturprofile und lokal emissionsfreie Wärme. Diese Vorteile realisieren sich jedoch erst dann vollständig, wenn die eingesetzte Regeltechnik in der Lage ist, Energie bedarfsgerecht und lastorientiert zu dosieren. Leistungssteller sind dafür essenziell: Sie kompensieren Netzschwankungen in Echtzeit, passen sich an unterschiedliche Lasttypen an und schützen empfindliche Heizelemente vor thermischen oder elektrischen Überlastungen. Regelungsarten wie U², I² und P ermöglichen eine optimale Ansteuerung sowohl ohmscher als auch nichtlinearer Lasten. Softstart-Mechanismen reduzieren Einschaltströme, Impulsgruppen- oder Phasenanschnittbetrieb passen die Leistung dynamisch an. Für Betreiber bedeutet das: gesteigerte Energieeffizienz, längere Lebensdauer der Heizelemente und stabile Temperaturführung. Git, CI/CD-Pipelines, automatisierte Builds, Code-Reviews im Team: in der Softwareentwicklung seit Jahren Standard, in der SPS-Programmierung bisher kaum umsetzbar. ‣ weiterlesen
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Drei Varianten für unterschiedliche Anwendungen
Mit der Stellerserie Jumo TYA HL30x präsentiert Jumo eine moderne Plattform, die exakt auf die Anforderungen elektrischer Prozesswärme abgestimmt wurde. Die Serie besteht aus drei Varianten:
- Der Jumo TYA HL301 ist für einphasige, nichtlineare Lasten wie Transformatoren oder induktive Verbraucher ausgelegt. Eine integrierte Oszilloskopfunktion erlaubt die Analyse des Regelverhaltens in Echtzeit und erleichtert Inbetriebnahme, Diagnose und Service.
- Der Jumo TYA HL302 steuert dreiphasige Lasten mit geringem Temperaturkoeffizienten über eine Sparschaltung. Dabei werden lediglich zwei Phasen geregelt, wodurch sich Verlustleistung, Baugröße und Kosten gegenüber einer vollständigen Dreiphasenregelung reduzieren.
- Für anspruchsvolle dreiphasige Anwendungen mit IR-Strahlern, Transformatoren oder anderen nichtlinearen Lasten steht der Jumo TYA HL303 zur Verfügung. Softstart- und AlphaStart-Funktionen begrenzen Einschaltströme, während komfortable Setup-Werkzeuge die Inbetriebnahme vereinfachen und Prozesssicherheit erhöhen.
Vorteile in Schaltschrank und Produktion
Neben der eigentlichen präzisen Leistungsregelung zielt die Serie auch auf einen möglichst wirtschaftlichen Anlagenbetrieb. Durch die kompakte Bauform reduziert sich der benötigte Platz im Schaltschrank – ein wesentlicher Vorteil in Produktionsumgebungen mit hohem Flächenkostenanteil. Die Top-Bottom-Verdrahtung reduziert die Kabellängen im Schaltschrank, sorgt für eine deutlich übersichtlichere Installation und reduziert Montagezeiten und Fehlerquellen. Dadurch steigt die Betriebssicherheit ebenso wie die Wartungsfreundlichkeit. Mit ihrer breiten Auswahl an Feldbusschnittstellen lassen sich die Geräte mühelos in nahezu jedes Automatisierungsumfeld integrieren – von klassischen SPS-Architekturen bis hin zu modernen IIoT-Systemen. Das macht sie weltweit einsetzbar und unterstützt Maschinenbauer bei globalen Projekten auf allen Kontinenten. Maschinen kommunizieren, reagieren und steuern Prozesse. Nur ihr Licht wird oft noch als passive Komponente behandelt. Dabei zeigen SPS-Anbindung, IO-Link und Signalfunktionen: Intelligentes Licht kann längst mehr als leuchten. ‣ weiterlesen
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