Am Bestimmungsort werden nur noch die einzelnen Segmente durch das Einlegen des Flachkabels zu einem gesamten Fördersystem zusammengeschlossen. Dies erfolgt durch den werkzeuglosen Einschwenkmechanismus und die Piercingtechnologie mühelos von Hand. Damit wird neben dem Aufwand beim Aufbau auch das Fehlerrisiko bei der Endmontage gesenkt. Gut sichtbare, mehrfarbige LED-Leuchten zeigen die Spannungsversorgung, Signale der Sensoren und Motorrollen sowie etwaiger Motorfehler direkt am Modul an. Sie ermöglichen die schnelle Diagnose und Instandsetzung im laufenden Betrieb.

Die G20-Serie bietet für jede Applikation eine passende Lösung. – Bild: Pepperl+Fuchs SE 
Das G20-Ethernet-System von Pepperl+Fuchs kann bis zu 120 Motorrollen unter einer IP-Adresse ansteuern. Applikationsbeispiel: vier Linien á 15 Motormodule. – Bild: Pepperl+Fuchs SE 
Schema des G20-Ethernet-Systems – Bild: Pepperl+Fuchs SE
Schnittstellen für jede Anwendung
In der Lagerfördertechnik gibt es keine Einheitslösung für alle Aufgaben. Je nach Anwendungsfall können die Anforderungen an ein System zur Ansteuerung von Motorrollen sehr unterschiedlich ausfallen. In einfachen Konstellationen werden z.B. weit verteilte Motorrollen nur an- und ausgeschaltet; in einer komplexeren Architektur kann gefordert sein, dass zahlreiche Motorrollen auf dichtem Bauraum einzeln und hochdifferenziert angesteuert werden.
Die verschiedenen Kommunikationsschnittstellen bieten passende Lösungen für jede Situation. AS-Interface eignet sich für weitläufige Förderstrecken mit verteilten Motorrollen, wenn eine einfache und wirtschaftliche Anbindung im Vordergrund steht. IO-Link bietet mehr Datenbandbreite und eignet sich für anspruchsvollere Förderaufgaben, etwa bei Aufzügen oder Quergurtsortern mit einer hohen Dichte an aktiven Rollen. Dort lassen sich Geschwindigkeit, Richtung und Rampen individuell steuern; zusätzlich können umfangreiche Diagnose- und Parametrierdaten übermittelt werden. Für lange, gerade Förderstrecken, wie sie oft an Verladezonen zu finden sind, stehen die G20-ZPA-Module mit integrierter Logik zur Verfügung, die einen Plug&Play-Betrieb ohne Adressierung und Parametrierung erlauben. Sie sorgen für einen definierten Sicherheitsabstand und verhindern das Aufeinanderstoßen des Förderguts ganz ohne Eingriff der übergeordneten Steuerung.
Während viele bestehende Förderanlagen mit 24V-Motorrollen ausgerüstet sind, kann die 48V-Technologie das Verdrahtungskonzept vereinfachen und Einsparpotenziale bei Netzteilen entlang der Förderstrecke eröffnen. Die G20-Module unterstützen alle gängigen 24V- und 48V-Motorrollen und sind mit den Produkten der bekannten Motorrollenhersteller kompatibel. Sie bieten damit praktisch unbegrenzte Flexibilität bei der Modernisierung bestehender Anlagen sowie bei der Planung neuer Fördersegmente. Neben Standardkonstellationen lassen sich auch kundenspezifische Lösungen realisieren.
















