Digitalisierung aus Sicht der Produkthersteller
Digitalisierung bedeutet allerdings nicht für jedes Unternehmen dasselbe, erklärt Blome: „Für Produkthersteller ist die Digitalisierung eine Chance, neue Einnahmequellen aus dem Internet zu generieren. Dafür werden die Funktionen der physischen Produkte um digitale Services aus der Cloud ergänzt. Es entstehen ’smarte‘ Produkte. So erweitert die Digitalisierung das mögliche Portfolio. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, müssen sich Unternehmen Wechselpotenzial (Gewinnung von neuen Kunden) durch Netzwerkeffekte mit Cloud-Services erarbeiten.“ Was Blome unter Netzwerkeffekten versteht, ist schnell veranschaulicht: Die zentrale Steuerung eines Heizkessels wird Internet-fähig und generiert fortan aus diesem Netzwerk von Usern entsprechende Daten, aus denen der Hersteller wiederum ein Geschäftsmodell entwickeln könnte – lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf…
Von Skaleneffekten zu Netzwerkeffekten
Die Digitalisierung ist jedoch nicht die einzige Aufgabe für Unternehmen, erläutert Blome: „Um gleichzeitig in der Ist-Welt weiter erfolgreich zu sein, sind produzierende Unternehmen darauf angewiesen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, indem sie ihre Skaleneffekte durch Produkte, neue Ideen und Neuheiten im bekannten Geschäft steigern. Beide Prozesse sind bis auf Weiteres parallel notwendig, damit sie heute und in Zukunft erfolgreich sein können – deshalb müssen die meisten der aktuell bestehenden Geschäftsmodelle für den Erfolg mit der Digitalisierung erweitert und angepasst werden. Eines ist sicher“, so Blome weiter: „Skaleneffekte allein generieren in Zukunft kein ausreichendes Wachstum mehr – der Schlüssel ist ein neues Denken: Um mit Netzwerkeffekten aus den Cloud-Services zu wachsen, gilt es, eine neue Value Proposition – also ein Digitales Nutzenangebot an OEM und Endkunden – zu erarbeiten. Dieses Angebot verschiebt sich von den aktuellen Produkten hin zu Internet-fähigen Produkten: Indem ein Unternehmen eine Plattformstrategie passend zu seinen Kunden entwickelt, schafft es die Möglichkeit, das Innovationspotenzial der Cloud-Ökonomie als echten Wachstumshebel zu nutzen“, ist sich Blome sicher. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Digitalisierung aus Sicht der Automatisierung
Auf die wachsende Digitalisierung des Produktionsprozesses müssen sich auch die Automatisierungstechnik und der Maschinen- und Anlagenbau einstellen. Während die Prozesse in der Maschine oder Anlage selbst schon seit Jahrzehnten digital per SPS und IPC gesteuert werden, sind Standards für die M2M-Kommunikation in vielen Bereichen gerade erst am Entstehen. Die Cloud spielt dabei eine zunehmend wichtige Rolle. Mit ihr betreten neue Akteure die Bühne, die sich besser mit IT als mit SPSen auskennen. Sämtliche Internetgrößen bieten Plattformen für produzierende Unternehmen. Sie haben zwar keinerlei Ahnung von der Produktion von Dingen, dafür umso mehr von neuen Geschäftsmodellen und deren (Internet-)Vermarktung. Zudem sind sie im Bereich der Datenanalyse seit Jahren zu Hause und können hier Services anbieten, die kein Automatisierer heute liefern kann. Blomes These: In der Zukunft schwinden bestehende Erfolgsgrundlagen der Automatisierer, weil die Digitalisierung die Anteile innerhalb der bekannten Produkt-Value Proposition – wie gezeigt – zugunsten der Internet-Dienstleister verschiebt. Das wird zur Herausforderung für die Automatisierer, weil die Digitalisierung vormals stark differenzierend wirkende Bestandteile der Produkt-Value Proposition zu standardisierten (Commodity-)Produkten macht. Baumer präsentiert den ersten Ultraschallsensor in Kompaktgröße, der die Marke von 3 Metern Reichweite knackt. ‣ weiterlesen
Sensor mit 3 Metern Reichweite



















