Die Steuerung einiger Roboter als prozessgebende SPS lässt sich auf einen Server auslagern. Die Analyse der KI kann dann direkt in mehreren Instanzen aufgerufen werden: eine Auswertungsinstanz pro Roboter zur Überwachung der gesamten Anlage und Feststellung von Ähnlichkeiten im Verschleiß für eine vorausschauende Wartung. Dazu eröffnet die Nutzung der virtuellen Steuerung zahlreiche Vorteile. Wegen der Multiinstanz-Funktionalitäten lassen sich Container schnell vervielfältigen, aber auch individuell anpassen. Ressourcen wie RAM oder CPU-Kerne können speziell auf das Projekt adaptiert werden – und das alles in einem System. Der Anwender muss keine klassische Hardware-Steuerung mehr installieren und updaten. Applikation und KI befinden sich in einer Systemlandschaft und weisen keinen Nachteil zu den ansonsten verwendeten Hardware-Steuerungen und den mit ihnen verbundenen KI-Systemen auf.
OT-Steuerungsebene verlagert sich in die IT
Bei der Virtual PLCnext Control handelt es sich um eine vollumfängliche PLCnext-Steuerung inklusive aller Security-Features. Sie ermöglicht eine komplette IT-/OT-Konvergenz in den Projekten. Die OT-Steuerungsebene wird so in die IT-Ebene verlagert. Durch die Einbindung von zukunftsweisenden Kommunikationsprotokollen direkt in das Ökosystem PLCnext Technology lassen sich Sensor- und Aktorsysteme aus der OT-Ebene problemlos und standardisiert implementieren. Die Weitergabe von Daten an andere Cloud- oder Scada-Systeme abseits der KI-Anwendung ist durch das MQTT- oder OPC-UA-Protokoll einfach umsetzbar.
Die Kombination von Virtual PLCnext Control und MLnext als Add-on-Lösung für die PLCnext Technology bietet vielfältige Vorteile: ein System für die gesamte Applikation, effizientes Engineering, die genaue Anpassung von Ressourcen für jede einzelne Anwendung sowie die Option zur schnellen Adaption zwecks Verbesserung und Erweiterung der Applikationen. Zudem können verschiedene Programmierer in unterschiedlichen Programmiersprachen an einer Applikation arbeiten. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Lizenzen können einmalig erworben werden
Zur bestmöglichen Kombination sind die Lizenzmodelle einander angeglichen worden. Beide Lösungen lassen sich über den gleichen Lizenzmechanismus mit den gleichen Rahmenbedingungen ausführen. Sie können einmalig erworben werden. Das macht es für Maschinenbauer und Gerätehersteller einfach, die Lösung in eine Anlage zu integrieren und als Mehrwert weiterzuverkaufen, ohne komplexe Lizenzmodelle wie Abonnements an den Endkunden weitergeben zu müssen. Die Prüfung der Lizenz lässt sich z.B. über einen zentralen Lizenz-Server oder eine lokale Lizenz-Server-Instanz abbilden. Die Lizenzen sind sowohl online ebenso wie offline installierbar. Auf diese Weise können sie den Komfort einer automatischen Aktivierung bieten und gleichzeitig in isolierten Bereichen mit wenig Aufwand integriert werden. Reicht der Lizenzumfang nicht mehr aus, lässt sich leicht auf höhere Lizenzmodelle umstellen. Der Umzug auf andere Systeme ist ebenfalls problemlos umsetzbar. MK|Ware schafft Transparenz in der Fertigung: Maschinenzustände, Auftragsdaten und Rückmeldungen stehen in Echtzeit bereit. ‣ weiterlesen
Shopfloor-Daten sinnvoll nutzen
Automatisierungslösungen vereinfachen sich deutlich
Die Kombination aus Virtual PLCnext Control und MLnext zeigt, wie moderne Automatisierungsplattformen durch Virtualisierung, flexible Skalierung und nahtlose KI-Einbindung auf ein neues Leistungsniveau gehoben werden können. Die Virtualisierung der Steuerung erlaubt eine effiziente IT-/OT-Konvergenz, bei der klassische SPS-Funktionalitäten, datenintensive KI-Analysen und aktuelle Kommunikationsschnittstellen in einer gemeinsamen Systemumgebung verschmelzen. Dadurch entstehen neue Freiräume für eine performante Datenverarbeitung, vorausschauende Wartung und automatisierte Qualitätsprozesse ohne Einschränkungen bei der Echtzeitfähigkeit oder Skalierbarkeit.



















