Technologisch flexibel und strategisch unabhängig

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Bei Rovema bleibt der Motion-Kern das Herz der Maschine – Bosch Rexroth liefert das offene Betriebssystem, die Schnittstellen, die Security und die Updatefähigkeit, was die Maschinen langfristig zukunftssicher macht. – Bild: Rovema

Seit jeher bilden die Bewegungssteuerung und das HMI – beide eigens entwickelt – bei Rovema das Herzstück der Maschinen bzw. die Schnittstelle zum Bediener. Während die Motion für präzise Bewegungsführung und dynamische Abläufe im Verpackungsumfeld sorgt, stellt das HMI eine intuitive und komfortable Bedienung dar. Diese Kernkompetenzen wollte das Unternehmen bewusst nicht durch andere Lösungen ersetzen, sondern in eine moderne Systemarchitektur überführen.

„Unsere eigene Steuerung ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil“, erklärt Ingo Hamel, CTO bei Rovema. „Mit ctrlX Automation ersetzen wir diese Kompetenz nicht, sondern heben sie auf eine neue Plattformebene. Unser Motion-Kern bleibt das Herz der Maschine – Bosch Rexroth liefert das offene Betriebssystem, die Schnittstellen, die Security und die Updatefähigkeit. Genau diese Kombination macht unsere Maschinen langfristig zukunftssicher.“

Offenheit für Vernetzung und Erweiterung

Bei Rovema fungiert ctrlX Automation als offene Plattform, in der die eigene Motion-Logik integriert ist. Das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS stellt die Laufzeitumgebung bereit und bringt bewährte Prinzipien aus der IT-Welt in die Automatisierung: Modularität, Skalierbarkeit und kontinuierliche Weiterentwicklung.

Der zentrale ctrlX Data Layer ermöglicht den performanten und transparenten Datenaustausch zwischen Applikationen – eine entscheidende Voraussetzung für vernetzte Maschinen, datenbasierte Services und digitale Erweiterungen. Über standardisierte Schnittstellen wie OPC UA, MQTT oder REST lassen sich Maschinen nahtlos in bestehende IT- und OT-Landschaften integrieren.

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Die App-Technologie und die Programmiersprachen-Offenheit schaffen zudem Freiräume für eigene Entwicklungen sowie die einfache Anbindung von Drittkomponenten wie Vision-Systemen, Robotik oder Sensorik.

Cybersecurity als Systemprinzip

Mit der zunehmenden Vernetzung industrieller Anlagen wächst auch die Bedeutung von Cybersecurity. Für Rovema ist Sicherheit daher kein optionales Feature, sondern ein integraler Bestandteil der Automatisierungsstrategie. Gesetzliche Rahmenbedingungen wie der Cyber Resilience Act sowie steigende Anforderungen seitens der Kunden erfordern transparente, updatefähige und abgesicherte Systeme über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Diesen Ansatz unterstützt ctrlX Automation konsequent: ctrlX OS ist nach IEC62443-4-2 zertifiziert, Applikationen laufen in abgeschotteten Sandboxen, und Security-Funktionen wie Firewall, rollenbasiertes User-Management und sichere VPN-Lösungen sind systemisch verankert. Das ctrlX Device Portal ermöglicht zudem ein zentrales Geräte- und Update-Management – ein wesentlicher Baustein für den sicheren Betrieb vernetzter Maschinen.

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Bild: Rovema

Investitionsschutz und Zukunftsfähigkeit

Mit ctrlX Automation lassen sich auch bestehende Maschinen – teils bis zu 15 Jahre alt – mit überschaubarem Aufwand auf die neue, zukunftssichere P@ck-Control-Generation upgraden. Das verlängert die Nutzungsdauer der Anlagen und schützt getätigte Investitionen.

Gleichzeitig erhalten Betreiber eine Plattform, die von Grund auf für zukünftige Anforderungen ausgelegt ist: von Predictive Maintenance über KI-basierte Anwendungen bis hin zu neuen digitalen Services. Offenheit, Security by Design und langfristige Komponentenverfügbarkeit sorgen für Planungssicherheit über viele Jahre hinweg.

„Rovema zeigt eindrucksvoll, wie sich gewachsene Steuerungskompetenz und eine offene Automatisierungsplattform sinnvoll verbinden lassen“, sagt Tobias Gerhard, Business Development Packaging bei Bosch Rexroth. „Das ist ein starkes Signal für den Verpackungsmaschinenbau – und ein klares Bekenntnis zu langfristiger technologischer Zukunftsfähigkeit.“

Wandel im Maschinenbau aktiv gestalten

Die Zusammenarbeit zwischen Rovema und Bosch Rexroth steht exemplarisch für einen grundlegenden Wandel im Maschinenbau. Statt monolithischer Gesamtsysteme treten modulare Plattformansätze in den Vordergrund, die es Maschinenherstellern ermöglichen, eigene Stärken gezielt einzubringen und gleichzeitig von einem offenen Ökosystem zu profitieren.

Für Rovema bedeutet das sowohl technologische Flexibilität als auch strategische Unabhängigkeit: Neue Funktionen, digitale Services oder sicherheitsrelevante Updates lassen sich über die Plattform integrieren, ohne die eigene Kernlogik neu entwickeln zu müssen. Damit schafft das Unternehmen die Voraussetzung, regulatorische Anforderungen, Marktveränderungen und technologische Innovationen langfristig beherrschbar zu machen – und seinen Kunden zukunftssichere Maschinen zu liefern.