Embedded-Automatisierungslösungen erschließen zunehmend neue Anwendungen. Sie benötigen für den rauen, maschinennahen Einsatz neben einer robusten Hardware ebenso eine für den Industriealltag geeignete Softwareausstattung. Für die Steuerung zeitkritischer, deterministischer Abläufe mit exakt definierten Zykluszeiten ist ein Embedded Betriebssystem mit Echtzeitfähigkeit bzw. -erweiterung erforderlich. Die wesentlichen Unterschiede zu herkömmlichen Betriebssystemen liegen in der Verfügbarkeit, Rechtzeitigkeit und Gleichzeitigkeit: Das System muss ununterbrochen über einen längeren Zeitraum verfügbar sein. Pausen sind nicht erlaubt, da während einer Pause keine Reaktion erfolgen kann. Ausgabedaten müssen rechtzeitig berechnet werden und zur Verfügung stehen. Es muss möglich sein, mehrere Ereignisse gleichzeitig bearbeiten zu können, damit die Rechtzeitigkeit für mehrere Vorgänge gleichzeitig gewährleistet ist. Wichtige Merkmale Früher waren die wichtigsten Anforderungen an Echtzeitbetriebssysteme \’deterministisches Zeitverhalten\‘ und \’Sicherheit\‘. Heutzutage kommen Visualisierungs- und Kommunikationsfunktionen hinzu. Eine wichtige Rolle in der industriellen Steuerungstechnik spielt die grafische Darstellung der Daten zur Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Deswegen bieten moderne Echtzeitbetriebssysteme eine eigene grafische Schnittstelle zur Datenvisualisierung. Ist ein Embedded Betriebssystem modular aufgebaut, kann es eine weite Spanne von Hardwaresystemen abdecken und ist damit sowohl auf kleinsten als auch auf sehr großen Systemen lauffähig. Die Skalierbarkeit lässt es zu, Komponenten, die nicht benötigt werden, zu entfernen und somit Speicherplatz zu minimieren. Unterschiedliche Einsatzbereiche Die Einsatzgebiete der Betriebssysteme liegen in den verschiedensten Branchen: Die Systeme kommen zur Anwendung in der Antriebs- und Automatisierungstechnik, in der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrttechnik, Medizintechnik, Telekommunikation usw. (hsc)
Marktübersicht: Embedded Echtzeit-Betriebssysteme
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