Wirtschaftsleistung um 0,3% höher als im Vorquartal

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Bild: Statistisches Bundesamt

Das Bruttoinlandsprodukt ist im 1. Quartal 2026 gegenüber dem 4. Quartal 2025 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3% gestiegen. „Nach dem leichten Wachstum zum Jahresende 2025 ist die deutsche Wirtschaft auch positiv ins Jahr 2026 gestartet“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. „Vor allem die Exporte stiegen zu Jahresbeginn deutlich und stützten die Wirtschaftsleistung“, so Brand weiter.

Exporte im Plus, auch staatlicher Konsum zum Vorquartal gestiegen

Der Handel mit dem Ausland nahm im 1. Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt kräftig zu: So wurden insgesamt 3,3% mehr Waren und Dienstleistungen exportiert, nachdem im 4. Quartal 2025 noch ein Rückgang der Ausfuhren zu verzeichnen war. Zur positiven Entwicklung zu Jahresbeginn trugen etwa die gestiegenen Exporte von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Metallen bei. Die Importe erhöhten sich zu Jahresbeginn insgesamt nur leicht (+0,1%).

Die Bruttoanlageinvestitionen gingen im 1. Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt deutlich zurück (-1,5%), nachdem sie Ende 2025 noch gestiegen waren. Die Investitionen in Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – sanken um 1,2%, was auf schwächere staatliche Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen ist. Die Investitionen in Bauten nahmen mit -2,5% noch stärker ab. Dies ist vor allem der ungewöhnlich kalten Witterung im Januar und Februar geschuldet, die den Baufortschritt bremste.

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Bruttowertschöpfung im 1. Quartal erneut leicht gewachsen

Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im 1. Quartal mit +0,1% leicht an, nachdem sie im 4. Quartal 2025 bereits um 0,3% zugelegt hatte. Das Verarbeitende Gewerbe konnte die Wertschöpfung preis-, saison- und kalenderbereinigt im 1. Quartal mit +0,7% deutlich steigern. Insbesondere in den Bereichen Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie Sonstiger Fahrzeugbau nahmen die preisbereinigten Umsätze im Vorquartalsvergleich zu. In der Herstellung von Metallerzeugnissen sowie im Maschinenbau sank die Wirtschaftsleistung dagegen. Das Baugewerbe verzeichnete ebenfalls einen Rückgang gegenüber dem Vorquartal (-0,6%), auch aufgrund der ungünstigen Witterung zu Jahresbeginn. In den meisten Dienstleistungsbereichen änderte sich die Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal kaum. Während die Unternehmensdienstleister und die Sonstigen Dienstleister leicht im Minus waren, konnten der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, der Bereich Information und Kommunikation sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleister ihre preis-, saison- und kalenderbereinigte Wirtschaftsleistung im 1. Quartal steigern.

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal preisbereinigt um 0,5% höher als im 1. Quartal 2025. Preis- und kalenderbereinigt war der Anstieg geringer (+0,4%).

Die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich

Zu Jahresbeginn lag die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland leicht oberhalb des europäischen Durchschnitts: In der Europäischen Union (EU) insgesamt war die Wirtschaftsentwicklung im 1. Quartal im Vergleich zum Vorquartal mit +0,2% etwas schwächer als in Deutschland (+0,3%). Von den anderen großen EU-Mitgliedstaaten verzeichnete Spanien mit +0,6% das stärkste Wachstum des preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP. In Italien (+0,2%) stieg die Wirtschaftsleistung ebenfalls, in Frankreich stagnierte sie hingegen. In den USA fiel das BIP im Vergleich zum 4. Quartal 2025 um 0,5% höher aus.

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