Marktübersicht: Optische und akustische Signalgeräte

Bei den optischen Signalgeräten fallen die Signalsäulen, die aus mehreren Einzelleuchten zusammengesetzt sind besonders auf. In einer eigenen Norm (EN 60204-1) ist die Verwendung der Farben festgelegt. -Rot: Notfall, d.h. ein gefahrbringender Zustand ist eingetreten. -Gelb: Anormal, d.h. ein außergewöhnlicher Zustand ist vorhanden bzw. ein kritischer Zustand steht bevor. -Grün: Ein normaler Betriebszustand liegt vor. -Blau: Der Bediener muss in den Ablauf eingreifen. -Weiß: Signalisiert einen neutralen Zustand. Je nach Anwendung lässt sich eine Signalsäule aus unterschiedlich vielen Signalelementen mit diesen Farben zusammenstellen. Als weiteres optisches Signalelement darf auch ein Blinklicht zum Einsatz kommen. Mit ihm wird noch mal eine besondere Hervorhebung möglich. Neben den optischen Signalsäulen gibt es eine größere Palette von Einzelleuchten, die sich in Blink- und Blitzleuchten, sowie Leuchten mit rotierendem Licht aufgliedern lassen.

Vorzug für LED-Leuchtelemente

Bei den Leuchtelementen haben LED-Ausführungen andere Typen wie Glüh- oder Glimmlampen in starkem Maße verdrängt. Dies liegt an einer Reihe vorteilhafter Eigenschaften, die LED-Leuchtelemente besitzen. Sie haben sehr kleine Abmessungen, verbrauchen wenig Strom und erzeugen nur wenig Abwärme. Weiter besitzen sie eine sehr lange Lebensdauer: 50.000 bis 100.000h sind hier üblich. Da sie ohne Glühwendel auskommen, sind sie robust gegen Erschütterungen und Vibrationen. Mittlerweile gibt es LED- Leuchtelemente in allen wichtigen Farben und sogar als Blitz-Elemente. Die unterste Gruppe der Einzelleuchten bilden so genannte Meldeleuchten, die sich in größerer Zahl auf Schalttafeln wieder finden. Sie können hinsichtlich der Auffälligkeit nicht mit den größeren Einzelleuchten oder Signalsäulen konkurrieren, sind aber für den Überblick von vielen einzelnen Zuständen nützlich.

Akustische Signalgeräte

Die akustischen Signalgeräte haben ihren Schwerpunkt in der Gefahrenmeldung. Die verschiedenen Signaltöne mit einem Wechsel in der Frequenz, als Dauerton mit Frequenzerhöhung oder einem Ton mit regelmäßigen Abständen zwischen Ein und Aus dienen zur Kennzeichnung von Gefahr bzw. schwerer Gefahr, die zu dringendem handeln auffordert. Die eingesetzten Geräte überbrücken unterschiedliche Entfernungen und helfen besonders in Situationen, die optisch nicht direkt eingesehen werden können. Ein anderer Fall liegt vor, wenn sich das Personal etwa mit einer entfernten Maschine beschäftigt und die Gefahrensituation nicht sofort bemerkt werden würde. Den stärksten Effekt haben Sirenen, die eine Warnung für eine gesamte Werkshalle auslösen können. Sie lassen sich sogar etwas benutzer- d.h. ohrenfreundlicher einsetzen, wenn sie in der Lage sind ihre Lautstärke selbst zu regulieren und sich so dem Geräuschumfeld anpassen können. Neben der Gefahrenmeldung gibt es spezielle Sprachausgabe-Module, die zusätzlich zu den Leuchtelementen auf einer Signalsäule angebracht werden. Mit ihnen lassen sich neben Alarmsignalen auch Sprachaufnahmen wiedergeben, die z.B. auf ein fehlendes Teil in einem Montageprozess hinweisen.

Spezialanwendungen

Die Palette optischer und akustischer Signalgeräte wurde von den Herstellern ständig erweitert, so dass sie z.B. auch für den explosionsgefährdeten Bereich zur Verfügung stehen. Eine weitere Variante besteht in einem GSM-Funkelement für Signalsäulen. Mit ihm kann z.B. eine Warnmeldung per SMS auf das Handy des Nutzers gelangen, der dann weitere Schritte einleiten kann. Häufig liegt die Situation vor, dass man eine Vielzahl von Maschinen bzw. Anlagen mit Signalgeräten, insbesondere Signalsäulen ausstatten muss. In diesem Fall und dem Einsatz weiterer Automatisierungskomponenten lohnt sich die Installation eines Feldbussystems. Als einfache Anschaltung dient hierbei z.B. ein AS-Interface, das ebenfalls als Zusatzmodul in einer Signalsäule montiert wird.

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