Der erste – und vielleicht sogar der wichtigste – Hebel ist die richtige Vorbereitung des Trainings durch den Mitarbeiter und die Führungskraft. Übrigens: \’Vorbereitung\‘ bedeutet natürlich auch eine gute Nachbereitung der vorangegangenen Seminare und Workshops, auf denen Mitarbeiter Ihres Unternehmens waren. Denn vor allem diese Erfahrungen helfen Ihnen ungemein bei der Auswahl des passenden Anbieters und des passenden Inhalts für das nächste Mal. Klare Zieldefinition In der Vorbereitungsphase sollten Sie in einem \’face to face\‘-Gespräch festlegen, was die Lernziele des Trainings sind. Konkret: Legen Sie individuell fest, was Ihr Mitarbeiter nach dem Training alles können muss und woran Sie das überprüfen können. Und: Schreiben Sie das auch auf! Nur so kann sich der Mitarbeiter im Training darauf konzentrieren, und Sie als Führungskraft können den Erfolg kontrollieren. Achten Sie bei der Auswahl des Kurses darauf, dass nicht nur Theorie vermittelt wird. Stattdessen muss genügend Zeit bleiben, die Theorie anhand von Praxisbeispielen – nach Möglichkeit aus dem Erfahrungsbereich der Teilnehmer – zu reflektieren oder anzuwenden. Hier helfen Ihnen auch die Erfahrungen früherer Teilnehmer. Ihr Mitarbeiter sollte dann während der Durchführung des Kurses ebenfalls darauf achten. Prägnante und praxisorientierte Unterlagen Die Seminarunterlagen sollten kurz, prägnant, mit Checklisten und mit Anwendungshilfen versehen sein. Lange Prosatexte werden in der Regel am Arbeitsplatz nicht mehr berücksichtigt. Bitten Sie Ihren Mitarbeiter außerdem darum, sehr bewusst ein eigenes Lerntagebuch im Seminar zu führen. Nach jedem größeren Themenblock sollte er das Gehörte für sich kurz reflektieren und aufschreiben, welche Punkte er davon an seinem Arbeitsplatz anwenden will. Und wie er das tun möchte. Gespräch nach dem Training Führen Sie mit Ihrem Mitarbeiter direkt nach seiner Rückkehr vom Training ein kurzes Gespräch. Vereinbaren Sie darin ganz klar, was von den vorher festgelegten Zielen nun tatsächlich wie erreicht wird oder was nicht erreicht werden kann. Dieses Gespräch zeigt nicht nur Wertschätzung für den Mitarbeiter, sondern ist ein Erfolgsgarant für die Anwendung des Gelernten. Noch besser ist es, wenn der Mitarbeiter nicht nur den Trainingsordner an die Kollegen gibt, sondern wenn er einen kleinen 10-minütigen Vortrag vor den Kollegen hält, in dem er die wichtigsten Punkte für die Abteilung und seine eigene Arbeit beschreibt. Lohnende Investition Nur wenn man das Thema Weiterbildung derart professionell angeht, werden auch messbare Ergebnisse sichtbar. Dann werden Weiterbildungskosten zu Investitionen mit einem Return-on-Investment statt zu sinnlosen Abschreibungen.
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