In der betrieblichen Praxis bleibt die Auslegung elektrischer Antriebe in der Regel Spezialisten vorbehalten, die mit eigen entwickelten Tools die notwendigen Berechnungen durchführen. Diese Tools basieren oft auf Excel und sind aufgrund ihrer dürftigen Benutzeroberflächen nur für die Spezialisten selbst verständlich und bedienbar – wodurch der Nimbus der \’Schwarzen Magie\‘ bezüglich der Antriebsauslegung auch noch verstärkt wird. An dieser Stelle setzt das Auslegungsprogramm DriveCreator des Ingenieurbüros w-tech an. Das erforderliche elektrische und mechanische KnowHow zur Antriebsauslegung wird in einem gemeinsamen Tool vereinigt und ermöglicht so allen Fraktionen von Technikern die Auslegung elektrischer Antriebe in einem Arbeitsprozess. Das erforderliche Detailwissen für die Berechnung mechanischer und elektrischer Systeme ist im Programm integriert und muss nicht vom Anwender eingebracht werden. Arbeiten mit DriveCreator Die Auslegung der elektrischen Antriebe durch den Anwender der Programms erfolgt in einer definierten Reihenfolge von Arbeitsschritten. 1. Schritt: Wahl der Antriebskonfiguration Beginnend vom elektrischen Energieversorgungsnetz, an dem der Antrieb betrieben werden soll, über die elektrischen Stellgeräte, den Elektromotor, das Getriebe bis zur mechanischen Last konfiguriert der Anwender seine Antriebsachse. Die Elemente der Achse werden aus Menüs ausgewählt. Unsinnige Konfigurationen werden automatisch verhindert, so dass jeder Auswahlschritt immer zu einer gültigen Kombination von Antriebselementen führt. 2. Schritt: Wahl des Lastspiels In diesem Schritt beschreibt der Anwender abschnittsweise den Bewegungsablauf, den die Last ausführen soll. Die Bewegung kann durch Positions-, Geschwindigkeits- oder Beschleunigungsangaben definiert werden. 3. Schritt: Konfiguration der Antriebselemente Im vorletzten Schritt werden die Antriebselemente konfiguriert und mit technischen Parametern versehen. Z.B. werden hier die Massen und Trägheitsmomente des mechanischen Systems eingegeben. Die Eingabe der technischen Parameter muss aber nicht manuell erfolgen. Für alle Antriebselemente stehen Datenbanken zur Verfügung, aus denen fertige Komponenten mit ihren technischen Daten ausgewählt werden können. Das Programm zeigt für jede Komponente sofort an, ob sie für das geforderte Lastspiel geeignet ist oder nicht. Auf diese Weise ist mit wenigen Auswahlschritten die Antriebsachse mit allen Elementen fertig ausgelegt. 4. Schritt: Dokumentation Im letzten Schritt wird die Auslegung archiviert, die gewählten Antriebskomponenten bei den Lieferanten angefragt oder die Auslegung einem Angebot beigelegt. Der Einstieg in das Programm wird durch einen Wizard erleichtert. Bei ersten Projekten kann sich der Anwender durch die Auslegungsschritte führen lassen. Kosten und Zeit sparen Im Durchschnitt benötigt ein Anwender von DriveCreator – ob Elektrotechniker oder Konstrukteur – nur wenige Minuten für eine komplette Auslegung. Verglichen mit einer Auslegung per Hand und Taschenrechner bedeutet das einen enormen Produktivitätsfortschritt und eine enorme Einsparung von kostbarer Arbeitszeit. Aufgrund der hohen Bearbeitungsgeschwindigkeit ist es allen Anwendern möglich, in kürzester Zeit mehrere vergleichende Auslegungen durchzuführen und so die für ihn optimale Auslegung zu finden. Hier liegt ein großes Kostensenkungspotenzial von DriveCreator. Während man heute aufgrund des hohen Zeitaufwandes schon zufrieden ist, wenn man eine funktionierende Auslegung gefunden hat, können mit DriveCreator innerhalb von Minuten Alternativlösungen erstellt und verglichen, Auslegungen von Zulieferern überprüft und optimiert werden. Die bisher vernachlässigte Antriebsoptimierung wird damit zum Allgemeingut. Die Anwendung von DriveCreator hilft im Wettbewerb Antriebslösungen kostengünstiger auszuführen, Überdimensionierungen zu vermeiden und das Gewicht von Maschinen und Anlagen zu senken. Herstellerübergreifende Datenbanken Die Auslegung elektrischer Antriebe erfordert technische Daten für die zum Einsatz vorgesehenen Antriebskomponenten. So kann z.B. die Eignung eines Elektromotors nur überprüft werden, wenn seine Nenndrehzahl, sein Nennmoment, seine Maximaldrehzahl und sein Maximalmoment bekannt sind. Diese und weitere Daten sind in den Katalogen der Hersteller angegeben. In DriveCreator sind diese Daten in Form von Datenbanken integriert. So kann das Programm sofort überprüfen, ob eine Antriebskomponente für die Anwendung geeignet ist oder nicht. Die Datenbanken sind als einfache Textdateien ausgeführt und je nach Konfiguration des Programms für den Administrator oder den Anwender zugänglich. So kann jeder Anwender eigene Datenbanken erstellen und das Programm auf seine Bedürfnisse zuschneiden. Z.B. können die Datenbanken so ausgeführt werden, dass dem Anwender nur Komponenten von seinen Vorzugsherstellern angeboten werden. Damit lässt sich die große Vielfalt der am Markt verfügbaren Antriebskomponenten auf eine überschaubare Menge einschränken. Grundsätzlich arbeitet DriveCreator herstellerunabhängig und -übergreifend. Das ist ein Vorteil gegenüber den Auslegungstools der Antriebshersteller. Diese berücksichtigen nur die Komponenten des Herstellers selbst und lassen einen Vergleich von Antriebslösungen verschiedener Hersteller nicht zu. Anwendergruppen DriveCreator unterstützt Elektrotechniker und Konstrukteure gleichermaßen bei der Auslegung elektrischer Antriebe. Die Auslegung selbst findet in zwei unterschiedlichen Rollen statt: Der Lieferant elektrischer Antriebe legt seine Produkte im Rahmen der Angebotstätigkeit aus. Der Maschinen- und Anlagenbauer legt als Kunde Antriebe im Konstruktionsprozess aus. DriveCreator kann für beide Rollen konfiguriert werden. Für Lieferanten empfiehlt sich die online-Version von DriveCreator. Sie läuft im Internet auf der Website des Anbieters. DriveCreator arbeitet dort als intelligentes Auslegungstool für das Produktspektrum des Anbieters. Der potenzielle Kunde legt dort seine Antriebskonfiguration aus und fragt im letzten Bearbeitungsschritt die gewählte Konfiguration beim Lieferanten an. Der Anbieter bekommt dadurch technisch qualifizierte Anfragen, die den Aufwand für Klärungen und Konkretisierungen der Anfrage deutlich einschränken. Für Konstrukteure bietet sich die offline-Version von DriveCreator an. Sie ermöglicht die Arbeit auch ohne Internetzugang, das Speichern und Archivieren von Auslegungen sowie das Anlegen und Umschalten zwischen verschiedenen Datenbanken. Der kombinierte Einsatz beider Varianten kann von Vorteil sein. Während die online-Version das Frontend für Kunden oder Mitarbeiter in technischen Büros oder in Landesniederlassungen darstellt, dient die PC-Version als Arbeitsmittel im Backoffice. Vorbehalte überwunden Mit DriveCreator steht erstmalig ein Tool zur Auslegung elektrischer Antriebe zur Verfügung, das die Vorbehalte vieler Techniker bezüglich der Antriebsauslegung überwindet. Es kann sowohl von Elektrotechnikern als auch Konstrukteuren gleichermaßen intuitiv bedient werden. Das Tool arbeitet herstellerübergreifend und ermöglicht den Vergleich verschiedener Antriebslösungen und -auslegungen. DriveCreator leistet damit einen Beitrag zur Senkung der Material- und Engineeringkosten im Maschinen- und Anlagenbau. Die Software ist in online- und offline-Versionen verfügbar und kann vom Anwender weitreichend konfiguriert werden. Sie unterstützt damit die Auslegung elektrischer Antriebe sowohl im Vertriebsprozess von Antriebskomponenten als auch im Konstruktionsprozess für Maschinen und Anlagen.
Auslegung leicht gemacht
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und bindet Sensorsignale strukturiert in das Netzwerk ein.
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich ausschließlich der Hannover Messe sowie thematisch verbundenen Partnermessen widmet.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
-
Beckhoff verbindet Sprachmodelle mit Echtzeitsteuerung
Physical AI: Wenn KI direkt Maschinen steuert“
Ein zentrales Thema für Beckhoff auf der Hannover Messe 2026 ist die Verschmelzung…
-
Vorschau Hannover Messe 2026
KI als produktive Kraft in der Fabrik
Auf der Hannover Messe 2026 vom 20. bis 24. April soll künstliche Intelligenz…
-
Virtuelle Inbetriebnahme als strategisches Werkzeug
Anforderungen beim Retrofit
Die virtuelle Inbetriebnahme wird im Maschinenbau häufig dafür genutzt, um Steuerungssoftware bereits vor…
-
Warum KI im Mittelstand einen neuen Ansatz braucht
Vom Hype zur Wirkung
Eine aktuelle PwC-Studie unter mehr als 4.400 CEOs weltweit zeigt, dass die erhofften…
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
Mit 18 Jahren tritt er ins Familienunternehmen ein, mit 40 übernimmt er die…
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
Mit hoher Reichweite, kompaktem Design und optionaler IO-Link-Anbindung eignen sich die Sensoren der…
-
Durchgängiges Engineering – von der Planung bis zum Betrieb
Insellösungen überwinden
In der Robotik führen die Bruchstellen zwischen Projektphasen und Systemen zu signifikantem Mehraufwand,…
-
Steuerung, Virtualisierung und Machine Learning auf einer gemeinsamen Plattform
KI für die SPS
Als virtualisierte, hardwareunabhängige Steuerungsplattform ermöglicht die Virtual PLCnext Control eine flexible und skalierbare…
-
Mobile Cobot-Lösung erhöht die Produktivität in der CNC-Fertigung
Für wechselnde Losgrößen und große Produktvielfalt geeignet
Das auf CNC-Präzisionsfertigung spezialisierte Unternehmen Harris RCS Ltd. verarbeitet eine Vielzahl von Materialien,…
-
Die Myzel Lifecycle Platform vernetzt Menschen, Maschinen und Daten
Wenn Sicherheit Wurzeln schlägt
Produktionsanlagen werden komplexer, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit, Dokumentation und Compliance. Betreiber…
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
Die federbetätigten und elektromagnetisch gelüfteten Bremssättel der Baureihe MV FEM von Ringspann zeichnen…
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
Mit den Versionen 3.13 und 3.14 erweitert Bachmann Electronic seine Scada-Plattform Atvise um…
das könnte sie auch interessieren
-
So verändert KI die visuelle Inspektion
Weniger Regeln, mehr Verlässlichkeit
-
10. Drehgeberrunde auf der SPS 2025
Blick zurück und in die Zukunft
-
ASi bringt Industrie-4.0-Schnittstellen auf die unterste Feldebene
Einfach, sicher, skalierbar
-
Energiekette mit Zugentlastung versorgt Umschlagmaschine
Stabile Verbindung für höhenverstellbare Kabine
















