Erfolgsgeschichte der Industrieroboter setzt sich fort

Das Wachstum der Roboterlieferungen 2012 wird, laut IFR Statistical Department, weiterhin von der Automobil- und Elektronikindustrie angetrieben, wie auch von der steigenden Anzahl von Kunden aus anderen Branchen, die eher kleine Volumen abnehmen. Die Hauptimpulse kommen aus Nordamerika, China, Brasilien, Zentral- und Osteuropa sowie aus Japan. Dort werden die durch den Tsunami zerstörten Produktionsstätten wieder aufgebaut. Haupttreiber für das zunehmende Tempo der Industrieroboterinstallationen in den Vereinigten Staaten und Kanada sei die dringende Notwendigkeit, die Produktion zu automatisieren. Die Roboterlieferungen nach Korea werden nach den kräftigen Investitionen der vergangenen Jahre nur mäßig ansteigen. Der Roboterabsatz in Taiwan werde aufgrund hoher Investitionen der Elektronikindustrie in 2012 und darüber hinaus wachsen. In Deutschland werde der Absatz beinahe den Höchststand von 2011 erreichen, während in Italien und Spanien ein Rückgang aufgrund der abflauenden Konjunktur zu erwarten sei. China werde der größte Robotermarkt der Welt werden, wenn man die jährlichen Lieferungen betrachte. Um dieselbe Roboterdichte wie in Deutschland oder Japan zu erreichen, müssten etwa 1Mio. neue Roboter in den nächsten Jahren in China installiert werden. Potenzial für Roboterinstallationen Nur etwa 55 Industrieroboter wurden Ende 2011 weltweit pro 10.000 Beschäftigte in der verarbeitenden ­Indust­rie eingesetzt. Die Republik Korea, Japan und Deutschland stehen an der Spitze der automatisierten Länder mit einer Roboterdichte zwischen 347 und 261. In den meisten Wachstumsmärkten sei die Roboterdichte weit unter dem Durchschnittswert. Die Roboterdichte in der Automobilindustrie sei im Vergleich zu allen anderen Branchen ziemlich hoch. Industrieroboter 2011 erfolgreich Roboterlieferungen stiegen 2011 um 38% auf 166.028 Stück, die höchste Zahl, die bisher aufgezeichnet wurde. Der Wert der Verkäufe stieg um 46% auf den Rekordwert von 8,5Mrd.US$. Dieser Wert beinhaltet nicht die Kosten für Software, Peripherie und Ingenieurleistungen. Schließe man diese Kosten mit ein, würde der Wert des eigentlichen Robotersystemmarktes etwa dreimal so hoch sein. Der weltweite Markt für Robotersysteme wird deshalb auf 25,5Mrd.US$ geschätzt. Japan war 2011 wieder der größte Robotermarkt der Welt: Lieferungen nach Japan stiegen um 27% auf fast 28.000 Stück. Die Automobilindustrie und fast alle anderen Bereiche haben ihre Investitionen überdurchschnittlich erhöht. Der Absatz stieg um 9% auf 25.500 Stück in Korea. Nach den immensen Investitionen der Elektro-/Elektronikindustrie 2010 – Korea war an der Spitze – war der Anstieg nur moderat. In den USA stiegen die Roboterlieferungen 2011 um 43% verglichen mit 2010 auf einen Höchststand von 20.555 Stück. 2011 wurden 22.600 Industrieroboter nach China verkauft, 51% mehr als 2010. Zwischen 2006 und 2011 haben sich die jährlichen Lieferungen vervierfacht. In 50 Jahren Robotikgeschichte habe es kein anderes Land gegeben, das einen so dynamischen Zuwachs der Roboterinstallationen in einer so kurzen Zeit verzeichnen konnte. 19.500 Industrieroboter wurden nach Deutschland geliefert – der größte Robotermarkt in Europa – 39% mehr als 2010. Nach dem Aufschwung 2010 sei das die höchste Zahl, die für ein Jahr aufgezeichnet wurde und entspreche etwa 45% der Lieferungen nach Europa insgesamt. Die Studie World Robotics – Industrial Robots des IFR Statistical Departments, das im Fachverband VDMA Robotik + Automation geführt wird, basiert auf Orginaldaten, die von fast allen Roboterherstellern weltweit zur Verfügung gestellt wurden, sowie auf den Statistiken der nationalen Roboterverbände.