Festo zeigt zur Motek schnelle und präzise Handhabungslösungen

Festo zeigt auf der Motek wieder seine mechatronische Libelle, den BionicOpter. Das Flugobjekt bewegt alle Flügel unabhängig voneinander und kann sich so in alle Raumrichtungen bewegen. Um einen stabilen Flug sicherzustellen, werden permanent die Daten von Flügelposition und Flügeldrehung in Echtzeit erfasst und ausgewertet. Gerade die Live-Präsentationen des Anbieters erfreuen sich auf Messen großer Beliebtheit. Doch Festo hat auf der diesjährigen Motek weitaus mehr zu bieten als nur Show. Dazu gehören veschiedene Handhabungslösungen, z.B. das kartesische Doppel-H-Portal für das blitzschnelle Umsetzen von Wafern: Es ist nach Firmenangaben 30% schneller als jedes konventionelle kartesische Handling – und das bei vergleichbaren Einstandskosten. Entwickelt für dynamische Montagevorgänge in der Photovoltaik bietet die neue Doppel-Ausführung eine deutlich höhere Ausbringung. Sie deckt einen viel größeren Arbeitsraum ab als Delta-Kinematiken, die nur kreisrunde oder nierenförmige Arbeitsräume bearbeiten können. Das High-Speed-H-Portal ist flach, hat einen niedrigen Schwerpunkt und ermöglicht eine Genauigkeit beim Saugen und Greifen von 0,1mm. Die Geschwindigkeit von 5m/s und die Beschleunigung von 50m/s² erreicht das H-Portal über einen konstruktiven Kniff: Die beiden EGC-Zahnriemenachsen sind mit der Traverse über einen einzigen umlaufenden Zahnriemen um die Antriebswelle verbunden. Dieser wird von zwei Servomotoren vom Typ EMMS angetrieben. In der X/Y-Fläche mit ihren zwei Freiheitsgraden muss also kein Motor mit bewegt werden. Durch die mechanische und steuerungstechnische Kombination zweier Portale ist es jetzt möglich, den Durchsatz auf bis zu 6.000 Wafer pro Stunde zu erhöhen. Basis des Handlings ist die Robotiksteuerung CMXR, die als Schnittstelle zu übergeordneten Steuerungen und zu den Motor-Controllern der Servo-Achsen sowie zu den Ventilinseln fungiert. Zudem ermöglicht die Steuerung eine Einbindung von IBV-Systemen.

Präzises Positionieren

Das H-Portal EXCM von Festo ist auf präzises und schnelles Positionieren bei engen Einbauverhältnissen ausgelegt. Als kompaktes Flächenportal kann es jede beliebige Position in einem Arbeitsraum anfahren. Der umlaufende Zahnriemen bewegt den Schlitten in einem zweidimensionalen Raum (X-Y-Achse). Die feststehenden Motoren sind mit diesem gekoppelt. Durch das parallelkinematische Antriebskonzept bleiben die bewegten Massen gering. Das einbaufertige System ermöglicht Geschwindigkeiten bis 500mm/s und Wiederholgenauigkeiten von ±0,05mm. Damit ist Portal für Anwendungen in der Elektronikfertigung und Kleinteilemontage geeignet. Dazu gehören das Zuführen und Verschrauben von Kleinbauteilen, das Setzen von Klebepunkten, elektronische Tests wie das Anfahren von Kontaktpunkten oder Widerstandsprüfungen, das flexible Positionieren von Werkstücken und Bauteilen im Montageprozess, Palettierungs- und Depalettierungsvorgänge sowie die Desktop-Fertigung und Montage. Auch für prä- und postanalytische Laborprozesse bietet sich das H-Portal EXCM an. Gering ist der Aufwand bei Integration und Inbetriebnahme: Das vorparametrierte Antriebs- und Steuerungspaket gibt den Anwendern das sichere Gefühl, sich ihren eigenen Kernkompetenzen widmen zu können, ohne sich in automatisierungstechnischen Details zu verlieren. Schnittstellenseitig sind Ethernet, CAN-open und I/Os für bis zu 64 Positionen verfügbar. Das Positioniersystem Optimised Motion Solutions besteht aus dem Elektrozylinder EPCO mit integriertem Schrittmotor EMMS-ST im Servo-Betrieb, dem Motor-Controller CMMO-ST und der kompletten, vorkonfektionierten und schleppkettentauglichen Verkabelung. Durch das einfache Konzept ist es nach Herstellerangaben wesentlich preisgünstiger als vergleichbare Lösungen.

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