Flexibel vom PC in die SPS Ethernet-Adapter für MPI, Profibus und PPI

Aktuell gibt es kaum noch PCs mit RS232-Schnittstellen, sodass die seriellen Adapter an Bedeutung verlieren. Steuerungsseitig scheitert der Einsatz von Ethernet-CPs (Kommunikations-Prozessoren) häufig an den Kosten und an ihrer Komplexität. Eine Alternative ist der Ethernet-Adapter Accon-Netlink-Pro von Deltalogic.

Automatisierungsebenen

Der Ethernet-Adapter Accon-Netlink-Pro verbindet die Leitebene (Ethernet) mit der Steuerungsebene (MPI, Profibus, PPI). Der Adapter hat eine RJ45-Buchse und wird direkt über den lokalen Netzwerk-Anschluss oder über einen Switch mit dem PC verbunden. Neben der Projektierung der Steuerungen und der Peripheriegeräte werden PCs auch als Leitrechner oder zur Anbindung an das übergeordnete Firmennetzwerk eingesetzt. Als Protokoll wird TCP/IP verwendet. Die Übertragungsrate des Ethernet-Netzwerks von 10 oder 100MBit/s erkennt das Gerät automatisch. Die Konfiguration erfolgt per Standardbrowser. Die IP-Adresse kann eingegeben oder von einem DHCP-Server bezogen werden. Ab Version 1.40 des Ethernet-Adapters ist eine TCP-Access-List vorhanden. Das ist eine Sicherheitsfunktion zur Festlegung der Geräte (IP-Adressen), die über den Adapter mit den S7-Geräten kommunizieren dürfen. Damit die Adapter zusammen mit jeder gängigen Visualisierung eingesetzt werden können, ist das weit verbreitete Standard-Protokoll RFC1006 (ISO on top of TCP) integriert. Dabei sind sieben TCP/IP-Verbindungen gleichzeitig möglich: eine S7-Online, eine RFC 1006 und fünf S7-Online oder RFC1006 je nach Bedarf.

Übertragungsraten bis 12MBit/s

Steuerungsseitig unterstützen die Adapter das MPI-, Profibus- und PPI-Protokoll bis zu einem maximalen Übertragungsrate von 12MBit/s. Es sind bis zu zwölf Bus-Verbindungen gleichzeitig möglich. Das 1,2m lange Anschlusskabel ist als aktive Leitung ausgeführt und stellt somit keine Stichleitung am MPI- oder Profibus dar. Am Profibus-Stecker des Anschlusskabels ist eine PG-Buchse integriert, sodass noch ein weiteres Gerät (z.B. PG) an die CPU angeschlossen werden kann. Das Busprofil und die Busgeschwindigkeit werden automatisch erkannt. Die neue Version 1.40 des Ethernet-Adapters hat zusätzliche Diagnose-Funktionen zur Ermittlung der Busparameter und der erreichbaren Teilnehmer. Die NetLink-Geräte haben ein vollmetallisiertes Gehäuse in Schutzart IP20 und drei LEDs zur Anzeige wichtiger Statusinformationen. Die Spannungsversorgung erfolgt aus dem Automatisierungsgerät oder extern mit 24VDC. Die MPI/Profibus/PPI-Anschaltung ist von der Ethernetschnittstelle und von der externen Spannungsversorgung galvanisch getrennt.

Anwendungsmöglichkeiten

Mit den NetLink-Geräten ist der Zugriff auf die CPUs der Reihen S7-200, S7-300 und S7-400 je nach Steuerung über die PPI-, MPI- oder Profibus-Schnittstelle möglich. Die parametrierbaren Funktionsbaugruppen wie die FM 353, 354 und 357-2 sowie die Profibus-Interfacemodule mit integrierter CPU wie die IM 151-7 werden ebenfalls unterstützt. Das Routing über MPI-, Profibus- und Ethernet-Subnetze ist möglich. Mit den HMI-Panels (TPs/OPs/MPs) und den Antrieben wie dem Simodrive Posmo A können weitere Geräte der Steuerungsebene mit den Adaptern projektiert und parametriert werden. Da der Simatic-Manager die NetLink-Geräte von Haus aus nicht unterstützt, wird mit Accon-S7-Net ein entsprechender Treiber mit den Adaptern geliefert. Accon-S7-Net ermöglicht eine nahtlose Integration in Siemens-Software und ist inzwischen in der aktualisierten Version 2.5 verfügbar (Bild 2). Die Anwender können so ihre bestehende Software wie Step 7, Micro/WIN, ProTool, WinCC flexible und SimoComA weiter für die Projektierung verwenden. Auch die DP-V1-Dienste für den Process Device Manager (PDM) von Siemens werden mit der neuen Treiber-Version 2.5 unterstützt. Die S7-Software von Deltalogic wie der S7-Datenlogger Accon-S7-EasyLog, der S7/S5-OPC-Server und der SPS-Analyser ­Auto­SPy können die NetLink-Geräte direkt ansprechen.

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