Fraunhofer IAO prüft HMI/Scada-Software zenon

In der Trendstudie \’Potenziale der Mensch-Technik-Interaktion für die effiziente und vernetzte Produktion von morgen\‘ hat das Fraunhofer IAO untersucht, welche Auswirkungen die Entwicklungen im Produktionsumfeld auf die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik haben werden. In der Studie wurden die Potenziale zukunftssicherer Human-Machine-Interfaces (HMI) aufgezeigt und davon konkrete Anforderungen und Guidelines für HMI-Software hergeleitet. Copa-Data hat diese Studienerkenntnisse zum Anlass genommen, die Software zenon auf die wichtigsten identifizierten Kriterien prüfen und bewerten zu lassen. Thomas Punzenberger, Geschäftsführer der Copa-Data GmbH, erklärt: \“Wir investieren kontinuierlich und in vielen verschiedenen Bereichen in Forschung und Entwicklung und legen vor diesem Hintergrund großen Wert auf die Meinung unabhängiger Experten. Externe Evaluierungen wie diese liefern einen wesentlichen Beitrag dazu, unsere Produkte immer wieder aufs Neue verbessern zu können.\“

Anforderungen an Industrie 4.0 im Fokus

Im Mittelpunkt der Evaluierung standen insbesondere Kompetenzen, die die aktuelle Entwicklung hin zur Industrie 4.0 unterstützen. Anhand der Evaluationsergebnisse sollten Optimierungspotenziale aufgezeigt und Handlungsfelder beschrieben werden, um Copa-Data Impulse für weitere Produktverbesserungen und Innovationen zu geben. Folgende vier Bereiche wurden bewertet: die Unterstützung bei der effektiven HMI-Entwicklung, die Grundlagen einer intelligenten und kontextsensiblen Produktionssteuerung, die Schnittstellen und Kommunikationsfunktionalitäten sowie die Unterstützung neuer Technologien. Um eine detaillierte Analyse der aktuellen Marktposition erstellen zu können, wurden die Anforderungen in Teilkriterien untergliedert. Jeder der Bereiche wurde anhand einer Walkthrough- und Screen-ing-Methode begutachtet und auf Basis eines Punktesystems – von 0% (=mangelhaft) bis 75-100% (=sehr gut) – bewertet.

Die Evaluationsergebnisse im Überblick 1. Unterstützung bei der effektiven HMI-Entwicklung

Bei diesen Kriterien konnte zenon sehr gut punkten. Zu den Funktionalitäten, die dieses Ergebnis untermauern, zählen beispielsweise die Möglichkeit, Dateien mit gängigen Pixel- oder Vektorformaten in die Projektstruktur zu importieren, die umfassende Rechteverwaltung in zenon, individuell definierbare Editorprofile zur Anordnung von Fenstern und Symbolleisten nach Wunsch sowie ein breites Angebot an anpassbaren Templates für verschiedene Anwendungsbereiche.

2. Grundlagen einer intelligenten und kontextsensiblen Produktionssteuerung

In diesem Bereich schnitt zenon insgesamt mit einem \’Befriedigend\‘ ab. Pluspunkte konnte die Software mit der integrierten und hardwareunabhängigen Batch-Control-Lösung und den individualisierbaren Messaging-Optionen (E-Mail, Voice, Text-to-Speech, SMS) sammeln. Abzüge gab es hingegen z.B. für die fehlende Möglichkeit, Sensordaten und Anpassungsregeln für automatische Adaptionen zu nutzen, oder für die Erkenntnis, dass die Kontexterkennung nicht selbstlernend oder selbstoptimierend ist. Copa-Data widmet sich jedoch diesen Aspekten bereits in aktuellen Forschungsarbeiten.

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